Der Sommer zeigt sich in seiner vollen Pracht und die Mahlzeiten an den heißen Tagen werden leichter: Wassermelone, Pfirsiche aber auch Kirschen sind jetzt der ideale Snack für zwischendurch. Doch was passiert, wenn man aus Versehen einen Kirschkern verschluckt? Ist das gesundheitsschädlich? Wir haben Antworten.

Verschluckte Obstkerne: Ein Gesundheitsrisiko?

Vor allem Kinder schaffen es Obstkerne, insbesondere die kleinen Kirschkerne, zu verschlucken. Doch auch Erwachsene haben unbedachte Momente, in denen der Kern ungewollter Weise die Speiseröhre runterrutscht. Welche Risiken entstehen dadurch?

1. Erstickungsgefahr

Nicht alle Obstkerne bahnen sich ihren Weg durch die Speiseröhre. Der Kirschkern kann auch in die Luftröhre gelangen. Hilft kein Husten weiter, braucht es oft einen beherzten Schlag auf den Rücken, um dem Ersticken zu entgehen. Bei Kindern hilft in letzter Konsequenz, sie kopfüber an den Beinen zu halten und baumeln zu lassen. Sollte keine der Maßnahmen fruchten, sollte direkt ein Notarzt alarmiert werden.

2. Festsetzungsgefahr 

Auch, wenn der Kern sich seinen Weg durch die Speiseröhre bahnen konnte, ist die Gefahr noch nicht gänzlich vorüber. Er könnte beispielsweise in einer Engstelle des Darms hängen bleiben. Jedoch sind diese Fälle sehr selten und entstehen meist in Zusammenhang mit Krankheiten oder vorangegangen Operationen. In den meisten Fällen wird der Kern beim nächsten Stuhlgang ausgeschieden.

Frau Kirsche
Sind im Kern giftige Stoffe enthalten, die deiner Gesundheit schaden können?(Photo: shutterstock, rogistok)

3. Giftstoffgefahr?

Kirschkerne, aber auch solche von Pfirsichen und Aprikosen, enthalten den Pflanzenstoff Amygdalin. Dieser wandelt sich im Körper in giftige Blausäure um, die unter anderem den Sauerstofftransport unserer Zellen blockiert. Aber keine Panik: Der Giftstoff entsteht erst beim Zerkauen oder Knacken der Kerne. Außerdem braucht es weitaus mehr als ein, zwei Kerne für ein Gesundheitsrisiko. Andere Lebensmittel wie Haferflocken, Erbsen und Tomaten enthalten beispielsweise ebenfalls Blausäure. Unser körpereigenes Entgiftungssystem sorgt allerdings dafür, dass auch sie nicht zur Gefahr für uns werden.

Ein verschluckter Kirschkern ist kaum bedenklich

Ist der Kirschkern erst verschluckt und auf dem Weg in unseren Magen, geht von ihm kaum ein Gesundheitsrisiko mehr aus. Ein anderes Extrem zeigt sich bei Nahrungsergänzungsmitteln: Hier setzen manche sogar auf die zermahlenen Kerne, um ihren Vitaminhaushalt zu erhöhen und Krebserkrankungen vorzubeugen. Im Hinblick auf den giftigen Pflanzenstoff Amygdalin sollte jedoch darauf verzichtet werden. Ob das Nahrungsergänzungsmittel Omega 3 wirklich so gesund ist wie man denkt erfährst du hier.

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