Wie findet man eigentlich seinen eigenen Style? Auf den Sozialen Medien sieht man täglich neue Trends und Stilrichtungen, wie beispielsweise Cottagecore, Light oder Dark Academia oder die Clean Girl Ästhetik. Wie soll man da noch den Überblick behalten? Wir haben hier 9 Tipps, wie du deinen persönlichen Stil findest.

„Wie finde ich meinen Style?“: In 9 Schritten zur Lösung

Der Modemarkt bietet unglaublich viele Stilrichtungen, die einen schon mal überfordern können. Am liebsten würde man gleich alles auf einmal anziehen. Seinen eigenen Stil zu finden und „anzukommen“ ist aber mindestens genauso wichtig wie das Aussuchen der Kleidung selbst.

Wenn auch du durch deinen eigenen, unverkennbaren Stil begeistern möchtest, der nebenbei auch noch deinen Charakter reflektiert, folge einfach diesen acht Schritten, die dich zur Lösung der Frage „Wie finde ich meinen Style?“ führen.

ungewöhnliche Spartipps Kleiderschrank boho Hippie Was soll ich anziehen?
Ausmisten muss sein. besonders, bevor eine neue Jahreszeit kommt. Foto: Getty Images/ Carina König / EyeEm

1. Mach dir ein Moodboard

Genau wie bei allen anderen Projekten ist es auch bei der Suche nach dem eigenen Stil hilfreich, sich ein Moodboard zu erstellen. Das kann in Form eines Ordners in deiner Kamera-App sein, oder physisch, auf einem richtigen Blatt Papier. Am besten suchst du dir ein paar Outfits, die dir richtig gut gefallen und fängst mit kleinen Schritten an, deinen Stil zu finden.

Sagen wir es, wie es ist: Nicht jeder Trend muss mitgemacht werden, weil er gerade die Modewelt dominiert. Du solltest in diesem Sinne nur Trends folgen, die auch zu dir und deinem Look passen. Überlege also, ob das neue Teil zu deinem modischen, roten Faden passt und deinen Stil widerspiegelt. Gib dich sonst lieber zeitlosen Basics hin, die du immer wieder anziehen kannst!

Frau im Schrank
So ein Ausmisten kann anstrengend sein. Aber es lohnt sich, um deinen Style zu finden. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

3. Sortiere deinen Kleiderschrank aus

Alles muss raus! Nun ja, so drastisch musst du deinen Kleiderschrank nun auch nicht aussortieren. Allerdings kannst du versuchen, dich von einigen Kleidungsstücken zu trennen, die nicht mehr zu dir und deinem Stil passen. Was du seit Monaten nicht mehr getragen hast, wirst du in den nächsten Monaten vermutlich auch nicht mehr tragen.

Das Ausmisten bietet sich besonders gegen Ende des Sommers an. Überlege dir rückblickend, welche Kleiderstücke du regelmäßig getragen hast und welche die ganze Zeit nur im Schrank herumgelegen sind. So bist du für den besten Sommer bestens gewappnet.

Tipp: Wie du das Aussortierte schnell bei Vinted loswirst, erfährst du in unserem Vinted Guide.

4. Mach dich auf die Suche nach Inspiration

Modische Inspiration findest du an allen Ecken. Egal ob in Filmen, Serien, auf Social Media oder eben auf Pinterest, wo du dir dein eigenes Moodboard mit Bildern von den Stilrichtungen, die dir gefallen, erstellen kannst. Hier hast du auf einen Blick all deine Inspiration im Taschenformat parat und kannst auf diese Weise visualisieren, wo die modische Reise hingehen soll – girly, elegant oder doch eher in die coole Sparte?

5. Welche Klamotten machen deine Persönlichkeit aus?

Sicherlich hast du schon einmal etwas von dem Sprichwort „Kleider machen Leute“ gehört. Und das ist auch absolut wahr. Deine Kleidung kann dich und deine Persönlichkeit super unterstreichen. Zu einer selbstbewussten und lauten Persönlichkeit passen florale Prints und zarte Pastelltöne beispielsweise weniger gut als zu einem eher schüchternen und freundlichen Wesen. Wenn du extrovertiert bist und gerne im Mittelpunkt stehst, darfst du auch zu knalligen Farben greifen, die dich von der Masse abheben.

Frau vor einer blau-weißen Wand
Versuche, den Klamottenstil deiner Persönlichkeit anzupassen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Wenn dir das eigene Einschätzen schwerfällt, frag einfach deine Bekannten oder Freund:innen um Hilfe. Sie wissen sicherlich am besten, was dich ausmacht. Aber: Lass dich nicht in eine Schublade stecken. Stilbruch ist etwas Tolles und darf vor allem modisch total ausgelebt werden. Wenn du also nicht dem Prototyp einer bestimmten Richtung entsprichst, ist das etwas Tolles.

6. Verstehe deine Körperform

Modische Missverständnisse beim Entwickeln des eigenen Stils entstehen meistens bei der Einordnung des eigenen Körpertyps. Schließlich sollten deine Kleidungsstücke bombe sitzen und all deine Vorzüge betonen. Durch die Ermittlung deiner Körperform kannst du im Vorhinein bestimmte Kleidungsstücke ausschließen und musst dich mit diesen gar nicht erst beschäftigen. So schrumpft auch die Masse an möglichen Klamotten für dich und deinen Kleiderschrank!

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Mache für die Ermittlung deines Körpertyps am besten ein paar Fotos von dir in verschiedenen Posen oder betrachte dich selbst im Spiegel. Auch hier kannst du natürlich deine Familie oder Freund:innen zurate ziehen. Wenn du deine Körperform ermittelt hast, kannst du dich erneut bei deinen Inspirationsquellen umsehen und bei Menschen mit ähnlichen Körpertypen schauen, was diese tragen.

By the way: All das bedeutet allerdings nicht, dass du dich auf diese „Vorbildkleidung“ einschießen musst. Im Endeffekt gilt: Trage die Klamotten, in denen du dich wohlfühlst!

Zwei Frauen
Vergiss nicht: Jeder Körper ist schön und gut so wie er ist. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

7. Finde heraus, welche Farbe dich ausmacht

Die Slow Fashion-Bloggerin Janina Sell hat uns in einem Interview erzählt, dass sie zum Modebewusstsein gekommen ist, nachdem sie die Farben, die für sie gar nicht infrage kommen, aus ihrem modischen Leben „verbannt“ hat. Denn: Nicht jedem Typ stehen dieselben Farben. Finde deshalb für dich selbst heraus, welche Nuancen deinem Tein schmeicheln und welche dich blass machen.

8. Bestimme deine Signature-Pieces

Ab hier solltest du eine ungefähre Ahnung haben, was dir wirklich steht, wie der rote Faden deiner Looks aussehen soll und welche Inspiration zu dir und deinem Typ passt. Nun ist es an der Zeit, dir ein paar Signature-Pieces herauszusuchen. Das können Accessoires, Farben, Prints oder bestimmte Schnittarten sein, die immer wieder in deinen Outfits auftauchen werden und dadurch deinen Wiedererkennungswert pushen!

9. Höre niemals auf zu experimentieren

All das hört sich für dich zu pragmatisch an? Dann haben wir hier noch den letzten Schritt für deine Stilfindung: Verliere nie die Lust am Experimentieren. Scheue dich also nicht, auch mal außerhalb deines Stils zu shoppen. Du weißt inzwischen, was dir gefällt und was dir steht und kannst jederzeit auf dieses Wissen zurückgreifen.

Im Endeffekt ist es eigentlich nur wichtig, dass du dich in deiner Haut wohlfühlst. Dein Stil sollte dich und deine Persönlichkeit, deine Individualität widerspiegeln. Und wenn du mal Lust hast, als Cottagecore-Girl den Vamp in dir heraushängen zu lassen – go for it! Mode kennt keine Grenzen und du solltest deine eigenen auch ab und an mal sprengen.