Gerade im Sommer haben wir den gesellschaftlichen Druck, komplett haarlos zu sein. Das Rasieren der Haut aber nicht immer gut tut, ist auch bekannt. Was also tun, wenn man nach dem rasieren diese kleinen schwarzen Punkte im Intimbereich hat? Gibt es ein Weg, eingewachsene Haare im Intimbereich zu vermeiden?

Eingewachsene Haare im Intimbereich und an den Beinen

Eingewachsene Haare im Intimbereich sind etwas ganz Normales. Jede:r hat sie, jede:r kennt sie. Vor allem, wenn man sich normalerweise die Beine und den Intimbereich rasiert. Die Härchen scheinen sich dann besonders wohl unter deiner Haut zu fühlen und bilden unangenehme Pickelchen.

Wenn sich um den Sliprand Pickelchen und Rötungen ranken, ist das trotzdem für viele noch immer ein No-Go. Wir haben die Ursachen für eingewachsene Haare im Intimbereich und die besten Tipps, wie du ihnen entgegensteuern kannst.

Können eingewachsene Haare gefährlich sein?

Im allgemeinen sind eingewachsene Haare nicht gefährlich. Sie können es aber werden. Normalerweise werden eingewachsene Haare vom Körper eine Weile lang toleriert und das Haar wird irgendwann abgestoßen. Bis zu dem Punkt können sich aber Entzündungen und Pickel bilden, die jucken und sogar schmerzen könnten. Es kann allerdings auch passieren, dass sich durch die Entzündung an der Haarwurzel ein Abzess bildet. Sobald dies passiert, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Ursachen für eingewachsene Haare im Intimbereich

Eingewachsene Haare entstehen besonders nach dem Rasieren oder dem Epilieren. Oft bleibt es aber nicht nur bei eingewachsenen Härchen. Besonders bei schweißtreibenden Aktivitäten kann sich das Ganze entzünden. Dann beginnt es dort zu jucken und zu schmerzen. Dafür gibt es vier simple Ursachen.

1. Schiefer Haarkanal

Die Ursache für eingewachsene Haare im Intimbereich ist meistens ein schiefer Haarkanal. Aber was genau ist das?

1. Locken

Lockenköpfe und Frauen mit hartem dunklem Haarwuchs haben generell größere Probleme mit eingewachsenen Haaren. Mit blondem weichen Flaum hast du diese Probleme weniger. Das liegt daran, dass deine Locken sich unter der Haut bereits anfangen zu kringeln. Sie kommen also gar nicht erst aus der Haut raus. 

2. Scharfe Haare

Bist du gerade frisch rasiert, haben deine Haare eine scharfe Kante, die sich ganz einfach in deine Haut bohren können und dort ihr Unwesen treiben. Gerade wenn du zusätzlich noch Locken hast, ist das nach dem Rasieren ganz normal. Sie wachsen einfach unter den ersten Hautpartien weiter und sorgen für Entzündungen. Vielleicht denkst du mal darüber nach, dich zu epilieren statt zu rasieren. Das lässt deine Intim- und Beinhaare viel weicher zurück.

Frau in der Badewanne
Nach dem Rasieren oder beim Epilieren passiert es oft, dass deine Haare einwachsen.

Einen Epilierer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es hier.

3. Hautschuppen

Deine Haut bildet sich stetig neu. Während sie das tut, fallen alte Schuppen ab, bleiben aber an Ort und Stelle kleben. Wenn nun ein Haar versucht, sich den Weg nach draußen zu bahnen, wird es von den klebenden Schuppen in eine andere Richtung gelenkt und wächst ein. 

4. Empfindliche Haut

Gerade empfindliche Hautstellen sind sehr viel anfälliger für eingewachsene Haare. Deswegen hast du wahrscheinlich öfter im Intimbereich die eitrigen Pickelchen als an den Knien. Wir haben auch die besten Tipps für strahlende Haut für dich!

Haare unter den Armen. Frau im Bett
Die beste Möglichkeit eingewachsenen Haaren vorzubeugen ist: einfach wachsen lassen.

Eingewachsene Haaren im Intimbereich vorbeugen

Entzündungen rund um die Vulva sind sowasvon normal und kein Grund sich zu schämen. Das sollte dir klar sein, wenn du deinen Pickelchen den Kampf ansagst. Selbst die heißeste Pornodarstellerin hat solche Pickelchen von Zeit zu Zeit. Wenn sie dich aber wirklich nerven, dann gibtes einige Wege, wie du sie bekämpfen kannst. Doch es gibt einige Tipps und Tricks, wie du eingewachsenen Härchen an Beinen und Intimbereich vorbeugen kannst.

1. Waxing

Durch das Rasieren wird die Haut gestresst und führt deshalb zu eingewachsenen Haaren. Um dem vorzubeugen lohnt sich besonders für den Intimbereich das Waxing. Das Waxing verhindert nicht nur eingewachsene Haare, sondern verbessert auch dein Hautbild.

2. Peelen

Bevor du mit der Haarentfernung loslegst, solltest du dich einmal von oben bis unten mit einem Peeling abrubbeln. Das befreit sich von allen überflüssigen Hautschuppen und lässt deine Haare sich voll und ganz entfalten.

Aber nimm lieber nicht das mikroplastikverseuchte Peeling vom Discounter. Wir haben hier eine wunderbare Methode für dich, wie du deine Kosmetik und deine Peelings selber herstellen kannst.

3. Cremen

Wer dickes scharfes Haar hat, der sollte es hegen und pflegen. Feuchtigkeitslotions machen deine Haare weicher und geschmeidiger. Sie können nicht mehr so einfach in deine Haut eindringen und dort Unruhe stiften. Wie wäre es mit ein wenig Arganöl oder auch Jojobaöl, um deinen Hautproblemen Abhilfe zu schaffen?

Was eine Creme generell alles draufhaben sollte, erfährst du hier.

Billie/PR
Schamhaare offen zeigen? Go for it! Körperhaare sind völlig natürlich und müssen nicht entfernt werden. Foto: Ballie/PR

4. Lasern

Wer sichergehen möchte, der sollte über eine dauerhafte Haarentfernung nachdenken. In mehreren mehrstündigen Sessions werden dir hier die Haare nach und nach entfernt, bis sie nicht mehr wiederkommen. Ein teurer Spaß, der sich aber wirklich lohnt.

5. Ärztliche Hilfe

Wenn du mit dem Zupfen nicht mehr hinterherkommst und deine eingewachsenen Haare im Intimbereich und an den Beinen einfach zu tief wachsen, ist es Zeit, eine:n Ärzt:in aufzusuchen. Die Haare können sich nämlich in einen Abszess verwandeln und das kann sogar gefährlich werden. 

Auch wenn es dir schwerfällt: Versuche nicht, dir die Haare selbst herauszuoperieren und dich danach selbst zu verarzten. Du reißt dir die Haut auf und begünstigst so noch mehr Entzündungen. Ärzt:innen nimmt eine sterile Nadel oder sogar ein Skalpell zur Hand und hinterlaseen dabei viel weniger Schaden als du.

6. Eingewachsene Haare vermeiden indem du sie wachsen lässt

Wer hat eigentlich gesagt, dass wir unbedingt glattrasiert sein müssen? Waren wir das selbst oder hat uns das vielleicht die Gesellschaft eingetrichtert? Viele Frauen entscheiden sich heutzutage dazu, die Haare an den Beinen, an der Vulva und unter den Achseln einfach wachsen zu lassen. Und siehe da: Viel weniger eingewachsene Haare! 

Vielleicht probierst du diese Methode auch aus: Lies hier alles über den Movember, den No-Shaving-November.

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