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Diese schlechte Angewohnheit lässt dein Hirn schneller altern

Es gibt eine schlechte Angewohnheit, die viele in ihren Zwanzigern haben. Welche das ist und warum du sie unbedingt ablegen solltest, um dein Gehirn zu schützen.

Frau Angst Sorgen traurig grübeln
Sich ständig Sorgen zu machen, ist ungesund - vor allem für dein Gehirn. Foto: Getty Images/ Lourdes Balduque

Wenn du in deinen Zwanzigern bist, hast du vielleicht das Gefühl, dass das Leben nur so an dir vorbeirast: Studium und Job, Freund:innen und Familie, Hobby und Verpflichtungen erfordern viel Zeit – und zwischendurch will man ja auch noch ein bisschen Me-Time haben. Dabei sollte dir klar sein, dass du schon jetzt die Weichen für deine spätere Gesundheit stellst – insbesondere die Fähigkeit deines Gehirns. Auf welche schlechte Angewohnheit du deshalb verzichten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Schlechte Angewohnheit schon jetzt besser ablegen

Klar, mit Anfang 20 macht man sich noch nicht viele Gedanken über das Älterwerden. Krankheiten, die das Denkvermögen und die Gehirnleistung betreffen, sind noch weit entfernt und kein Grund zur Sorge. Allerdings solltest du wissen, dass sich die ein oder andere schlechte Angewohnheit langfristig negativ auf deine Gesundheit auswirken und sogar dein Hirn schneller altern lassen kann.

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Leidest du unter Ängsten und grübelst viel nach? Du musst nicht alles alleine schaffen!

Diese schlechte Angewohnheit schadet deinem Gehirn

Gerade, wenn man noch jung ist, steckt das Leben voller Herausforderungen. Doch sobald man volljährig ist, denken viele, nun alles allein schaffen zu müssen. Das kann nicht nur anstrengend sein, sondern auch zu schwerwiegenden Problemen führen, wie die Neuropsychologin, außerordentliche Assistenzprofessorin an der UCLA und Alzheimer-Expertin Mirella Díaz-Santos im Magazin Well+Good erklärt: „Diese Lebensphase kann überwältigend sein. Wenn Sie sich also ängstlich fühlen, ist es wichtig, Hilfe zu suchen.“

Viele junge Erwachsene leiden unter Angstzuständen. Wie eine Studie gezeigt hat, können diese langfristig dem Gehirn schaden und so zu kognitivem Verfall und später auftretender Demenz führen. Alles allein schaffen zu wollen, ist demnach eine schlechte Angewohnheit, auf die du besser verzichten solltest, um möglichst lange im Kopf fit zu bleiben.

Wie Ängste und Sorgen dein Leben beeinflussen

Das Problem: Eine schlechte Angewohnheit führt meist zu weiteren schädlichen Verhaltensweisen. So ist es auch mit Sorgen und Ängsten. Sie führen zu weiteren ungesunden Angewohnheiten.

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Fettiges Essen kann einen Moment lang Trost spenden, aber nicht dauerhaft Probleme lösen. Foto: StillFX/ Getty Images via Canva Pro

Ungesunde Ernährung

Manche versuchen etwa, sich mithilfe von Essen eine Schutzschicht aufzubauen, die sie vor ihrem Kummer schützen soll. Im Klartext bedeutet das: Sie essen, um sich von ihren Sorgen abzulenken, weniger traurig zu sein oder bessere Laune zu haben. Meist handelt es sich dabei um besonders zucker- oder fetthaltige und kalorienreiche Lebensmittel.

Das ist leider der falsche Weg. Dr. Díaz-Santos empfiehlt, sich vor allem von Gemüse, Obst, hochwertigen Proteinen, Ballaststoffen und gesunden Fetten zu ernähren. All diese Nährstoffe tragen nämlich zur Aufrechterhaltung der Hirngesundheit bei. Auch wichtig: viel Wasser trinken. Was passiert, wenn du dauerhaft zu wenig Wasser trinkst, liest du hier.

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Feiern gehen macht Spaß – aber du solltest es nicht dafür nutzen, deine Probleme zu verdrängen. Foto: South_agency/ Getty Images Signature via Canva.com

Zu wenig Schlaf

Natürlich sind die Zwanziger das Jahrzehnt, in dem du keine Party auslassen solltest. Schließlich bist du noch jung und fit und der Kater am nächsten Tag hält sich noch in Grenzen. Das sieht ab 30 übrigens ganz anders aus. Gefährlich wird es, wenn du das Feiern ständig dafür nutzt, dich von deinen Ängsten ablenken zu wollen. Fatalerweise versuchen viele junge Erwachsene, ihre Sorgen mit Alkohol und Drogen zu bekämpfen. Das ist auf keinen Fall die Lösung!

Eine weitere Folge von exzessivem Partymachen ist Schlafmangel. Wer langfristig zu wenig Schlaf bekommt, ebnet den Weg für eine spätere Demenz. Dr. Díaz-Santos empfiehlt daher, wenigstens 5 1/2 Stunden Schlaf einzuplanen – und zwar am besten nachts und nicht tagsüber. Warum das so wichtig ist, erfährst du hier.

Fazit: Schlechte Angewohnheit ablegen und Hilfe suchen

Wie du siehst, hat so manche schlechte Angewohnheit schon jetzt Auswirkungen auf dein Wohlbefinden. Um das zu ändern, musst du nicht dein gesamtes Leben umkrempeln oder gar einen asketischen Lebensstil pflegen. Vielmehr geht es um kleine Dinge im Alltag, die sich leicht verändern lassen, aber von entscheidender Bedeutung sind, wenn du lange geistig fit bleiben möchtest.

Scheue dich deshalb bitte auch nicht davor, andere um Hilfe zu bitten und nach Rat zu fragen. Es geht immerhin um die Gesundheit deines Gehirns!