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Gegen Sodbrennen & Magenschmerzen: Deshalb solltest du magenschonenden Kaffee trinken

Was ist eigentlich magenschonender Kaffee? Erfahre hier, auf welche drei Dinge du beim Kauf des magenfreundlichen Kaffee-Pendants unbedingt achten musst.

Magenschonender Kaffee Kaffee zubereiten
Kaffee perfekt zubereiten zu können, ist eine Wissenschaft für sich! Foto: Getty Images via Canva.com

Du trinkst total gerne Kaffee, hast aber leider häufiger Magenschmerzen oder Sodbrennen davon? Dafür gibt es glücklicherweise eine ganz simple Lösung: magenschonender Kaffee. In diesem Artikel erfährst du, was einen besonders magenfreundlichen Kaffee ausmacht und worauf du beim Kauf immer achten solltest.

Was ist magenschonender Kaffee?

Magenschonender Kaffee ist, wie der Name bereits verrät, ein Kaffee, der den Magen nicht unnötig reizen soll. Kaffee ist nämlich leider die Ursache für Magenschmerzen oder auch für Probleme mit Sodbrennen. Der Grund dafür liegt meist darin, dass herkömmlicher Kaffee verhältnismäßig viel Säure enthält.

Diese sogenannte Chlorogensäure und die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe können vor allem bei sehr empfindlichen Mägen unangenehme Schmerzen auslösen. Mit magenfreundlichem Kaffee kannst du das allerdings verhindern.

Das musst du bei magenschonendem Kaffee beachten

Doch magenschonender Kaffee hält nicht immer das, was er verspricht. Viele Hersteller:innen setzen mit sogenanntem „Schonkaffee“ lediglich auf eine gut ausgeklügelte Marketing-Strategie. Wirklich säurereduziert ist dieser Kaffee jedoch nicht immer.

Damit du in Zukunft nicht in diese Falle tappst, zeigen wir dir hier drei Dinge, die du immer beachten solltest, bevor du magenfreundlichen Kaffee kaufst oder trinkst:

1. Die passenden Kaffeebohnen

Zuerst solltest du deinen Blick auf die richtigen Kaffeebohnen und deren Ursprungsland richten. Da bestehen nämlich teilweise sehr große Unterschiede. Ein wesentlicher Unterschied besteht beispielsweise zwischen Robusta– und Arabica-Kaffeebohnen.

Die Robusta-Bohnen wachsen meist in sehr flachen Regionen mit hohen Temperaturschwankungen, wodurch ein sehr säurereiches Aroma zustande kommt. Robusta-Kaffee beinhaltet somit meist mehr als zehn Prozent Chlorogensäure.

Im Gegensatz dazu enthalten Arabica-Kaffeebohnen lediglich drei bis maximal sechs Prozent Chlorogensäure. Das liegt daran, dass diese Kaffeebohnen in eher höheren Lagen wachsen und somit deutlich weniger Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Arabica-Kaffeebohnen sind also deutlich magenschonender.

Aber ist sind nicht nur die Kaffeesorte, die den Säureanteil bestimmt. Je nachdem, aus welchem Anbauland die Bohnen kommen, kann auch dies auch Einfluss auf den Säuregehalt haben. So weisen Kaffeebohnen aus Kolumbien häufig einen sehr hohen Säureanteil auf. Bohnen aus Guatemala oder Brasilien sind jedoch eher mild und dementsprechend auch etwas bekömmlicher.

Kaffeebohnen Röstung
Auch bei magenschonendem Kaffee ist die richtige Röstung essenziell. Foto: pixelshot via Canva.com

2. Die Röstung

Doch auch die richtige Röstung der Kaffeebohnen ist essenziell für eine gute Bekömmlichkeit im Magen. Sie hat nämlich großen Einfluss auf den Säuregehalt der gerösteten Bohnen. Werden die noch rohen Kaffeebohnen geröstet, wird dabei die Chlorogensäure abgebaut und durch neue chemische Verbindungen ersetzt, die dem Kaffee letztendlich sein einzigartiges Aroma verleihen.

Dabei gilt: Je länger die Kaffeebohnen geröstet werden, desto mehr Chlorogensäure wird dadurch abgebaut. Vor allem bei sehr schonenden und langsamen Röstungsverfahren verliert der Kaffee sehr viel Säure und wird somit immer magenschonender.

Leider gibt es bei industriell hergestelltem Kaffee vermehrt Schnellröstungsverfahren, bei denen die Kaffeebohnen nur oberflächlich geröstet werden. Die Endprodukte dieser Verfahren sind aufgrund des hohen Säuregehalts nicht sehr magenfreundlich.

3. Die richtige Zubereitungszeit

Der dritte wichtige Faktor für magenschonenden Kaffee ist die richtige Zubereitung. Hierbei gilt grundsätzlich: Je länger der Kaffee in Kontakt mit Wasser ist, desto bitterer und säurehaltiger ist er auch. Das liegt daran, dass sich beim Aufbrühen des Kaffees viele Bitterstoffe lösen.

Um das zu verhindern, solltest du darauf achten, dass dein Kaffee nur kurz in Berührung mit heißem Wasser kommt. Kaffee mit einer kurzen Zubereitungszeit ist also grundsätzlich magenschonender als Kaffee, der sich lange im Wasser befindet.

Ein besonders magenschonender Kaffee ist zum Beispiel ein Espresso, der entweder mit einem Kaffeevollautomaten oder einer Siebträger-Maschine zubereitet wurde. Auch Kaffee-Spezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato, die mit Espresso zubereitet werden, sind magenschonend.

Tipp: Auch mithilfe von Milch oder Kaffeesahne kannst du deinen Kaffee noch etwas magenschonender machen. Fügst du eine dieser beiden Zutaten hinzu, mildert das den Kaffee stark ab.

Frau trink magneschonenden Kaffee
Mit magenschonendem Kaffee kannst du dein Lieblingsgetränk endlich wieder genießen. Foto: imago images/Cavan Images

Fazit: Magenschonender Kaffee beugt Sodbrennen vor

Wenn du also einen sehr empfindlichen Magen oder häufiges Sodbrennen hast, solltest du stets auf magenschonenden Kaffee zurückgreifen. Halte dich also besser von Kaffees mit sehr langer Extraktionsdauer wie beispielsweise herkömmlichem Filterkaffee, Kaffee aus der French Press und Cold Brews fern. So tust du deinem Magen etwas Gutes und sagst deinem Kaffee-Sodbrennen endlich den Kampf an.

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