Die Sonne scheint, Menschen gehen shoppen und gönnen sich einen eiskalten Aperol Spritz in einer Bar … Man könnte fast meinen, die Pandemie wäre überstanden. Ist sie aber nicht. Das zeigen unter anderem Zahlen aus Großbritannien. Hier sind zwar schon ca. 44 % der Bevölkerung geimpft, doch die Delta-Variante sorgt für eine anhaltend hohe Inzidenz. Forscher:innen haben zudem herausgefunden, dass die Mutante ähnliche Symptome wie beim Heuschnupfen aufweist.

Die Delta-Variante verzögert das Ende der Pandemie

Trotz der relativ hohen Impfquote im Vereinigten Königreich liegt die 7-Tage-Inzidenz hier bei 75,1. Der Grund? In Großbritannien macht die Delta-Variante des Virus bereits 90 % der Fälle aus.

Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit ca. 26 % der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Die 7-Tage-Inzidenz liegt hier bei 15,5.Doch bevor die Freude über diese Zahlen zu groß wird: Das, was derzeit in Großbritannien passiert, kann auch Deutschland blühen.

Die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante setzt sich hartnäckig durch – und weist dabei zum Teil völlig andere Symptome auf. Das konnten jetzt britische Forscher:innen feststellen, welche die Daten der Corona-App auswerteten.

Dieses Symptom fällt bei der Mutante teils völlig weg

In der App konnten Patient:innen ihre typischen Symptome hinterlegen: Bisher waren so vor allem Anzeichen wie Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle bekannt, die auf das Corona-Virus hindeuteten.

Tim Spector leitet die Zoe Covid Symptoms-Studie am King’s College in London und gibt gegenüber dem BBC an: „Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor.

Riesig sind die Unterschiede nicht, aber dennoch ernst zu nehmen: Denn ein besonders prägnantes Anzeichen war der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns und der kommt nun sehr viel seltener vor. Wer sich mit der neuartigen Delta-Variante ansteckt, könnte diese so leichter als einfache Erkältung oder gar als Heuschnupfen abtun. Spector ruft daher dazu auf, auch weiterhin an regelmäßigen Corona-Tests festzuhalten.

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