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Grundsteuer nicht bezahlt? So teuer kann es für dich werden

Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt, muss Grundsteuer entrichten. Wer die Frist verpasst hat, muss einen Zuschlag zahlen.Wie hoch dieser ausfällt, erfährst du hier.

© IMAGO / Christian Ohde

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In Deutschland verlangt jede Stadt und Gemeinde von Grundbesitzer:innen die sogenannte Grundsteuer. Konkret bedeutet dies: Jede:r, der ein Grundstück, ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung besitzt, muss diese Abgabe tätigen. Doch was passiert, wenn man die Zahlung vergisst? Mit welchen Konsequenzen muss man rechnen und wie lange hat die Kommune Anspruch auf die Grundsteuer? Wir haben die Antwort auf all die Fragen.

Was passiert, wenn man die Grundsteuer nicht zahlt?

Bevor wir auf die Frage eingehen, eine Information vorab: Die Grundsteuer wird üblicherweise in vierteljährlichen Raten gezahlt – und zwar am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November, wie merkur.de berichtet. Wer die Zahlung verschwitzt, muss einen Säumniszuschlag zahlen (§ 240 AO). Dieser beträgt 1 Prozent des Grundsteuerbetrags, den du deiner Stadt oder Gemeinde schuldest. Der hieraus resultierende Betrag wird dabei auf den nächsten durch 50 teilbaren Betrag abgerundet.

Klingt auf den ersten Blick ziemlich kompliziert. Damit das Ganze greifbarer ist, haben wir ein Beispiel vorbereitet: Nehmen wir an, du hättest am 15. Februar 320 Euro Grundsteuer bezahlen müssen. Stattdessen kommt das Geld aber erst Ende Februar bei der Kommune oder der Stadt an. Dein Säumniszuschlag beträgt dann 1 Prozent von 300 Euro (abgerundet) – dementsprechend 3 Euro.

Grundsteuerzahlung in Verzug? Zunächst kommt er zur Mahnung

Wenn du vergessen hast, die Grundsteuer zu zahlen, erhält du im ersten Schritt eine Mahnung von deiner Gemeinde zugeschickt, in der du aufgefordert wirst, den fälligen Betrag zuzüglich des Säumniszuschlags innerhalb von zwei Wochen zu zahlen. Dieser Aufforderung solltest du schnell wie möglich nachkommen. Denn wenn du den Betrag innerhalb der zwei Wochen nicht begleichst, droht im nächsten Schritt die Zwangsvollstreckung.

Gegen diese kannst du natürlich Widerspruch einlegen, doch wenn wir ehrlich sind, sind die Erfolgsaussichten hierbei sehr gering. Stattdessen solltest du bei deiner Gemeinde vorsorglich lieber einen Antrag stellen, dass diese die zuzahlende Grundsteuer für einen bestimmten Zeitraum stundet.

Wann verjährt die Grundsteuer?

Im Allgemeinem gilt: Steueransprüche der Gemeinde gegen den Steuerpflichtigen verjähren nach fünf Jahren (§ 228 AO). Dabei beginnt die Verjährungsfrist mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem der Anspruch entstanden ist. Konkret bedeutet dies: Wenn deine Grundsteuer am 15. November 2022 fällig war, so endet die Verjährungsfrist der Grundsteuer am 1. Januar 2028.

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