Dass kalter Kaffee angeblich schön macht, erzählt man sich schon lange. Getrunken wurde er lange Zeit jedoch trotzdem nicht. Inzwischen findet man in jedem Supermarkt und Café einen sogenannten Cold Brew. Dieser soll angeblich sehr viel gesünder sein, als der normale, heiße Filterkaffee. Ob das tatsächlich stimmt, erfährst du jetzt.

Wie bereitet man Cold Brew Kaffee zu?

Um den perfekten Cold Brew zuzubereiten, braucht es etwas Erfahrung, grundsätzlich ist es aber nicht schwer. Am besten nimmst du 100 Gramm grobgemahlenen Kaffee und übergießt diesen mit einem Liter kalten Wasser. Anschließend rührst du das ganze gut um und stellst es für mindestens zwölf Stunden in den Kühlschrank. Dort zieht der Kaffee und intensiviert seinen Geschmack, bis du ihn am nächsten Tag filtern und genießen kannst.

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Das verspricht man sich vom Cold Brew…

Durch die lange Zubereitungszeit kommen noch mehr liebliche Aromen des Kaffees zum Vorschein. Außerdem entstehen durch Hitze bittere Aromen. Da diese beim Cold Brew Kaffee fehlt, sollen auch nicht so viele Bitterstoffe entstehen.

Außerdem sollen sich durch die kalte Zubereitung weniger Säuren bilden, die auf den Magen schlagen. Somit soll sich Cold Brew Kaffee insbesondere für Menschen mit Reizdarm oder Sodbrennen eignen. Hinzu kommt aber auch, dass kalter Kaffee mehr Antioxidantien enthalten soll als normaler Kaffee. Aber stimmt das alles überhaupt?

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Es heißt, kalter Kaffee macht schön – aber stimmt das auch? Foto: getty images/hsyncoban

Kann der Cold Brew seine Versprechen halten?

Forscher:innen der Thomas Jefferson University haben die Werbeversprechen etwas genauer unter die Lupe genommen. Wer den Cold Brew Kaffee nur wegen des geringeren Säuregehalts trinkt, wird von dem Ergebnis enttäuscht sein. Denn der Unterschied zwischen kaltem und heißen Kaffee ist gar nicht so groß. Der Säuregehalt von kalt gebrühtem Kaffee liegt bei 4,85 und bei heißem um die 5,13. Aber der Cold Brew enttäuscht auch an anderer Stelle. Denn die Forscher erklären, dass heißer Kaffee mehr Antioxidantien enthält.

Jedoch hat Cold Brew durchaus auch gesunde Eigenschaften. Er macht nachweislich gute Laune und verringert so das Risiko, an psychischen Krankheiten zu erkranken um acht Prozent. Außerdem enthält besonders kalter Kaffee viel Magnesium, was sich positiv auf Blutzuckerspiegel auswirkt und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.

Tipp der Redaktion: Wie gesund Kaffee allgemein ist, erfährst du hier.

Stiftung Warentest warnt vor zu viel Koffein

Aber auch die Stiftung Warentest warnt vor dem Kultgetränk: In den Supermärkten wird oft kalt gebrühter Kaffee verkauft, dem Aromen und Süßungsmittel zugesetzt sind. Dadurch schmecken die Verbraucher den typischen Kaffee-Geschmack gar nicht mehr so stark heraus und nehmen in der Folge mehr Koffein zu sich, als sie mit normal zubereiteten Kaffee trinken würden.

So enthält beispielsweise eine Flasche 250 ml Cold Brew Kaffee circa 200 mg Koffein. Und die ist schnell geleert.

Wer es lediglich bei diesem einen koffeinhaltigen Getränk belässt, kann ganz entspannt bleiben. Aber wer gerne mehr Kaffee trinkt, sollte seine Koffeinmenge im Blick behalten. Denn laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) sollten wir nicht mehr als 400 Milligramm Koffein pro Tag trinken. Ansonsten drohen Nebenwirkungen, wie etwa Kopfschmerzen, Einschlaf- und Durchschlafprobleme oder Unruhe.

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Cold Brew schmeckt sowohl pur, als auch mit Milch oder ungewöhnlichen Kombis. Foto: Premyuda Yospim Getty Images via Canva.com

Fazit: Kalter Kaffee ist kein Allheilmittel

Wer gerne kalten Kaffee trinkt, kann das auch weiterhin tun. Man sollte allerdings die Koffeinmenge im Blick behalten und sich keine allzu großen Wirkungen versprechen. Nichtsdestotrotz kann Cold Brew Kaffee eine entspannte und leckere Alternative zu dem klassischen Kaffee sein. Insbesondere weil der Geschmack süßer ist und man deshalb nicht noch Milch hinzugeben muss, um den bitteren Geschmack zu überdecken.

Abschließend kann man also sagen, dass Cold Brew am gesündesten ist, wenn du ihn selbst herstellst und ohne Milch und Zucker trinkst. Dann bekommst definitiv die ganze Ladung positiver Benefits.

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