Wer Muskeln aufbauen will, muss Proteine zu sich nehmen. So viel wissen wir bereits. Aber eine Proteinkur für die Haare? Alles Quatsch oder ein Beauty Gamechanger? Wir haben die Antwort.

Ein Experte erklärt: Das hat Haarefärben mit Proteinmangel zutun

Das Erste, was wir lernen, wenn wir uns zum Thema Muskelaufbau schlaumachen, ist: Proteine, Proteine, Proteine! Oder wie Ralf Moeller sagen würde: die Gains saven. Zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt bestätigen den Trend. Selbst vegane Proteine gibt es inzwischen an jeder Ecke zu kaufen. Woher aber kommt der Trend der Proteinkur für die Haare?

Das Magazin Bustle hat den Promi-Stylisten Andrew Fitzsimons gefragt, warum Proteine auch für unsere Haare wichtig sind. Seine Antwort: Viele Menschen hätten einen Proteinmangel in den Haaren, ohne es zu wissen. Dabei ist der Haartyp unwichtig. Es kann also jede:n treffen. „Proteinmangel ist in der Regel auf äußere Faktoren zurückzuführen, nicht auf die Haarbeschaffenheit“, so der Stylist.

„Abgesehen von falscher Ernährung sind Menschen mit gefärbtem Haar am stärksten von Proteinmangel bedroht, weil sie den Chemikalien in Haarfärbemitteln ausgesetzt sind, die die Haarbindungen verändern und schädigen können, insbesondere wenn das Haar gebleicht wird“, so Fitzsimons Erklärung.

Frau Winter Haare
Du hast Spliss und trockene Spitzen? Vielleicht ist Proteinmangel das Problem. Foto: imago images/Addictive Stock

So wirkt eine Proteinkur für die Haare

Wenn auch du mit trockenem und splissigen Haar kämpfst, kann die Proteinkur für die Haare die Lösung deiner Probleme sein. Denn unser Haar besteht zu einem Großteil aus Proteinen – um genau zu sein aus Keratin. Das macht es elastisch und belastbar. Fehlt dem Haar Keratin, verliert es an Stärke und bricht.

Die Proteinkur für die Haare wirkt dem entgegen, indem hydrolysierte Proteine an der Haarkutikula befestigt werden, um die Schuppenschicht zu härten. Du verstehst kein Wort? Einfach gesagt: Die Haarsträhnen werden von innen nach außen repariert.

Wenn die Kutikula beschädigt ist, etwa durch Färben oder Glätten der Haare, hilft eine Proteinkur für die Haare, weil sie eine Art Schutzwall um den Haarschaft bildet. Die Proteine schützen dein Haar also auch vor künftigen Strapazen – zum Beispiel, wenn du dir Locken mit dem Glätteisen machen möchtest.

Haare, kaputt
Die Proteinkur zaubert wieder Glanz ins Haar. Foto: Cristalov/istock.com / Cristalov/istock.com

Wie oft kannst du eine Proteinkur für die Haare anwenden?

Wichtig ist bei der Proteinkur für die Haare, dass sie anders als herkömmliche Conditioner oder Kuren nicht allzu oft angewandt werden sollte. Ideal ist eine Anwendung von etwa dreimal pro Monat. Alles darüber hinaus kann für einen Protein-Überschuss sorgen, was das Haar matt und schwer werden lässt.

Andrew Fitzsimons erklärt dazu: „Die größten Anzeichen für eine Proteinüberlastung des Haares sind Spliss und Haarausfall. Das kann passieren, wenn unser Haar einer übermäßigen Menge an Keratin ausgesetzt ist, was zu einer starken Ablagerung führt“. Die Vorteile der Proteinkur für die Haare kehren sich dann ins Gegenteil um; die Haare werden glanzlos und trocken.

Proteine & Feuchtigkeit: Das Power-Duo für deine Haare

Am besten verwendest du zusätzlich zu deiner Proteinkur für die Haare, die nur alle paar Wochen angewandt wird, noch eine tägliche Feuchtigkeitspflege. Da reicht der handelsübliche Conditioner und die Feuchtigkeitskur, die du wahrscheinlich sowieso schon in der Dusche stehen hast. Proteinkuren, die sich als besonders wirksam herausgestellt haben, findest du hier:

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