Wir können unser Alter nach zwei Arten messen. Unser Geburtstag gibt uns die Auskunft über unser kalendarisches Alter. Und dazu gibt es auch noch das biologische Alter. Das biologische Alter wird auf der Grundlage verschiedener Biomarker gemessen, die sich aufgrund des Lebensstils und anderer Gesundheitsfaktoren ändern können. Alles zum Thema biologisches Altern und wie du es verlangsamen kannst, erfährst du hier.

Was ist das biologische Alter?

Das biologische Alter gibt an, wie dein Körper im Vergleich zu deinem chronologischen Alter gesundheitlich gealtert ist. Diese Zahl hängt nicht nur davon ab, wie viele Geburtstage du schon gefeiert hast, sondern berücksichtigt auch deine Lebensumstände, Ernährung und Krankheiten. Sobald du dein biologisches Alter kennst, kannst du daran arbeiten, dein biologisches Altern zu verlangsamen.

Wie berechnet man sein biologisches Alter?

Das Magazin Woman and Home hat einen Rechner erstellt, wie du dein biologisches Alter erfassen kannst. Dieser Rechner setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Gewicht
  • wie viel Sport du machst
  • deiner Ernährung
  • wie lange du pro Tag sitzt
  • ob man Raucher bist
  • wie viel und gut du schläfst
  • dein Stresslevel
  • wie viel Alkohol du trinkst

Wenn du beispielsweise täglich Alkohol trinkst und schlecht schläfst, ist dein biologisches Alter höher als dein kalendarisches. Um das perfekte biologische Alter zu haben, sollte man natürlich sich dauerhaft gut ernähren, keinen Stress haben, nicht rauchen und trinken, kaum sitzen, gut schlafen, kein Über- oder Untergewicht haben, die genau richtige Menge gut schlafen und dazu auch noch viel Sport treiben. Das ist natürlich für viele Menschen nicht möglich.

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Wie verlangsamt man sein biologisches Altern?

Es gibt natürlich trotzdem ein paar Tipps und Tricks, wie du dein biologisches Altern verlangsamen kannst.

1. Zigaretten und Alkohol

Rauchen und Alkohol sind eine der größten Faktoren, die dich schneller biologisch altern lassen. Neue Forschungsergebnisse, die auf der Heart Failure 2022, einem wissenschaftlichen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), vorgestellt worden sind, haben gezeigt, dass Alkoholkonsum mit der Entwicklung einer Herzinsuffizienz in Verbindung steht.

Auch beim Rauchen sieht es nicht anders aus. Eine Studie in der Fachzeitschrift International Journal of Angiology bestätigt, dass Tabakmissbrauch ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit ist. Die Wissenschaftler:innen schließen hier auch die Belastung durch Passivrauchen ein.

Redaktionstipp: Endlich Rauchen abgewöhnen: Diese 7 Phasen kommen auf dich zu

Alkohol erhöht dein biologisches Alter. Foto: Von Karolina Grabowska von Pexels via canva.com

2. Tägliche Bewegung

Natürlich spielt auch die körperliche Bewegung eine Rolle für das biologische Altern. Wenn du keine Lust hast, jeden Tag ins Fitnessstudio zu gehen, hilft aber schon das einfache laufen. Wenn du Zeit hast und es möglich ist, kannst du einfach die Bahn- oder Autofahrt in die Arbeit auslassen, und stattdessen zur Arbeit laufen. Laut einer japanischen Studie sinken um die 7000 Schritte pro Tag das Risiko eines vorzeitigen Todes von 50 bis 70 Prozent.

Redaktionstipp: 10.000 Schritte sind Quatsch: So viele Minuten solltest du am Tag laufen

3. Gesunde Ernährung

Dieser Faktor erklärt sich auch schon fast selber. Je gesünder man isst, desto einfacher lässt sich das biologische Altern verlangsamen. Rotes und verarbeitetes Fleisch, zum Beispiel, sind erwiesenermaßen nicht gesund für uns, denn sie erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten.

Bei einer ausgewogenen Ernährung solltest der Schwerpunkt auf Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Milchprodukten liegen. Zusätzlich sollte sie auch eine Vielzahl von eiweißhaltigen Lebensmitteln wie beispielsweise Meeresfrüchte, mageres Fleisch und Geflügel, Eier, Hülsenfrüchte (Bohnen und Erbsen), Sojaprodukte, Nüsse und Samen enthalten. Wichtig ist es, dass man bei einer gesunden Ernährung wenig Zucker, Natrium, gesättigte Fette, Transfette und Cholesterin isst.

Fazit: Biologisches Altern verlangsamen ist gar nicht so schwer

Natürlich muss man sein Leben jetzt nicht radikal ändern und auf alles verzichten. Kleine Veränderungen können trotzdem große Auswirkungen haben. Wenn deine Umgebung es zulässt und du des Öfteren auf dein Auto verzichten kannst und einfach läufst, hast du automatisch schon ein paar extra Schritte, die vorteilhaft für deine Gesundheit sind.