Manche Lebensmittel gelten als gesund und unbedenklich – bis man sich die Inhaltsstoffe ansieht und feststellt, dass sie voll mit Zucker, Fett & Co. sind. Um dir den Einkauf im Supermarkt künftig leichter zu machen, haben wir 17 ungesunde Lebensmittel aufgelistet, die du am besten von dem Speiseplan streichst.

Was macht ein Produkt zum ungesunden Lebensmittel?

Lebensmittel in gesund und ungesund einzuteilen, wäre nicht nur zu einfach, sondern auch schlichtweg verkehrt. Denn ein Produkt ist niemals per se schlecht. Was ein Lebensmittel ungesund macht, ist eine unzureichende Nährstoffzusammensetzung in Verbindung mit hoher Kaloriendichte. Bei industriell hergestellten Produkten kannst du die Angaben auf der Rückseite überprüfen. Es reicht jedoch nicht, nur auf die Nährstoffe oder die Kalorien zu gucken.

Doch selbst wenn die Nährstoffdichte eher gering oder der Kaloriengehalt sehr hoch ist: Was ein Lebensmittel auch ausmacht, ist der Geschmack. Schließlich ist Essen nicht nur reine Nahrungsaufnahme, sondern auch Genuss. So geht es bei gesunder Ernährung nicht nur darum, was man isst, sondern auch wie viel man davon zu sich nimmt.

Ein Beispiel: 100 Gramm Erdnüsse enthalten 631 Kalorien. Auf den ersten Blick ganz schön viel! Noch dazu bestehen sie zu mehr als der Hälfte aus Fett. Sind Erdnüsse also ein ungesundes Lebensmittel? Nein! Denn die Liste der Nährstoffe zeigt: Erdnüsse enthalten viele wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind essenziell für deinen Körper, insbesondere dein Herz-Kreislauf-System. Zudem stecken in Erdnüssen viele Ballaststoffe, die deine Verdauung regulieren, Kalium, was für den Wasserhaushalt in deinem Körper notwendig ist, und Protein, ein wichtiger Baustoff für die Muskeln.

Diese Lebensmittel solltest du nie wieder essen

Du siehst: Es ist gar nicht so leicht, auf den ersten Blick gesunde bzw. ungesunde Lebensmittel zu erkennen. Tückisch sind vor allem versteckte Fette, Zucker und andere ungesunde Inhaltsstoffe, die einem Lebensmittel auf den ersten Blick nicht anzusehen sind.

Daher haben wir eine Liste aus 17 Lebensmitteln zusammengestellt, die von außen nicht so ungesund wirken, wie sie tatsächlich sind.

1. Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl hat viele Vorteile: Es ist günstig, überall erhältlich und kann für so gut wie alles eingesetzt werden. Das Problem: Um unseren Körper mit wertvollen Fettsäuren zu versorgen, sollten wir zu Öl greifen, das ein Verhältnis von maximal 1:5 zwischen Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren hat. Bei Sonnenblumenöl liegt das sogenannte Fettsäuremuster leider bei: 1:120.

Weiterlesen: Welches Öl besser geeignet ist, liest du hier.

2. Vorgeschnittenes Obst und Gemüse

Praktisch ja, nachhaltig nein: Vorgeschnittenes Obst und Gemüse im Supermarkt mag sinnvoll sein, wenn es mal schnell gehen muss. Doch unter Umständen schadest du damit sogar deiner Gesundheit. Die frischen Früchte sind möglicherweise verunreinigt, außerdem hat das Gemüse möglicherweise schon seine Frische eingebüßt. Ganz zu schweigen von den Unmengen an Verpackungsmaterial, die dadurch entstehen! Dann doch lieber 5 Minuten Zeit nehmen und selber schneiden.

3. Light-Getränke

Oft glaubt man, seinem Körper mit Light-Produkten etwas Gutes zu tun. Immerhin steckt kein Zucker drin und das Lebensmittel enthält viel weniger Kalorien als das ungesunde Original. Doch das ist leider ein Trugschluss. Denn in Light-Getränken stecken viele künstliche Süßstoffe, die im Verdacht stehen, dem Darmmikrobiom zu schaden. Bei manchen Menschen können Süßstoffe sogar Allergien auslösen.

4. Ketchup

Er gehört zu den Pommes, wie der Stiel ins Eis. Doch leider ist Ketchup eine echte Zuckerbombe. 100 Gramm Ketchup enthalten 22 Gramm Zucker! Zum Vergleich: Süßer Eistee hat nur 8 Gramm auf 100 Milliliter. Da wird Ketchup fast zur Nascherei!

burger mc donalds
Für die meisten gehört Ketchup einfach zu den Pommes dazu. Foto: Gettyimages/ Anna Blazhuk

5. Fertig-Salat

Verzehrfertig eingeschweißter Salat mag praktisch sein – gesund ist er aber nicht. Wie eine Untersuchung des Max Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittel herausfand, weisen Fertig-Salate oft eine hohe Keimbelastung auf, darunter Schimmelpilze sowie der Keim Bacillus cereus, der zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Noch dazu ist die Plastikverpackung alles andere als nachhaltig.

6. Fertig-Dressing

Passend dazu: Fertig-Dressing. Die Inhaltsstoffe in fertig gemischtem Dressing sind oftmals so ungünstig, dass aus dem scheinbar gesunden Salat eine echte Kalorienbombe wird. Es enthält insbesondere Fett und Zucker in rauen Mengen – und schmeckt deshalb auch so lecker.

7. Proteinriegel

Längst greifen nicht mehr nur Hobby-Sportler zu den angeblich gesunden Proteinriegeln. Das Versprechen: schnelleres Muskelwachstum durch hohe Proteindichte. Die Wahrheit: künstliche Aromen und Süßstoffe. Noch dazu sind Proteinriegel nicht gerade günstig. Dafür aber meistens unnötig. Wer sich ausgewogen ernährt, nimmt durch das Essen schon genug Eiweiß zu sich.

Weiterlesen: Du bist auf der Suche nach veganen Proteinquellen? Hier sind 11 Ideen.

8. Rohmilch- und Rohmilchkäse

Auf Milch- und Käseverpackungen findet sich häufig die Angabe „pasteurisiert“. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch eine kurzfristige Erhitzung Mikroorganismen und Keime abgetötet werden und das Produkt so länger haltbar gemacht wird. Bei Rohmilch und -käse entfällt die Pasteurisierung, sodass Bakterien, Viren und Parasiten enthalten sein können.

9. Kaugummi

Kaugummi soll uns sättigen, frischen Atem schenken, unsere Zähne weiß machen und uns bei Laune halten. Doch das ständige Kauen hat auch unerwünschte Nebeneffekte: Zum einen schlucken wir ständig Luft herunter, was zu Aufstoßen und Blähungen führen kann. Zuckerfreier Kaugummi mag die gesündere Variante sein, doch tatsächlich sind die enthaltenen Süßstoffe alles andere als gesund. Sie stehen sogar in Verdacht, dem Darmmikrobiom zu schaden.

Frau kaut Kaugummi
Kaugummi kauen macht Spaß – doch dein Darm könnte darunter leiden. Foto: IMAGO / ageofstock

10. Fertig-Müsli

Fertig-Müsli wird oft als gesundes, schnelles Frühstück verkauft – in Wahrheit ist es ein ungesundes Lebensmittel. Der Zuckeranteil ist extrem hoch. Doch das fällt beim Kaufen gar nicht so leicht auf. Der Grund: Auf der Vorderseite werden die Kalorien einer Portionsgröße angegeben – und das sind meistens gerade mal 30 Gramm. Davon wird kein:e Erwachsene:r satt!

11. Weißer Reis

Wusstest du, dass weißer Reis eigentlich nur der stärkehaltige Kern des Reiskorns ist? Alle anderen Bestandteile –  Schale, Silberhaut und Keimling – werden bei der Produktion entfernt und das Korn geschliffen. Übrig bleibt nur Stärke, fast alle anderen gesunden Nährstoffe gehen verloren. Daher ist Vollkornreis in jedem Fall die bessere Wahl.

12. Vegetarische Wurst

Auch wenn es eine tolle Alternative für Vegetarier:innen ist: Vegetarische Wurst ist ein ungesundes Lebensmittel. Die Basis ist häufig Sonnenblumenöl, hinzu kommen künstliche Aromen und Farbstoffe, die das chemische Gemisch wie Wurst aussehen lassen. Zwar mag die Ähnlichkeit verblüffend sein – nützliche Nährstoffe wie Protein sucht man in vegetarischer Wurst vergebens.

Weiterlesen: Über veganen Fleischersatz gibt es auch eine Reihe von Mythen. Lies hier nach, welche.

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13. Abgepacktes Speiseeis

Gerade im Sommer findet man es in fast jeder Gefriertruhe: Eis! Doch das abgepackte Speiseeis enthält oftmals keine gesunden Inhaltsstoffe. Die Basis ist minderwertiges Milchpulver, hinzu kommen jede Menge Zucker und leider auch viele künstliche Aromen. Da lieber eine Kugel von der Eisdiele um die Ecke gönnen!

14. Instant-Gemüsebrühe

Instant-Gemüsebrühe ist in fast jeder Küche vertreten, schließlich kann man sie vielseitig nutzen: Ob als Basis für Suppen, Brühe oder nur zum Würzen. Leider enthält Instant-Gemüsebrühe sehr viel Salz, was bei zu großem Verzehr zu Bluthochdruck führen kann. Noch dazu ist in Instant-Gemüsebrühe häufig Glutamat enthalten. Der Geschmacksverstärker soll den Appetit anregen, kann bei manchen Menschen aber auch allergische Reaktionen hervorrufen.

15. Mikrowellen-Popcorn

Zum Kinoabend zu Hause gehört es einfach dazu: Mikrowellen-Popcorn. Künftig solltest du vielleicht auf andere Snacks umsteigen. Der Grund: In vielen Sorten ist das künstlichen Butteraroma Diacetyl enthalten. Es steht im Verdacht, bei Erhitzung gesundheitsschädliche Dämpfe auszustoßen. Es ist außerdem in aromatisierten Bratölen, Margarine und Snacks enthalten.

16. Smoothies

Sie sehen nicht nur schön bunt aus, sondern stecken angeblich auch voller Vitamine. Leider sind Smoothies auch kleine Zuckerbomben. In der Werbung ist oft die Rede vom gesünderen Fruchtzucker. Das ist leider ein Trugschluss. Im Gegenteil: Fruchtzucker wird auf direktem Weg in den Fettdepots gespeichert, verhindert die Fettverbrennung und blockiert zudem das Sättigungsgefühl.

17. Weizenbrötchen

In so mancher Küche stehen sie jeden Sonntag auf dem Tisch. Dabei sind Weizenbrötchen ein wirklich ungesundes Lebensmittel. Weizenmehl lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Die Folge: Nach kurzer Zeit hast du wieder Heißhunger. Dafür stecken kaum Nährstoffe in den hellen Brötchen. Von der Farbe solltest du dich übrigens nicht täuschen lassen: Vermeintliche Vollkornbrötchen können auch einfach nur eingefärbt sein. Ein Blick auf die Zutatenliste.

Fazit: Ungesunde Lebensmittel erkennt man nicht auf den ersten Blick

Ob du die ungesunden Lebensmittel komplett von deinem Speiseplan streichst, oder sie dir hin und wieder gönnst, ist selbstverständlich dir überlassen. Wichtig ist es, ein Bewusstsein für Lebensmittel zu entwickeln und sich nicht von Verpackung und Aussehen täuschen zu lassen. Denn was drinsteckt, erkennt man oft erst auf den zweiten Blick.

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