Es gibt wohl kaum eine Frau, die nicht schon einmal Wasseransammlungen in den Beinen hatte. Gerade nach einem langen Tag am Schreibtisch ohne Bewegung sammelt sich das Wasser und die Beine werden schwer und Füße und Knöchel dick. Kommen dann noch warme Temperaturen dazu, kann es sogar richtig schmerzhaft werden.

Die Ursachen von Wassereinlagerungen

Doch wie kommt es überhaupt zu Wassereinlagerungen? Ödeme, so der medizinische Fachbegriff, entstehen durch einen Überdruck in den kleinsten Blut-und Lymphgefäßen. Dadurch staut sich Flüssigkeit im umliegenden Gewebe.

Die Ursachen für Wassereinlagerungen sind vielfältig. Oft kann die Veranlagung oder Hormone eine Rolle spielen. Auch bestimmte Medikamente oder Krankheiten der inneren Organe wie Herz, Leber, Nieren, Schilddrüse können Schwellungen in den Beinen auslösen.

Was hilft gegen Wassereinlagerungen?

In den meisten Fällen spielen aber Faktoren eine Rolle, die du selbst beeinflussen kannst. Dazu zählen folgende Punkte:

1. Genügend Wasser trinken

Auch, wenn es schwerfällt: Nimm täglich 2 bis 3 Liter Wasser zu dir. Einen Teil davon enthält bereits die feste Nahrung. 1,5 Liter muss alerdings über Getränke aufgenommen werden. Nicht umsonst wird immer wieder gepredigt, wie wichtig Wasser ist. Wer zu wenig trinkt, schadet seiner Gesundheit. Die Nieren können nicht richtig arbeiten, das Blut wird dickflüssiger, das Herz-Kreislauf-System wird belastet und die Verdauung träge.

2. Gesund ernähren

Eine gesunde Ernährung kann dir helfen, deinen Körper zu entwässern. Verzichte so beim Kochen gut es geht auf Salz und würze stattdessen mit Kräutern. Auch sehr salzhaltige Produkte wie Chips sind tabu. Stattdessen kannst du deinem Körper mit entwässernden Lebensmitteln wie Reis, Kartoffeln oder Ananas, Erdbeeren helfen, Flüssigkeiten aus dem Körper abzutrabsportieren. 

3. Langes Stehen & Sitzen vermeiden

Wer zu lange stehen oder sitzen muss, hat es öfter mit schweren Beinen zu tun. Die Venen müssen das Blut zum großen Teil gegen die Schwerkraft zum Herzen befördern. Dagegen hilft viel Bewegung. Sport ist ideal, um die oftmals schmerzhaften Schwellungen in den Beinen zu lindern oder sogar vorzubeugen.

Frau geht joggen
Viel Bewegung, wie zum Beispiel Joggen, hilft bei geschwollenen Beinen.(Photo: Life_imageS/ Shutterstock)

4. Kühlen, Kühlen, Kühlen

Besonders im Sommer dehnen sich die Venen aus, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Der Abfluss kann zeitweise gestört werden. Dadurch können die Beine und Knöchel anschwellen. Dann heißt es: Raus aus der Hitze und die Beine zum Beispiel kalt abduschen. Durch das Kühlen ziehen sich die Gefäße wieder zusammen und die Wasseransammlung kann abfließen.

5. Beine hochlegen

Einfach mal kurz Pause machen und die Beine hochlegen. Das wirkt oft Wunder! Genau wie das Kühlen entlastet das Hochlagern der Beine die Venen und fördert den Abfluss der Flüssigkeit.

Bei hartnäckigen Beschwerden zum Arzt

Diese Tipps können bei harmlosen Wassereinlagerungen einen deutlich sichtbaren Erfolg bringen. Wenn du aber tagsüber immer wieder oder abends ständig unter geschwollenen Beinen leidest und auch noch sichtbare Besenreiser hast, solltest du einen Arzt aufsuchen. Er wird klären, was hinter den Schwellungen steckt. 

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