Trockenbürsten ist mittlerweile ein allgemein bekannter Beauty-Trend. Influencer:innen und Models zeigen sich im Badezimmer und erklären, wie sie mit einer Bürste über Arme, Beine, Bauch und Po streichen. Aber mal im Ernst: Was bringt das Trockenbürsten eigentlich? Wie wirkt es auf unsere Haut? wmn hat sich die Sache mal näher angeschaut.

Trockenbürsten gegen Wassereinlagerungen

Ja, auch wenn viele Influencer:innen seit dem letzten Jahr ihre Bürste herausholen und sich damit über die Haut streichen, ist der Trend nicht neu. Denn das Trockenbürsten kommt eigentlich aus dem 19. Jahrhundert. Zwar wurde die Anwendung schon in Klöstern durchgeführt. Richtig bekannt hat sie aber erst der Hydrotherapeut Sebastian Kneipp gemacht.

Auch Top-Model Miranda Kerr schwört aufs Trockenbürsten.

Das Trockenbürsten soll die Durchblutung der Haut verbessern, die Haut erwärmen und wie ein sanftes Peeling wirken. Aber auch der Lymphfluss soll angeregt werden. Die Lymphflüssigkeit hat die Aufgabe, Giftstoffe aus unserem Körper abzutransportieren. Ist das Lymphsystem gestört, neigen wir zu Wassereinlagerungen, die auch vorhandene Cellulite deutlich sichtbarer machen.

Alles in allem solle das Trockenbürsten gegen lästige Wassereinlagerungen wirken und unsere  Haut straffer aussehen lassen.

Wichtig zu wissen: Das Trockenbürsten kann das Erscheinungsbild deiner Haut zwar verbessern. Die Wirkung hält aber nur so lange an, wie du die Anwendung auch durchziehst. Sobald du also damit aufhörst, sieht deine Haut auch wieder wie vorher aus.

Was du für die Trockenmassage brauchst

Alles was du zum Trockenbürsten brauchst, ist eine Körperbürste. Und davon gibt es zahlreiche Varianten. Zum Beispiel mit natürlichen oder künstlichen Borsten. Es gibt sie mit langem Griff, der sich perfekt dafür eignet, auch an schwer erreichbare Stellen wie den Rücken zu gelangen oder auch gänzlich ohne.  

Trockenbürsten
Das Trockenbürsten soll die Haut straffen(Photo: RossHelen/ istock)

Ach ja, und Massagehandschuhe kannst du auch benutzen. 

Anleitung zum Trockenbürsten

Bist du bereit? Super! Aber bevor es losgeht, wollen wir dich noch auf eine Kleinigkeit hinweisen. Denn du solltest darauf achten, dass du das Trockenbürsten immer von unten nach oben durchführst. Los geht’s!

  1. Nimm die Bürste in die Hand und und mache kreisende Bewegungen an einem Fuß. Arbeite dich mit kräftigen Bewegungen vom Fuß aufwärts, über Wade, Oberschenkel bis hin zu Hüfte und Gesäß. Anschließend kannst du in schnellen, geraden Bewegungen noch einmal von unten nach oben streichen.
  2. Wechsele die Seite.
  3. Wenn du beide Beine massiert hast, kannst du mit deinem Bauch weitermachen und von unten nach oben in Richtung Brust streichen.
  4. Anschließend sind die Arme dran. Vergiss auf gar keinen Fall deine Achsel. Denn an dieser Stelle hast du einen wichtigen Lymphknotenpunkt.

Wie viel Zeit du dir für das Trockenbürsten nimmst, ist deine Sache. Empfehlenswert sind aber 5 bis 10 Minuten.

Was du beim Trockenbürsten nicht tun solltest

Spare empfindliche Bereiche wie etwa deine Brustwarzen oder Wunden aus. Außerdem solltest du die Behandlung  nicht durchführen, wenn du Hautprobleme oder Reizungen hast. Ein weiteres No-Go, das du dir sparen kannst: über Krampfadern zu streichen. 

Wichtig ist, dass sich deine Haut nach der Behandlung gut und warm anfühlt und nicht schmerzt oder kratzt. Ein kleines Kribbeln und eine Rötung sind völlig normal und sogar wünschenswert.

So kannst du deinen Körper nach dem Trockenbürsten pflegen

Genau jetzt, nach dem Trockenbürsten, ist deine Haut besonders aufnahmebereit für Pflegeprodukte. Wenn du magst, kannst du deine Haut jetzt mit natürlichen, pflegenden Ölen verwöhnen wie Arganöl oder Bakuchiol. Und deine Beauty-Routine so perfekt abschließen.

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