Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt und war für die Menschen damals von unheimlich großer Bedeutung. Mehr als Gold sollte das asiatische Gewürz Wert sein und gar vor der Beulenpest schützen. 

Heute verbinden wir nostalgische Erinnerungen mit dem Zimtgeruch, der nicht aus der Weihnachtszeit wegzudenken ist: Süßspeisen, Gebäck, Kaffee und auch Punsch werden mit dem aromatischen Gewürz zuhauf angereichert. Aber ist das eigentlich so gut? Wir gehen der Frage auf den Grund, welche Nebenwirkungen Zimt hat und wie viel Spekulatius man dieses Jahr tatsächlich naschen sollte. 

Frau Mandarinen & Zimt
Zimt schmeckt gut & stärkt das Immunsystem. Zu viel davon, kann allerdings auch nach hinten losgehen.(Photo: shutterstock/ Bobrova Evgeniya)

Wirkungen & Nebenwirkungen von Zimt

Zimt wurde schon 2000 vor Christus in China und Indien zum Würzen von Speisen verwendet. Doch auch zum Einbalsamieren adliger Ägypter und als Räuchermittel fand das Gewürz Anwendung. Nicht zuletzt wurde es als Medizin gegen die Beulenpest und als Aphrodisiakum verwendet. Allgemein war Zimt ungeheuer kostbar und nur den Reichen zugänglich.

Auch heute weiß man um die kostbare Wirkung von Zimt, immerhin schmeckt er nicht nur gut, sondern hat auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile zu bieten: Er ist antimikrobiell und voll von Antioxidantien, die gegen freie Radikale in unserem Körper kämpfen. Somit schützt Zimt unsere Zellen und stärkt letztlich unser Immunsystem.

Andere Studien wollen immer wieder beweisen, dass sich Zimt auch auf den Blutzuckerspiegel positiv auswirkt. Jedoch lässt sich diese Aussage durch konträre Studienergebnisse nicht abschließend bestätigen. Sicherer ist man sich hingegen, dass Zimt das schlechte LDL-Cholesterin senkt und den Stoffwechsel anregt

Wusstest du, dass Zimt aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung als Hausmittel gegen Stinkefüße eingesetzt wird? 

Zimt & Honig
Kaufen wir in Deutschland Zimt, dann bekommen wir meistens den Cassia Zimt. Der ist allerdings voll mit einem schädlichen Aroma.(Photo: shutterstock/ Natalia Laurel)

Zimt ist nicht gleich Zimt

Worin sich die Forschung einig ist: Es gibt zwei Sorten Zimt, wovon nur einer in größeren Mengen konsumiert werden sollte. Zum einen gibt es den sehr verbreiteten Cassia Zimt, den man in jedem Supermarkt bekommt. Zum anderen gibt es den hochwertigen und meist nur in Asia-Supermärkten erhältlichen Ceylon Zimt

Das Problem? Der weitverbreitete Cassia Zimt verfügt über große Mengen an natürlichem Cumarin. Dieser Aromastoff sorgt allerdings für zahlreiche Nebenwirkungen und unterliegt einer Tageshöchstgrenze, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung festgelegt wurde. Demnach sind gerade einmal 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zulässig. 

Cumarin & die Nebenwirkungen von Zimt

Tatsächlich reizt schon ein Löffel Cassia Zimt den Tagesbedarf an Cumarin aus. Wer also Chai Tee, Spekulatius und Lebkuchen liebt, liegt schnell mal über den empfohlenen Tageswerten und riskiert, die Nebenwirkungen von Zimt am eigenen Leib zu erfahren: 

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Gehemmte Blutgerinnung
  • Leberentzündungen
  • Leberschäden
  • Krebs

Vor allem Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sollten besonders vorsichtig beim Zimtverzehr sein, um die Nebenwirkungen vorzubeugen. Wer Zimt besonders in der Weihnachtszeit nicht missen möchte, sollte daher lieber auf den hochwertigen Ceylon Zimt setzen, der vor allem in Sri Lanka und Südindien angebaut wird und unbedenklich genossen werden kann. 

Ceylon Zimt
Ceylon Zimt ist deutlich feiner gerollte als der bekannte Cassia Zimt.(Photo: shutterstock/ matka_Wariatka)

Besser auf den Ceylon Zimt setzen

Denn Ceylon Zimt weist keine gesundheitsschädlichen Mengen an Cumarin auf. Zudem schmeckt er edler und aromatischer sowie weniger scharf. Da lohnt es sich, dem Asia-Supermarkt einen Besuch abzustatten und etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen

Du fragst dich, wie du Cassia Zimt und Ceylon Zimt unterscheiden kannst, um Nebenwirkungen von Zimt zukünftig aus dem Weg zu gehen? Am einfachsten ist das, wenn sie noch in Stangenform sind:

Beide Zimtarten werden aus der Rinde eines Zimtbaumes gewonnen, die in der Sonne getrocknet wird. Cassia Zimt ist dick, grob und besteht meist aus nur einer Schicht, die sich in der Sonne zur charakteristischen Zimtstange zusammenrollt.

Ceylon Zimt ist dagegen sehr viel dünner und verfügt über mehrere Schichten. Zusammengerollt erinnert der Ceylon Zimt an eine Zigarre. Sind die Stangen erst gemahlen, hilft nur noch der Blick auf die Verpackung.

Tipp: Beim Bäcker wird das Franzbrötchen oder der Lebkuchen aus dem Supermarkt vor allem mit Cassia Zimt gewürzt sein. Zwar ist dieser in großen Mengen gesundheitlich bedenklicher, aber eben auch um einiges günstiger. 

Sternanis
Sternanis & Zimt sind die Weihnachtsgewürze schlechthin!(Photo: istock.com/ GMVozd)

Nebenwirkungen von Zimt ernst nehmen

Achte bei deinen Einkäufen etwas genauer auf die Verpackung vom Zimt und versuche,  mal auf die hochwertige Ceylon Sorte zu setzen, um Nebenwirkungen von Zimt zu entgehen. 

Ganze Stangen des Ceylon Zimts lassen sich bequem zusammen mit Sternanis in den selbst gemachten Glühwein legen und sorgen für ein unvergleichbares Aroma. Wer weiter auf den herkömmlichen Cassia Zimt setzen möchte, sollte sich nur stets ins Gewissen rufen: Die Dosis macht das Gift.

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