Besonders in Großbritannien ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch. Der Inzidenzwert liegt im Vereinigten Königreich mittlerweile wieder über 100 und auch Israel hat nach der erfolgreichen Impfkampagne mit der Variante zu kämpfen. Ist die Delta-Variante des Coronavirus nun auch in Deutschland angekommen?

Delta-Variante: München und Hessen besonders betroffen

In ganz Deutschland hat die Delta-Variante lediglich einen Anteil von 6,2 Prozent erreicht. Bei einer Pressekonferenz gab der hessische Gesundheitsminister Kai Klose für Hessen jedoch weit höhere Zahlen bekannt, so liegen die Corona-Neuinfektionen mit der Delta-Variante bei mehr als 20 Prozent. In München sogar bei 25 Prozent, wie die Apotheken-Umschau berichtet.

Dabei bezieht sich das Gesundheitsmagazin auf „aktuelle Laborauswertungen im Raum München”. Demnach wurden vergangene Woche in 24,6 Prozent der Proben die in Indien entdeckte Delta-Variante nachgewiesen. In der Woche davor lag der Anteil noch bei 11 Prozent, was darauf schließen lässt, dass sich der Anteil jede Woche verdoppelt.

Bayern stoppt weitere Lockerungen

In Hinblick auf das rasante Wachstum in München gibt es keine weiteren Lockerungsschritte in Bayern. Der Staatskanzleichef Florian Herrmann mahnte am Dienstag weiterhin zur Vorsicht. Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Herrmann in der Kabinettssitzung in München.

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Florian Herrmann mahnt bei der Kabinettssitzung zu Vorsicht. Credit: IMAGO/ Rolf Poss

„Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte. Die Delta-Variante sei problematisch und produziere Sorgenfalten, auch mit Blick auf andere Länder, etwa Großbritannien, Israel oder Portugal, so Herrmann.

Ebenfalls teilte Hermann mit, dass sich die Corona-Variante insgesamt aber erfreulich entwickelt habe. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag erstmals seit Monaten unter 10. Auch die Belegung der Intensivbetten entwickele sich positiv.