Dicke, geschwollene Beine sind unangenehm und oftmals sogar schmerzhaft. Die Ursachen sind vielfältig. Oft sind Wassereinlagerungen der Grund für dicke Beine, doch manchmal können auch ernsthafte medizinische Ursachen dahinterstecken. Wir erklären dir, wie du Wassereinlagerungen erkennen kannst und bei welchen Symptomen du dir besser ärztliche Hilfe suchst.

Daran erkennst du Wassereinlagerungen in den Beinen

Deine Beine fühlen sich dick und teigig an, sind geschwollen und schwer? Bleibt beim Eindrücken der Haut mit dem Finger für einige Zeit eine Delle zurück? Dann leidest du womöglich unter Wassereinlagerungen.

Wenn die Symptome vor allem abends auftreten, können Wassereinlagerungen in den Beinen der Grund sein. Gerade im Sommer ist das keine Seltenheit. Durch langes Stehen oder Sitzen versagt die Muskelpumpe, die das Blut aus den Beinvenen zurück zum Herzen befördern sollte. Versackt es in den Beinen, kommt es zu Schwellungen.

Warum sich das Wasser ausgerechnet in den Beinen ansammelt? Schuld daran ist die Schwerkraft. Wenn sauerstoffarmes Blut nur unzureichend nach oben zum Herzen transportiert werden kann, wird das Wasser aus den Gefäßen abgepresst und sammelt sich in den Beinen.

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Wann musst du bei Wassereinlagerungen eine:n Arzt/Ärztin aufsuchen?

Solange es sich nur um Wassereinlagerungen handelt, sind geschwollene Beine ungefährlich. Hier erfährst du, was du gegen geschwollene Beine im Sommer tun kannst. Treten die Schwellungen häufiger auf, solltest du dich auf eine chronische Venenschwäche untersuchen lassen.

Laufen die Beine blau an, kann eine Thrombose der Grund sein. Hier ist sofort ärztliche Hilfe gefragt!

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Ab wann werden dicke Beine zur Gefahr?

Zur Gefahr für deine Gesundheit können geschwollene Beine werden, wenn es sich nicht um Wassereinlagerungen, sondern ein Lymphödem handelt. Dabei kann die Lymphflüssigkeit, das körpereigene Filter- und Entgiftungssystem, nicht mehr richtig abfließen. Die Haut steht unter enormer Spannung, es drohen Risse und Verletzungen.

Dicke Beine können auch andere Gründe haben. In manchen Fällen steckt ein Lipödem dahinter. Eine Betroffene hat mit uns über die Krankheit gesprochen.

Wie kann man Wassereinlagerungen in den Beinen vom Lymphödem unterscheiden?

Etwa 80 Prozent der Lymphödem-Patient:innen sind weiblich. Das Lymphödem kann angeboren sein oder durch Unfälle, Entzündungen und Parasiten entstehen.

Handelt es sich um ein primäres Lymphödem, beginnt dieses meist mit Schwellungen in beiden Füßen. Es tritt bei chronisch Erkrankten meistens zum ersten Mal zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr aus. Auch eine Schwangerschaft kann ein Lymphödem auslösen.

Ist dagegen nur ein Bein angeschwollen, kann ein sekundäres Lymphödem vorliegen. Ein Lymphödem ist nicht heilbar, doch es kann gut behandelt werden, wenn es frühzeitig erkannt wird.

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