Es gibt Menschen, die riechen einfach immer gut, ohne eine aufdringliche Duftwolke oder das neueste Axe-Deo. Wie machen sie das nur? Um das zu verstehen, musst du die Quellen für unangenehme Gerüche finden und sie eliminieren. Wir zeigen dir, wie das geht.

Gut riechen: Diese Faktoren machen deinen Geruch aus

Bevor wir dich mit unseren Tipps zur bestriechenden Person der Welt befördern, müssen wir ein paar Basics klären: Ob man nämlich selbst gut riecht oder nicht, hat viele verschiedene Faktoren, die du beachten musst, wenn du sie beeinflussen willst. Punkt Nummer eins ist natürlich der eigene Körpergeruch, doch auch dieser setzt sich aus vielen Faktoren zusammen, wie deinem genetischen Geruch, dein Hormonhaushalt, aber auch deinem kurzfristigen und langfristigen Gesundheitszustand.

Fun Fact: Nur eineiige Zwillinge teilen sich denselben genetischen Körpergeruch. Alle anderen Menschen haben einen einzigartigen Geruch.

Zu deinem biologischen Geruch kommen dann noch äußere Einflüsse wie der Geruch deiner Kleidung und Umgebung und natürlich auch von den Produkten, die du benutzt. Aber auch Sport oder Stress können zur Veränderung deines Geruchs führen.

Diese Faktoren machen deinen Geruch aus:

  • Genetischer Körpergeruch & Hormone
  • Gesundheitszustand & Medikamente
  • Körperliche & mentale Belastung
  • Kleidung
  • Wohnung, Auto, Arbeitsplatz & Co.
  • Hilfsmittel wie Parfum, Deo & Co.

Unsere folgenden Tipps zielen genau auf diese Punkte ab und zeigen dir, wie du sogar ohne Hilfsmittel gut riechen kannst.

Fun Fact: Menschen, die ständig und wahnhaft Angst haben, schlecht zu riechen, leiden an Eigengeruchswahn. Sie kann aber therapiert werden.

Frau Wanne
Nicht nur Hygiene ist ein Faktor für guten Geruch. Foto: shutterstock, PhotoSunny / Foto: shutterstock, PhotoSunny /

Dein genetischer Geruch ist vorprogrammiert

Der genetische Geruch ist der einzige Faktor, den du nicht selbst ändern oder beeinflussen kannst. Er ist einzigartig und setzt sich aus verschiedenen biochemischen Stoffen zusammen, die du selbst gar nicht wahrnimmst. Das sind gute Neuigkeiten, denn wenn du dich selbst als unangenehm riechend empfindest, liegt das nicht an deinem genetischen Geruch, sondern an Faktoren, die du ändern kannst.

Wozu ist er also gut? Unser vorprogrammierter Eigengeruch verrät unseren Mitmenschen im wahrsten Sinne des Wortes bestimmte Genaufschlüsselungen über Pheromone und andere Botenstoffe. Die meisten Menschen nehmen diese nur unterbewusst auf und verarbeiten sie dann. Wenn das genetische Lotto passt, dann empfinden wir diesen Hormoncocktail als angenehm.

Fun Fact: Männer werden eher von Gerüchen aus dem weiblichen Genitalbereich angezogen, während Frauen auf Gerüche oberhalb der Gürtellinie stehen, fasst Forscherin Ingelore Ebberfeld zusammen.

Im schlimmsten Fall können wir einen Menschen nicht riechen (, er riecht also unangenehm für uns). Dann signalisiert unser Gehirn uns damit, dass unsere Gene zu identisch sind, um sich miteinander fortzupflanzen. In diesem Fall bringt die beste Hygiene auch nichts. Solltest du das gesagt bekommen, dann nimm es nicht persönlich, denn es liegt nicht in deiner Macht deinen genetischen Geruch zu ändern. Anders als diese Dinge:

7 Tipps, um wirklich gut zu riechen

Ein Parfum sollte eigentlich immer nur die Kirsche auf der Torte sein und unseren individuellen Geruch unterstreichen. Das geht natürlich nur, wenn du dich selbst in deiner Haut wohlfühlst. Unsere Tipps zeigen dir, wie du natürlich gut riechen kannst.

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Eine gesunde Ernährung, ist das A und O für einen guten Körpergeruch. Foto: shutterstock/Foxys Forest Manufacture

1. Gut ernähren = gut riechen

Ernährung ist ein unglaublich wichtiger Faktor bei deinem Eigengeruch, den andere Menschen bewusst wahrnehmen können. Eine kleine US-amerikanische Studie zeigte zum Beispiel, dass Vegetarier:innen grundsätzlich einen angenehmeren Eigengeruch hatten als Nicht-Vegetarier:innen.

Schuld sind Stoffwechselendprodukte, die ganz natürlich bei der Aufspaltung unseres Essens passieren. Solltest du ein Geruchsproblem haben, dann verzichte zwei Wochen auf die folgende Lebensmittel und schau, ob diese vielleicht der Übeltäter sind.

Lebensmittel, die schlechten Körpergeruch erzeugen:

  • Fleisch, Fisch & Milchprodukte
  • Kohlgemüse aller Art
  • Zwiebeln & Knoblauch
  • (Alkohol & Zigaretten)

Du solltest diese Lebensmittel also in Maßen genießen. Umgekehrt gibt es auch Lebensmittel, die dich besser riechen lassen wie viele Früchte und generell wasserhaltige Lebensmittel. Auch einige Gewürze wie Bockshornklee können deinen Eigengeruch verändern. Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zu gutem Eigengeruch.

Fun Fact: Lebensmittel wirken sich nicht nur auf den Körpergeruch, sondern auch den Geschmack aus. Du kannst diese Liste eins zu eins übertragen auf den Geschmack von Vaginalflüssigkeit und Sperma.

2. Viel Wasser trinken

Um gut zu riechen, ist nicht nur die Ernährung wichtig, sondern auch ein guter Wasserhaushalt. Denn wer dehydriert ist, sondert Gerüche in höheren Konzentrationen ab. Also starte deinen Tag mit einem Glas Wasser und beende ihn auch so.

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Wenn du gerade einen Detox durchführst, sind veränderte Körpergerüche ganz normal. Foto: imago /Westend61 /

3. Fasten & Diäten sind Ausnahmesituationen

Eine Ernährungsumstellung kann genauso einen Einfluss auf deinen Geruch haben, wie eine Diät. Denn dabei werden bevorzugt Abfallstoffe aus dem Körper geleitet und die riechen meist auch unangenehm. Auch Sportler:innen, die gerade Fett abbauen, nehmen in der Anfangsphase oft einen unangenehmen, acetonartigen Körpergeruch wahr Dieser entsteht, wenn das eigene Fett verstoffwechselt wird in der Ketose.

Grundsätzlich sind die schlechten Gerüche in so einer Phase ein gutes Zeichen, denn sie zeigen dir, dass dien Körper arbeitet. Du kannst sie aber abmildern:

  • Unser Tipp: Versuche Produkte zu meiden, die deine Poren verschließen, denn das verstärkt den Geruch. Probiere einfache Seifenstücke zur Reinigung aus und verzichte auf Bodylotions und Co.

4. Richtig schwitzen

Durch körperliche Belastungen wie schweres Tragen oder Sport, erhitzt sich unser Körper und wir schwitzen, um uns selbst zu temperieren. Das ist gut, wichtig und völlig normal. Schweiß an sich riecht auch überhaupt nicht, erst, wenn er in Kontakt mit unserer Haut oder bestimmter Kleidung kommt, bildet sich der typische Geruch.

Fun Fact: Bei Frauen riecht Schweiß eher zwiebelig, bei Männern hingegen käsig. Das liegt an den Hormonen Östrogen und Testosteron.

Um diesen Schweißgeruch zu entfernen, solltest du deine Kleidung wechseln, mitsamt deiner Unterwäsche und den Socken. Anschließend solltest du dich mit einer milden Seife waschen. Das reicht.

Auch die richtige Sportkleidung hilft, besonders effektiv zu schwitzen. Viskose ist zum Beispiel sehr atmungsaktiv. Generell ist wenig und weite Kleidung empfehlenswert.

Unsicher nach dem ersten Date
Stress führt ebenfalls zur Schweißproduktion. Foto: Unsplash/Anthony Tran

5. Stress adé

Deine mentale Gesundheit ist wichtig, denn neben körperlicher Betätigung ist Stress eine Hauptursache von Schweiß. Stress sorgt für eine bessere Durchblutung, um uns durch Gefahrensituationen zu helfen. Diese Reaktion ist wohl ein Überbleibsel aus der Steinzeit, wo wir uns noch täglich vielen Gefahren aussetzen mussten.

Das ist heute nicht mehr so und oft führt Schwitzen zu noch mehr Stress, etwa bei Prüfungsangst oder vor einem Bewerbungsgespräch. Wer gut riechen will, sollte seine mentale Gesundheit pflegen und entschleunigen.

6. Kleider machen Gerüche

Deine Kleidung begleitet dich fast überall hin und sie trägt zu deinem Geruch bei. Das liegt allerdings selten an den Stoffen, sondern an ihrer Pflege und Lagerung. Du solltest folgende Punkte beachten:

  • Bakterien verursachen schlechte Gerüche, also wasche bei 60 Grad oder ziehe einen Hygienespüler zur Hilfe bei niedrigeren Temperaturen.
  • Lass deine Wäsche nie in der Maschine liegen, dann müffeln sie.
  • Am besten Trocknen sie an der frischen Luft oder einem Raum mit geöffneten Fenster. Oder natürlich im Trockner.
  • Vermeide geruchsintensive Waschmittel und Weichspüler bei Kleidung und spare sie für Bettwäsche, Handtücher und Co. auf. Oder willst du wirklich nach „sanfter Brise“ riechen?
  • Reinige deine Waschmaschine regelmäßig, auch sie sammelt schlechte Gerüche.
  • Lagere deine Kleidung an einem trockenen, geruchsneutralen Ort oder lege zur Not ein Geruchssäckchen mit in den Kleiderschrank.
Kerze, Wohnung
Kerzen können deine Wohnung zusätzlich beduften, wenn du den Eigengeruch der Wohnung nicht rausbekommst. Foto: VeronikaSmirnaya/shutterstock

7. Riecht deine Wohnung gut?

Unser letzter Punkt geht mit der Kleidung einher, denn oft übernehmen sie den Geruch der Wohnung. Wenn es bei dir nach Räucherstäbchen riecht und du das magst, dann musst du daran natürlich nichts ändern.

Aber es gibt auch unangenehme Gerüche. Das der Zigarettengestank sein in deinem raucherhaushalt, Gerüche vom Kochen und Backen, die sich unangenehm festsetzen oder auch muffige Gerüche, durch feuchte Gebäude.

Damit du nicht so riechst, solltest du folgendes beachten:

  • Deine Kleidung sollte weit weg von der Küche und dem Speisezimmer. Wechsle zur Not die Klamotten nach dem Kochen.
  • Rauche nicht in Zimmern, in denen du Kleidung aufbewahrst oder schläfst.
  • Wechsle deine Bettwäsche regelmäßig, auch sie kann dich mitbeduften!
  • Lüfte deine Wohnung täglich für mindestens zehn Minuten.
  • Nutze notfalls Raumsprays.

Gleiches gilt natürlich auch, wenn sich viele Gerüche in deinem Auto oder auch deinem Arbeitsplatz sammeln. Diese Orte sind nicht geeignet, Kleidung aufzubewahren.

Fazit: Dir geht es gut? Du riechst gut!

All diese Punkte zeigen dir, es ist nicht schwer, gut zu riechen. Sie mögen auf den ersten Blick nach viel Arbeit aussehen, aber es sind absolute Basics für einen gesunden und hygienischen Lifestyle.

Solltest du plötzlich unangenehm riechen, dann kann es auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein oder aber durch Medikamente ausgelöst werden. Dann solltest du zum Profi und dich dazu beraten lassen.

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