Adventszeit, Weihnachtszeit – das ist Glühweinzeit! Ein heißer Becher wirkt auf die Seele genauso beruhigend wie ein großes Stück Schokolade nach einem langen Arbeitstag. Die Leckerei ist vielerorts als Billigpampe verschrien, die Sodbrennen und Kopfschmerzen hervorruft. Die Lösung: Glühwein ganz einfach selber machen!

Besonders dieses Jahr wird es besonders wichtig Glühwein selbst zu machen. Denn die meisten Städte haben jetzt schon ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. Andere haben angekündigt dieses Jahr keinen Alkohol ausschenken zu können.

Glühwein selber machen
Glühwein ist der Begleiter für den Winter. Und er ist ganz einfach selber zu machen.(Photo: Unsplash)

Glühwein – der Wein für Laien?

Das winterliche Heißgetränk hat unter Kennern einen schrecklichen Ruf. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Weihnachtsmärkte dieser Welt oft qualitativ minderwertigen Wein verwenden, um ihn mit reichlich Zucker und Fruchtsäften zu panschen. Das verursacht Sodbrennen und unsägliche Katerkopfschmerzen. 

Das muss aber nicht sein. Mit der richtigen Weinauswahl ist der Glühwein bekömmlich und überaus köstlich. Bei qualitativ hochwertigem Wein kannst du die Zuckerzufuhr großzügig streichen. Nur einige Gewürze finden ihren Weg in den Topf.

Glühwein - Qualität vor Quantität
Die richtige Traubenwahl ist wichtig, wenn du Glühwein selber machen willst.(Photo: Unsplash)

Was ist wichtig bei der Weinauswahl? 

Glühwein lebt von seiner Süße und dem vollmundigen Geschmack. Säurehaltige Weine sind also tabu. Fruchtige Aromen von der Brombeere und der Kirsche sind gern genommen. Auch Rosen-, Vanille und Veilchen vertragen die Hitze des Glühweins sehr gut.

Roter: Der Klassiker

Merlot, Dornfelder, Spätburgunder – Das sind die Weinsorten der Wahl bei der Glühweinherstellung. Sie sind fruchtig, mild und sehr bekömmlich. Gerade Dessertweine mit einer hohen Restsüße lassen sich gut zu Glühwein verarbeiten.

Weißer: Die Spezialanfertigung

Riesling, Chardonnay, Müller-Thurgau – Diese Weißweine geben von sich aus ein süßliches Aroma ab und sind auch in der heißen Variante vorzüglich. Auch hier kannst du wieder zu einem Dessertwein mit besonders hoher Restsüße greifen.

Tipp fürs Erhitzen: Glühwein darf niemals kochen! Ab einer Temperatur von 78° Celsius verdampft der Alkohol im Wein und das wäre doch denkbar schade. Halte deinen Herd dabei höchstens auf mittlerer Temperatur.

Glühweingewürze
Zimt, Nelken, Anis, Pfeffer… All‘ das darf gerne in den selbstgemachten Glühwein hinein!(Photo: Unsplash)

Glühwein – diese Gewürze gehören hinein

Es gibt einige weihnachtliche Gewürze, die sich ideal mit dem Geschmack des Weins verbinden. So entsteht das berühmte Glühweinaroma. Fülle die Zutaten einfach in ein Teesieb und gebe sie in den Wein. Am leckersten wird dein Glühwein mit diesen Zutaten:

  • Zimtstangen
  • Nelken oder Nelkenpfeffer (Piment)
  • Sternanis (nicht zu viel, den er ist sehr intensiv)
  • Zitronen- oder Orangenschale
  • Vanilleschote
  • Muskatnuss
  • Kardamomkapseln (drücke die Kapseln ein, bevor du sie ins Sieb tust)

Soll es ein wenig süßer sein?

Wenn du Glühwein selber machen willst, gehört kein raffinierter Zucker in den Topf. Viel subtiler ist der Geschmack von Honig, Agavendicksaft oder Marmelade. Zu süß sollte es allerdings nicht werden, sonst denn sonst übertünchst du den Weingeschmack.

Glühwein mit Schuss
Wer einen Extraschuss in seinem Glühwein wünscht, der greift am besten zu leckeren Likören oder Rum.(Photo: Unsplash)

Ein kleiner Schuss?

Bei der Auswahl des Schusses kommt es ganz auf deinen persönlichen Geschmack an. Amaretto und Rum und Orangenlikör sind die gängigsten Methoden, um roten Glühwein aufzupeppen. Weißer Glühwein harmoniert zudem ganz fabelhaft mit Vanillelikören wie zum Beispiel Liör 43. 

Fazit – Weihnachten kann kommen!

Wer Glühwein selber machen kann, ist klar im Vorteil. Mit den richtigen Zutaten wird aus einem umstrittenen Billigprodukt eine echte Adventsnascherei. Wir zeigen dir, wie du deinen eigenes Lieblingsrezept findest – ob mit rotem oder mit weißem Wein.