Die einen gehen dreimal pro Woche zum Sport und fühlen sich noch immer nicht ausgelastet, die anderen schaffen es nur einmal alle zwei Wochen und werden vom schlechten Gewissen geplagt. Doch wie oft Sport in der Woche sollte es denn nun sein? Eine Studie gibt Aufschluss, wie viele Minuten Bewegung genügen.

Wie oft in der Woche sollte man Sport machen?

Eins vorweg: Dem Körper scheint es völlig egal zu sein, ob man sein Bewegungspensum auf mehrere Tage in der Woche verteilt, oder alles auf einmal macht. Das hat eine aktuelle Studie herausgefunden.

Ob du also gerne jeden Tag ein kurzes Workout machst oder dich lieber am Wochenende so richtig verausgabst: Hauptsache, du bewegst dich. Denn mittlerweile gibt es unzählige Studien, die die positiven Effekte von sportlicher Betätigung auf deine körperliche und geistige Gesundheit sowie dein Mindset belegen.

Egal, ob es darum geht, abzunehmen, sich fit zu halten oder einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen – am Ende wollen wir alle eins: So lange wie möglich gesund leben. Eine Studie hat herausgefunden, wie oft Sport in der Woche nötig ist, um diesem Ziel möglichst nahe zu kommen.

Klar, keiner ist vor Unfällen und Krankheiten geschützt. Und natürlich tragen viele verschiedene Faktoren dazu bei, wie lange man lebt. Ernährung, genetische Veranlagung, Lebensstil – um nur einige zu nennen. Mit einer gesunden Ernährung und regelmäßigem Sport können wir unsere Chancen auf ein langes gesundes Leben jedoch deutlich erhöhen.

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Studie zeigt, wie viel Sport man machen sollte

Forscher:innen der Mayo Clinic wollten es genau wissen: Wie oft Sport in der Woche ist erforderlich, um seine Lebenserwartung zu erhöhen? Dafür griffen sie auf Daten der „Copenhagen City Heart Study“, die seit den 1970er Jahren in Dänemark läuft, zurück. Insgesamt werteten sie die Informationen von 8697 Personen aus, die angegeben hatten, wie oft sie in der Woche Sport machten.

Das Ergebnis: Bei den Proband:innen, die zwischen 2,6 und 4,5 Stunden pro Woche Sport gemacht hatten, war das Sterberisiko ganze 40 Prozent geringer als bei denen, die sich körperlich überhaupt nicht betätigten.

Ob eine bestimmte Sportart wirkungsvoller ist, als eine andere, kann nicht sicher gesagt werden. Zu den liebsten Aktivitäten der Studienteilnehmer:innen gehörten Fußball, Tennis, Radfahren, Handball, Badminton, Joggen und Krafttraining mit Gewichten.

Nice to know: Dass gezieltes Muskeltraining das Risiko vorzeitig an Erkrankungen wie Schlaganfall, Diabetes und Krebs zu sterben, um bis zu 17 Prozent vermindert, konnte eine Auswertung von 16 verschiedenen Studien belegen.

Wie oft Sport in der Woche: Frau im Büro Seil springen
Ob zwischendurch auf der Arbeit oder als ausgiebige Einheit am Wochenende: Sport kann dein Leben verlängern. Vorausgesetzt, du erreichst eine bestimmte Minutenanzahl pro Woche. Foto: IMAGO /westend61

Fazit: Je mehr Sport, desto besser?

Wer glaubt, seine Lebenserwartung mit jeder Menge Sport bis ins Unendliche hochtreiben zu können, wird leider enttäuscht. Wie die Studie ergab, erhöhte sich die Lebensdauer ab 10 Stunden pro Woche nicht weiter. Im Gegenteil: Das Sterberisiko stieg sogar wieder um ein Drittel, wenn man es zu sehr übertrieb.

Wie so oft im Leben gilt daher: Das richtige Maß ist entscheidend. Wer sich ständig verausgabt und bis an seine Grenzen trainiert, mutet seinem Körper mehr zu, als ihm eigentlich guttut. Im Zweifelsfall gilt daher immer: Auf den eigenen Körper hören.

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