Hornhaut ist allgemein verpönt und wird von vielen mit Ekel verbunden, dabei ist sie vor allem eines: verdammt sinnvoll. Denn sie schützt unsere Füße vor Verletzungen und im Sommer auch vor Verbrennungen, wenn wir im heißen Sand stampfen. 

Wird die Schicht jedoch zu dick, ist sie oft weniger hilfreich als störend und kann sogar selbst zum Auslöser von Schmerz werden. Wir zeigen dir, wie du deine Hornhaut entfernen und deine Füße in drei easy Schritten gesund halten kannst. 

Muss man die Hornhaut entfernen?

Unsere Haut ist unser größtes Organ und schützt uns vor äußeren Einflüssen, jedenfalls dann, wenn sie ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Trocknet sie jedoch aus und wird zusätzlich mit Druck und Reibung konfrontiert, kann Hornhaut sich ihren Weg bahnen. 

Vor allem die besonders beanspruchten Stellen der Ballen und Fersen sind betroffen. Doch auch an Händen kann sich Hornhaut bilden, wenn sie entsprechend belastet werden.

Frau barfuß
Hornhaut schützt unsere Füße und reguliert sich von selbst!(Photo: shutterstock/ Julza)

Das ist soweit kein Problem, denn unsere Haut kann sich auch zu diesem Zeitpunkt noch selbst regulieren: Lassen die Belastungen nach, entwickelt sich auch die Hornhaut zurück. 

So kann man beispielsweise beobachten, dass die Hornhaut nach einem Sommerurlaub deutlich zugenommen haben wird: Füße, die barfuß durch den Sand spazieren, erfordern einfach eine größere Schutzschicht, als ein Fuß, der im Winter nur die Kuschelsocken zu Gesicht bekommt.

Doch auch, wer zu enge Schuhe trägt oder häufig Joggen geht, wird vermehrt Hornhaut entwickeln. Das wird allerdings erst dann zum Problem, wenn Schmerzen und Risse an den betroffenen Stellen auftreten: Dann ist es sinnvoll, der Hornhaut den Kampf anzusagen. 

Darüber hinaus möchten viele ihre Hornhaut aber auch schlicht aus ästhetischen Gründen entfernen. Doch Vorsicht: Beim Hornhaut entfernen, kann man so einiges falsch machen.

Du hast weniger Probleme mit Hornhaut, als mit Stinkefüßen? So wirst du sie los.

Hohe Schuhe
Vor allem zu enge & unbequeme Schuhe sorgen dafür, dass sich Hornhaut bilden kann!(Photo: imago images/Westend61)

Hornhaut entfernen: So gehts nicht!

Bimsstein in die Hand und losgerubbelt? Bitte nicht. Hornhaut entsteht durch Druck und Reibung. Die betroffenen Stellen jetzt mit noch mehr Reibung zu konfrontieren, ist kontraproduktiv. 

Zwar geht die Hornhaut im ersten Schritt runter, doch schon kurz darauf bildet sich eine neue Schicht, die im worst case noch dicker als die erste wird. Denn die Haut versucht, sich gegen den rabiaten Eingriff zu schützen. Zudem kann bei diesem Vorgehen die Haut verletzt werden und es können Entzündungen entstehen.

Frau Füße Badewasser
Ein Fußbad hilft, die Haut auf die Hornhautentfernung vorzubereiten und Entzündungen zu umgehen.(Photo: shutterstock/ zjuzjaka)

Hornhaut entfernen: So gehts richtig!

Hornhaut entfernen ist also nicht schnell und rabiat getan, ist allerdings auch kein Hexenwerk: Wichtig ist nur die richtige Vor- und Nachbereitung. So klappts in drei Schritten:

Schritt 1: Baden & Peelen

Zum Beginn der Hornhautentfernung steht ein Fußbad bzw. das Duschen oder Baden. Wer besonders dicke Hornhautschichten bekämpfen möchte, kann sich hierzu ein Totes-Meer-Salz-Bad genehmigen, das reinigt die Haut und tötet Keime ab. 

Wer eher unter sehr trockener Haut an den Füßen neigt, kann auf Öl im Wasser setzen: Jojobal-Öl, aber auch Urea und Avocado-Öl bieten sich hierfür in geringer Menge an.

Vorsicht: 10 Minuten Fußbad reichen völlig. Die Haut darf nicht schrumpelig sein, wenn danach die Hornhaut entfernt werden soll. Denn dann kann gesunde Haut nicht von verhornter Haut unterschieden werden. 

Um die Füße auf die kommende Prozedur vorzubereiten, bietet es sich zudem an, sie zu peelen. Dafür wird eine haselnussgroße Menge Peeling in die Hände gegeben und an den stark beanspruchten Stellen für fünf Minuten einmassiert

Frau Füße
Viele brauchen Schritt 2 gar nicht, wenn sie regelmäßig Schritt 1 und 3 anwenden!(Photo: shutterstock/ Maksim Shmeljov)

Schritt 2: Bimmsstein, Feilen oder Hobeln?

Wer seine Füße regelmäßig peelt, sollte in der Regel nicht zwingend zu Schritt zwei greifen müssen. Wer allerdings trotz Vorbehandlung das Bedürfnis hat, dickere Hornhautschichten abzutragen, kann dies mit einem weichen Bimsstein oder einer Feile tun. Experten raten von Hobeln und elektrischen Geräten ab, da die Verletzungsgefahr bei diesen Gerätschaften einfach zu hoch ist.

Vorsicht: Bearbeite nur Stellen, die stark von Hornhaut betroffen sind und nimm dabei nicht zu viel Haut weg, denn dann kommt die Hornhaut schneller und stärker wieder zurück. Was heißt nicht zu viel wegnehmen? Sobald die Haut wieder beweglicher wird, ist die Prozedur gelungen. Wer Schmerzen verspürt, hat eindeutig zu viel abgetragen.

Schritt 3: Cremen 

Hornhaut entsteht in Kombination aus Druck und trockener Haut. Die oberste Devise lautet daher: Feuchtigkeitszufuhr. Das gelingt am besten, wenn täglich die Füße eingecremt werden. Am besten wird dafür abends vor dem Schlafengehen etwas Urea Creme angewendet, die füllt den Feuchtigkeitsspeicher am besten auf. 

Hornhaut entfernen? Kann man machen, muss man aber nicht

Keine Frage, wer unter schmerzender Hornhaut leidet oder aus ästhetischen Gründen nicht darauf verzichten möchte, kann gerne regelmäßig seine Hornhaut entfernen – dann aber bitte richtig. 

Wer jedoch nur etwas Hornhaut an den Füßen hat, muss nicht direkt Feilen und Rubbeln: Hier genügt oft schon das regelmäßige Peeling sowie Eincremen, um weiche, gepflegte und vor allem gesunde Füße zu bekommen.

Wer zudem darauf achtet, keine zu engen Schuhe zu tragen, vor allem wenn längere Strecken zurückgelegt werden, reduziert ebenfalls die Hornhautbildung. 

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