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Diese Lebensmittel verstärken deine Winterdepression

Schokolade macht glücklich – oder nicht? Wie sich Lebensmittel auf die mentale Gesundheit auswirken und welche Rolle Ernährung bei Depressionen spielt.

Frau Depressionen schlechte Ernährung
Schlechte Ernährung kann Depressionen begünstigen. Foto: Getty Images/Martin Dimitrov

Kennst du das auch? Du isst ein Stück Schokolade und schon steigt deine Laune! Leider geht der Effekt auch in die andere Richtung: Bestimmte Nahrungsmittel können unseren mentalen Zustand verschlechtern. In diesem Artikel erfährst du, welchen Einfluss die Ernährung bei Depressionen hat und welche Lebensmittel die Entstehung von Depressionen fördern können.

Diesen Einfluss hat unsere Ernährung bei Depressionen

Dass die Auswahl unserer Lebensmittel Einfluss auf unsere körperliche Verfassung nimmt, ist klar. So schenkt uns ein vollwertiges Frühstück Energie für den Tag, zu viel Essen am Morgen macht uns hingegen träge.

Doch Essen hat auch Auswirkungen auf unsere mentale Gesundheit. Bestimmte Nahrungsmittel können sogar eine Depression begünstigen. Das ist vor allem im Winter relevant. Denn in der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen unter depressiven Verstimmungen, Schlafproblemen und Panikattacken.

Depression
Depressionen können jeden treffen. Foto: istock, Yelizaveta Tomashevska /

Warum bekommen wir im Winter schneller eine Depression?

Durch das fehlende Sonnenlicht erleiden wir einen Mangel an Vitamin D. Das hat Auswirkungen auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Auch Wissenschaftler:innen nehmen das Auftreten von saisonal bedingten Störungen wie dem Winter-Blues sehr ernst. Laut Studien wird im Winter die Produktion des Schlafhormons Melatonin hochgefahren, wodurch die Bildung von Serotonin, dem „Glücklichmacher-Hormon“, blockiert wird. Auch das trägt zur Winterdepression bei.

So fördert schlechte Ernährung Depressionen

Eine schlechte Ernährung kann indirekt dazu beitragen, dass wir depressiv werden. Denn durch eine stark zuckerhaltige und sehr fettreiche Ernährung können entzündliche Prozesse im Körper ausgelöst werden. Diese erhöhen das Risiko für eine depressive Erkrankung.

So zirkulieren bei einer Entzündung bestimmte Botenstoffe, Zytokine genannt, im Gehirn. Zytokine werden freigesetzt, um Zellen des Immunsystems zu aktivieren. Die Immunzellen bekämpfen dann die Entzündung und die Zytokine werden wieder abgebaut – normalerweise.

Denn bei chronischen Entzündungen, also Krankheiten wie Rheuma und Arthritis, Morbus Crohn und Psoriasis, sind die Zytokine dauerhaft erhöht. Und das kann sich negativ auf die Psyche auswirken. Wie Forscher:innen vermuten, wirken sich die Zytokine auf das Dopamin und Noradrenalin aus. Sie bringen das Gleichgewicht von Glücks- und Stresshormonen durcheinander und hemmen die Produktion von Dopamin. Das sorgt für Symptome einer Depression.

Ernährung bei Depressionen: Darauf musst du achten

Für Patient:innen, die an einer chronisch-entzündlichen Erkrankung leiden, heißt das, dass sie ganz besonders auf ihre Ernährung achten müssen. Doch auch alle anderen Menschen sollten möglichst wenig Lebensmittel zu sich nehmen, die Entzündungen auslösen können. Dazu gehören:

  • Lebensmittel, denen besonders viel Zucker zugesetzt wird: Kuchen, Schokolade, Müsli, Eis etc.
  • sehr fettreiche Lebensmittel: Fertigprodukte und Frittiertes
  • Weißmehlprodukte: Weißbrot, Nudeln, Reis
  • rotes Fleisch: Schwein, Rind

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