Ob im Schmorgericht oder im Glühwein: Sternanis gibt jeder weihnachtlichen Speise das gewisse Etwas. Damals wurde das Gewürz von einem Engländer namens Sir Thomas Cavendish nach einer Expeditionstour von den Philippinen nach England gebracht. Seit dem 18. Jahrhundert ist es auch in Deutschland bekannt und überzeugt seither jedes Jahr aufs Neue. Warum das so ist, erfährst du in diesem Artikel.

Sternanis
Sternanis & Zimt sind die Weihnachtsgewürze schlechthin!(Photo: istock.com/ GMVozd)

Sternanis: Nicht zu verwechseln mit Anis

Zwar steckt das Wort Anis im Sternanis und auch Geruch und Geschmack sind sich ziemlich ähnlich, doch haben die beiden Pflanzen botanisch rein gar nichts miteinander zu tun. Anis gehört nämlich wie Kümmel, Dill und Fenchel zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler und misst nicht mehr als 70 cm. Sternanis hingegen kommt aus Asien von einem Baum, der ganze 20 Meter in die Höhe wächst und gehört zur Pflanzenfamilie der Magnoliengewächse

In den Anissamen steckt das ätherische Öl Anethol, welches mit seinem süß-herben Aroma an Lakritz erinnert. In Sternanis steckt zwar auch Anethol, dieses versteckt sich allerdings in den Fruchtwänden. Anis muss daher gemahlen werden, um die heilende Stoffe freizusetzen, wohingegen Sternanis lange ausgekocht werden muss. Deswegen wird Letzteres besonders gerne lange garenden Speisen wie Suppen oder einem Punsch beigegeben. 

Was beide gemein haben? Sie werden gegen Halsschmerzen, Husten und vor allem bei Verdauungsbeschwerden angewandt. Anis wird zum Beispiel gerne in Kombination mit Fenchel als Tee gereicht. Die krampflösende und appetitanregende Wirkung wird dabei vor allem in der Naturheilkunde immer wieder erwähnt.

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Sternanis
Sternanis sieht nicht nur als Garnitur gut aus, sondern hat vor allem lange eingekocht eine bekämmliche Wirkung.(Photo: imago images/Westend61)

Sternanis weihnachtlich & bekömmlich

Sternanis hat acht Zacken und ist allein mit seiner Form schon bestens für die Weihnachtszeit geeignet. Hinzu kommt das unvergleichliche Aroma des Sternanis, welches jede Küche in eine Weihnachtsbäckerei verwandelt. Egal, ob das charakteristisch süßlich-würzige Aroma Lebkuchen oder selbstgemachtem Glühwein beigeben wird. 

In Schmorgerichten sorgt das enthaltene Anethol dafür, dass sie besser bekömmlich sind. So wird das Gewürz am asiatischen Raum schon lange genutzt, weil scharfe und fette Speisen mit dem Sternanis weniger auf den Magen schlagen. Ideal also, um dem Völlegefühl in der Weihnachtszeit zu entgehen. 

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