Endlich sind sie vorbei, die depressiven Wintertage. Stattdessen begrüßt uns der Sommer mit voller Wucht und hat jede Menge Sonne im Gepäck. Sonne, die uns ohne Ende gute Laune beschert und die möglich macht, dass wir unsere Sommermode zu unserem sommerlichen Teint kombinieren können. Doch wie gesund ist so ein sommerlicher Teint eigentlich? Gibt es so was wie sich gesund bräunen eigentlich? Wir haben Antworten.

In dieser Podcastfolge sprechen Mona & Lisa darüber, ob man sich überhaupt gesund bräunen kann.

Bräunen: Die Nachteile überwiegen die Vorteile

Nicht nur bekommen wir durch die UVB Strahlen eine ordentliche Menge Vitamin D verpasst, auch wird die Melaninbildung in unserer Haut angeregt. Diese sorgt dafür, dass wir sommerlich braun werden. Doch so schön diese Effekte der Sonne auch sein mögen, die Schattenseiten überwiegen.

Denn schon etwas zu viel Sonne führt zu Sonnenbränden, Allergien und Hautkrankheiten. Vor allem, wer seiner Haut regelmäßig zu viel Sonne zumutet, riskiert Hautkrebs. Dann bleiben die Schäden nicht in der obersten Hautschicht, die sich in der Regel schnell wieder regeneriert. 

Frau Strand
Sich exzessiv zu bräunen ist nie gut: Hierbei werden freie Radikale freigesetzt.(Photo: istock.com/ Orbon Alija)

Stattdessen dringen die UVA Strahlen in die mittlere Lederhaut ein und begünstigen hier die Entstehung freier Radikale, die unseren Hautzellen und unserem Gewebe schaden. Die Folgen? Unsere Haut wird auf Dauer dünner, trocknet aus und verliert an Elastizität. Pigmentstörungen und Fältchen krönen den durch die Sonne bedingten, hautalternden Vorgang. 

Das oberste Ziel diesen Sommer, für all jene, denen ihre Gesundheit lieb und ihre schöne Haut lieb ist? Zu viel Sonne und vor allem Sonnenbrände vermeiden. Unsere Haut verfügt zwar über eine eigene Schutzbarriere, diese hält jedoch etwa für nur zehn Minuten. Darüber hinaus muss immer für mehr Schutz gesorgt werden.

Kann man sich überhaupt gesund bräunen?

Das Problem: Viele sind sich gar nicht im Klaren darüber, wie sehr sie ihrer Haut mit nur einem Sonnenbad schaden. Immerhin tritt der Hautkrebs erst Jahre später auf, wenn der Sonnenbrand längst vergessen und die Bräune verblasst ist. Auch ohne Sonnenbrand bedeutet direkte Sonneneinstrahlung eine extreme Belastung für unsere Haut, die immerhin unser größtes Organ ist. 

Sich in die pralle Sonne zu legen und zu brutzeln ist demnach eine Entscheidung, die zuvor abgewogen werden sollte. So etwas wie gesundes Bräunen gibt es laut Dermatologen nicht. 

Frau Strand
Gesundes Bräunen gibt es nicht: Diese Tipps machen das Sonnenbad allerdings hautverträglicher.(Photo: imago images/Westend61)

Tipps, um die Haut in der Sonne zu schützen

Wenn du schon nicht darauf verzichten möchtest, dann solltest du zumindest folgende Tipps beherzigen, um dich gesund zu bräunen:

1. Nicht erst im Urlaub in die pralle Sonne werfen

Die Haut muss sich langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen. Wer zuvor schon, eingecremt wohlbemerkt, Zeit in der Sonne verbringt aktiviert den hauteigenen Schutz und regt die Verdickung der Hornhaut an.

2. Nur mit Sonnenschutz in die Sonne

Der ganze Körper sollte vor dem Sonnenbad eingecremt werden. Auch die Nase, die Ohren, die Stirn und die Fußrücken sollten dabei nicht vergessen werden. Vor allem die Bereiche, auf welche die Sonne frontal trifft, sollten großzügig versorgt werden.

Am besten wird der Schutz eine halbe Stunde vorher aufgetragen, um seine volle Wirkung zu entfalten. Massiere den Sonnenschutz nicht ein, sondern verteile ihn gleichmäßig.

Tipp: Helle Hauttypen benötigen einen höheren Lichtschutzfaktor. LSF 30 bis 50 sollte in jedem Fall gewählt werden. Setze zudem auf Naturkosmetik Sonnencremes ohne Nanopartikel, um auch die Umwelt zu entlasten.

Frau Strand
Auch unter dem Sonnenschirm und im Schatten haben die UV Strahlen Wirkung: Sonnencreme ist also auch ohne Sonne wichtig.(Photo: imago images/Westend61)

3. Alle zwei Stunden nachcremen

Reibung durch die Kleidung oder Sand, aber auch Schweiß und das Baden Gehen sorgen dafür, dass der UV Schutz schwindet. Creme regelmäßig nach, um deine Haut vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.

Tipp: Creme auch dann nach, wenn sich Wolken am Sommerhimmel aufgetan haben. Denn selbst bei Wolken, im Schatten oder unter dem Sonnenschirm bist du noch immer der Hälfte der UV Strahlung ausgesetzt

4. Brutzele nicht pausenlos

Meide die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr und verbleibe nicht stundenlang in der prallen Sonne. Gönne deiner Haut Pausen, am besten im Schatten oder in einem klimatisierten Raum. Das hilft nicht nur deiner Haut, sondern auch deinem Kopf. Kopfschmerzen bei Hitze sind immerhin keine Seltenheit.

Frau Sonne
Das Gesicht in die Sonne halten macht gute Laune. Aber den Poppes auf die Sonnenbank schwingen schadet deiner Haut und deiner Gesundheit.(Photo: imago images/Westend61)

5. Verzichte auf die Turbobräune

Du möchtest, komme was wolle, braun und attraktiv aussehen und dafür ist dir selbst der Weg ins Solarium recht? Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gesunden Bräunen und dem krankhaften Bräunen, das auch Tanorexie genannt wird. Solarien setzen auf schädliches UVA Licht, welches deiner Haut ungemein schadet, Allergien auslösen und Falten begünstigen kann. 

Gesund bräunen? Leider gibt es das nicht.

Wie man es dreht und wendet: Zwar kann man versuchen, seine Haut beim Sonnenbad zu schützen. Doch hundertprozentig gesund ist das Bräunen nie. Wer nun denkt, dann greife ich halt zum Selbstbräuner, der sei gewarnt: Die meisten Selbstbräuner fallen durch die Stiftung Warentest. Die Devise daher? Besser blass und gesund, als braun und krank. 

Mehr Beauty Themen für dich: Das hilft bei Haarausfall, darum lohnen sich Fruchtsäurepeelings und so verändert Reiswasser deine Haare.