Instant, Cold Brew, Bulletproof oder schlicht und einfach der Filterkaffee. Mittlerweile ist die morgendliche Kaffeeauswahl groß, die geschmacklichen Versprechen enorm und die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee werden überall angepriesen. Doch insbesondere der Filterkaffee stand lange im Verruf, ungesund zu sein. Nun kommt eine Studie allerdings zu einem anderen Ergebnis.

Filterkaffee: Wie gesund ist er wirklich?

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht und räumt mit gängigen Kaffee-Mythen auf.

So soll Filterkaffee nicht ungesund sein. Sondern ganz im Gegenteil das Leben verlängern, Herzkrankheiten vorbeugen und viele Antoxidantien enthalten. Diese sollen nicht nur beim Anti-Aging helfen, sondern auch entzündungshemmend wirken. Zudem enthält der Kaffee sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Polyphenole und Alkaloide, die auch vor freien Radikalen schützen und bestimmte Krebsarten abwehren sollen. 

Aber mehr als das: Hinzukommen auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium sowie Vitamin B3. Diese Mineralien und Vitamine sind nicht nur für unsere Zellen essenziell, sondern können sich auch positiv auf das Mikrobiom in unserem Darm auswirken. Und das ist, wie wir wissen, nicht nur ausschlaggebend für ein gutes Immunsystem, sondern soll auch unsere Stimmung und unser Gewicht beeinflussen. Mehr dazu liest du hier: Wie Darmbakterien unser Gewicht beeinflussen.

Filterkaffee
Filterkaffee kann sich positiv auf unseren Körper auswirken(Photo: Shutterstock/ Farknot Architect)

Das ist der Unterschied zwischen Filterkaffee & und ungefiltertem

Doch Kaffee steckt nicht nur voller guter Inhaltsstoffe. Denn beim Rösten der Bohnen können sich auch Schadstoffe bilden. Und diese können bei der Zubereitung herausgefiltert werden:

  • So bleiben beim Filterkaffee zwei schädliche Inhaltsstoffe im Papierfilter hängen, die sonst eigentlich unseren schädlichen LDL-Cholesterinspiegel erhöhen würden.
  • Beim ungefilterten Kaffee hingegen werden die schädlichen Inhaltsstoffe nicht so gut herausgefiltert.

Zu ungefiltertem Kaffee zählt zum Beispiel Kaffee aus einer Presskanne, bei dem ein Sieb in der Kanne nach unten gedrückt wird sowie türkischer Kaffee, der einfach aufgegossen wird.

Gefilterter Kaffee? Ist nicht für jeden geeignet

Auch wenn der Filterkaffee die Nase vorn hat, wenn es um den Cholesterinspiegel geht, lohnt es sich für manche Menschen dennoch, Espresso zu trinken. Denn er enthält weniger Säure und ist damit für Menschen mit empfinden Magen besser geeignet.

Filterkaffee
Filterkaffee ist gesünder als andere Kaffeesorten. Das liegt an der Zubereitung.(Photo: Petar Chernaev)

Insgesamt, das steht fest, kann Kaffee uns nicht nur wacher machen, sondern auch zahlreiche positive Auswirkungen auf den Körper haben. Es kommt dabei vor allem auf die Zubereitung und vor allem auch auf die Menge an. Wer also seinen morgendlichen Wachmacher trinken und bessere LDL-Cholesterinwerte bekommen will, sollte auf ungefilterten Kaffee umsteigen. Als Richtwert gelten zwei bis drei Tassen.

Spannend: Er enthält laut dem Deutschen Kaffeeverband über 1.000 pflanzliche Substanzen, die noch nicht alle chemisch entschlüsselt wurden.

Die perfekte Zubereitung von Filterkaffee

Du hast Lust, mehr Filterkaffee zu trinken? Dann geben wir dir sechs Tipps für die perfekte Zubereitung.

1. Die Temperatur des Wassers entscheidet über den Geschmack. Ist das Wasser zu heiß, schmeckt der Kaffee bitter. Ist es zu kalt, schmeckt der Kaffee wässrig und sauer. Deshalb gilt: Die perfekte Wassertemperatur sollte 92 bis 96 Grad Celsius betragen.

2. Lege den Papierfilter in die Kanne und spüle ihn mit kochendem Wasser durch, um den Eigengeschmack zu entfernen. Schütte das Wasser danach wieder aus. Richtig cool: Dadurch wird die Kanne schon einmal vorgewärmt, sodass sich die Aromen besser entfalten können.

3. Die richtige Dosierung von Wasser und Kaffee entscheidet über den Geschmack. Probiere dich hier am besten aus und notiere, wie viel Kaffee du verwendet hast und in welcher Dosierung es dir am besten geschmeckt hat. 

4. Der Mahlgrad des Kaffeepulvers sollte am besten mittelstark sein. Denn dadurch lösen sich die feinen Aromen am besten. Und: Setze am besten auf frisch gemahlene Bohnen, denn diese verändern den Geschmack von Kaffee am besten.

5. Wer den Kaffee gerne kräftiger mag, gießt das Wasser Schuss für Schuss nach. Wer ihn hingegen etwas milder bevorzugt, sollte das Wasser auf einmal hineingeben. Kleiner Pro-Tipp: Wenn du das Wasser in Kreisen eingießt, und das am besten von innen nach außen, nutzt du das gesamte Kaffeepulver.

6. Lasse den Filterkaffee drei bis vier Minuten ziehen.

7. Jetzt kannst du deinen Kaffee in vollen Zügen genießen

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Es lohnt sich übrigens nicht nur, auf die Zubereitung des Kaffees zu achten, sondern auch auf den Zeitpunkt des Trinkens. Hier erklären wir dir, ab wann man seinen Kaffee erst trinken sollte.

Obwohl Kaffee zahlreiche positive Auswirkungen hat, ist ein zu viel davon auch nicht gut. Deshalb haben wir dir hier erklärt, was passiert, wenn du mehrere Tage lang auf Kaffee verzichtest.

Und last but not least: Wusstest du, dass Zitrone im Kaffee gegen Kopfschmerzen hilft? Warum das so ist, liest du hier.