Kaffee zuzubereiten, ist eine Kunst für sich und sie braucht garantiert keine Kaffeemaschine. Wir verraten dir, welche manuellen Methoden es gibt und warum du sie mal ausprobieren solltest. Am Ende wirst du wissen, wie man richtig guten Kaffee macht und worauf du dabei achten solltest.

Kaffee zubereiten wie ein Profi: So geht’s

Es gibt Kaffeemaschinen, da drückst du auf den Start-Knopf und dein Becher füllt sich – hier erklärt es sich von selbst, wie man Kaffee macht. Bei manuellen Kaffeemaschinen gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger und du musst die richtigen Kniffe kennen, damit dir dein Kaffee am Ende auch mundet. Deshalb erklären wir dir drei gängige Varianten und ihre Funktionsweise:

Kaffee
Mit dieser Variante kannst du jederzeit und überall einen gehaltvollen Kaffee zaubern. Credit: Gettyimages/Bildnachweis: Boy_Anupong

1. Variante: Der Handfilter

Deinen Kaffee mit einem Handfilter zuzubereiten ist einfach und schnell – und du wirst mit der richtigen Technik ein richtig gutes Ergebnis erzielen. Kleiner Tipp: Falls möglich, mahle den Kaffee erst kurz vor dem Brühen, so wird er noch aromatischer und kräftiger.

Achte dabei allerdings auf das Verfallsdatum, denn nach spätestens sechs Monaten verlieren Kaffeebohnen viele Aromastoffe (Du erfährst hier, wie du Kaffee richtig aufbewahren kannst). Hast du deinen Kaffee gemahlen, dann verwende beim Brühen kein kochendes Wasser, denn bei den meisten Zubereitungsformen liegt die ideale Temperatur bei 92-96 Grad Celsius.

  • wmn Tipp: Für die richtige Temperatur solltest du das Wasser nach dem Aufkochen eine Minute ruhen lassen. Fülle es dann erst in ein anderes Gefäß um. Anschließend wird das Wasser die richtige Temperatur haben.

Für die Zubereitung füllst du das Kaffeepulver jetzt in den Papierfilter – ungefähr 32 g Kaffee auf 500 ml. Dann feuchtest du das Kaffeepulver mit Wasser an, bis es vollständig bedeckt ist und wartest 30 Sekunden. Im Anschluss gibst du langsam etwas Wasser nach, am besten in kreisenden Bewegungen und gießt am Ende den Wasserstrahl in die Mitte. Nach 3-4 Minuten sollte dein Kaffee dann fertig sein.

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Der Espressokocher findet sich in jeder Studi-WG. Credit: TiSanti Getty Images via Canva.com

2. Variante: Espressokocher

Den typischen grauen Espressokocher wirst du sicher kennen. Er besteht aus drei Teilen, dem Unterteil der Espressokanne, einem trichterförmigen Einsatz mit integriertem Feinsieb sowie dem Oberteil. In diesem befindet sich das Steigrohr für den aufsteigenden Kaffee. Für die richtige Zubereitung füllst du das Wasser in den unteren Teil der Kanne bis zum Sicherheitsventil. Danach gibst du das Kaffeepulver in den Trichtereinsatz und streichst es glatt.

Anschließend schraubst du das Kannenoberteil auf und stellst die Kanne bei mittlerer bis starker Hitze auf den Herd. Wenn der Kaffee mit einem fauchend zischenden Geräusch fortdauernd durch das Steigrohr nach oben in den oberen Kannenteil steigt, solltest du den Espressokocher unmittelbar vom Herd nehmen – die Restwärme lässt dann das übrige Wasser durch das Rohr nach oben steigen.

  • wmn Tipp: Lasse den Espressokocher nicht zu lange auf der Platte stehen, ansonsten wird der Kaffee anfangen zu kochen und kann bitter werden. Es ist richtig, wenn noch etwas Wasser im unteren Teil stehen bleibt. Versuche nicht durch weitere Hitze es nach oben zu bewegen, es dient dazu, dass die Kanne nicht überhitzt.

3. Variante: Siebstempelkanne

Die Siebstempelkanne aka French Press ist eine einfache Lösung, um einen schnellen und leckeren Kaffee zu zaubern. Der CEO von Starbucks trinkt seinen Kaffee am liebsten aus der French Press.

Bevor du die Kanne verwendest, spüle sie mit heißem Wasser aus, damit der Kaffee später länger warm bleibt. Anschließend lässt du das Wasser aufkochen und lässt es, ebenso wie beim Handfilter, kurz stehen. Danach gibst du das Kaffeepulver dazu, ungefähr 8 bis 12 g Kaffeepulver auf 150 ml Wasser. Danach füllst du beides in die Kanne und rührst das Kaffeepulver mit einem Löffel um, bis ein goldfarbener Schaum entsteht. Nach ungefähr drei bis vier Minuten ist dein Kaffee fertig.

  • wmn Tipp: Aufgepasst! Damit alle wertvollen Inhaltsstoffe des Kaffees gleichmäßig extrahiert werden können, ist eine grobe Mahlung wichtig. Der ideale Mahlgrad ist hier erreicht, wenn das Pulver in etwa die Konsistenz von grobem Meersalz hat.

Fazit: Wie macht man Kaffee?

Kaffee kochen ist leichter als gedacht und das auch, wenn du keinen Vollautomaten zu Hause hast. Ein Handfilter oder eine einfache Kanne reichen bereits aus, um verdammt guten Kaffee zu machen. Achte jedoch unbedingt darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist und der Kaffee entsprechend der Kanne gemahlen ist. Außerdem muss das Kaffee-Wasser-Verhältnis stimmen, damit der Kaffee am Ende weder zu wässrig noch zu stark wird.

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