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Glatte Beine durch Einreiben mit Urin?

Glatte Beine kann theoretisch jeder haben. Wir wissen, was Urin damit zutun hat und kennen 6 Tipps für Beine ohne Stoppeln.

beine rasieren badewanne rasieren
© Getty Images / Guido Mieth

Energie sparen mit Non-bathing? Ein Trend mit Zukunft?

"Non-bathing" liegt momentan voll im Trend und soll nicht nur gut für die Haut sein, sondern auch Geld sparen. Doch ist das "Nicht-baden" wirklich sinnvoll?

Es gibt Menschen, die schon lange aufgehört haben, sich wöchentlich die Haut zu rasieren. Andere hingegen pflegen die Gewohnheit, dies regelmäßig zu tun, da sie glatte Beine lieben. Die Geschmeidigkeit und Glätte des Endergebnisses hängt jedoch auch von der richtigen Technik und den geeigneten Inhaltsstoffen ab. In diesem Beitrag erfährst du, welche Rolle Urin bei der Erreichung glatter Beine spielt und ob seine Anwendung tatsächlich empfehlenswert ist.

Eincremen
Glatte Beine verlangen außerdem nach jeder Menge Feuchtigkeit und Pflege. Foto: shutterstock/ Bogdan Sonjachnyj /

Urin und insbesondere das darin enthaltene Urea (Harnstoff) wurden in der Vergangenheit für verschiedene gesundheitliche und kosmetische Zwecke verwendet. Urea ist in verschiedenen Konzentrationen in Hautpflegeprodukten verfügbar. Für die allgemeine Pflege nach dem Rasieren sind in der Regel Produkte mit einer niedrigeren Konzentration an Urea ausreichend. Bei extrem trockener oder gereizter Haut können jedoch Produkte mit einer höheren Konzentration an Urea sinnvoll sein. Wie bei allen Hautpflegeprodukten ist es ratsam, bei Unklarheiten oder Hautproblemen einen Dermatologen oder Hautpflegeexperten zu konsultieren.

Urea in Urin

Urea ist tatsächlich eine der Hauptkomponenten des menschlichen Urins. Es ist eine organische Verbindung, die vom Körper produziert wird, um überschüssigen Stickstoff auszuscheiden. In der Hautpflegeindustrie wird Urea in synthetischer Form in Cremes und Lotionen verwendet. Allerdings ist dieses Urea meist synthetisch hergestellt.

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Verwendung von Urin für Hautpflege

Die Idee, Urin für Hautpflegezwecke zu verwenden, wird als Urotherapie bezeichnet. Einige Befürworter der Urotherapie behaupten, dass das Einreiben der Haut mit eigenem Urin zu einer Verbesserung des Hautbildes führen kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es für diese Behauptungen nur wenige wissenschaftliche Belege gibt, und die meisten Dermatologen und medizinischen Fachleute empfehlen solche Praktiken nicht.

Risiken und Bedenken für Urin in der Hautpflege

Es gibt mehrere Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Urin als Hautpflegemittel. Erstens enthält Urin neben Urea auch andere Stoffe wie Salze, Mineralien und Abfallprodukte, die möglicherweise irritierend für die Haut sein können. Zweitens ist die Konzentration von Urea im Urin nicht kontrolliert und kann variieren, was es schwierig macht, die potenziellen Auswirkungen auf die Haut vorherzusagen. Drittens gibt es hygienische Bedenken. Urin ist nicht steril, und das Auftragen auf die Haut kann das Risiko von Infektionen erhöhen, besonders wenn es Wunden oder offene Stellen gibt.

Beachte diese 5 Schritte für glatte Beine

Beine rasieren ist kein Hexenwerk? Wer sich schon mal tief ins Knie geschnitten, Rasierpickelchen entwickelt oder Stoppeln übersehen hat, wird das anders sehen. Doch damit ist jetzt Schluss. Die folgenden fünf Tipps machen dich zum Profi in Sachen Beinrasur:

Schritt 1: Einweichen und peelen

Bevor die störenden Härchen entfernt werden, sollte die Beinhaut richtig vorbereitet werden. Vor der Rasur ist es daher empfehlenswert, die Haut für etwa 15 Minuten im warmen Wasser einzuweichen. Das sorgt dafür, dass die Poren sich öffnen und die Haare weicher werden, wodurch das Rasieren etwas angenehmer ist.

Regelmäßige Peelings können langfristig für eine schönere Haut sorgen. Bevor die Klinge also zum Einsatz kommt, sollten die Beine mit einem Peeling bearbeitet werden. Aus Olivenöl, Honig und Zucker kann man selbst eine Paste herstellen und sie über die angefeuchtete Haut reiben.

In der Drogerie gibt es aber auch zahlreiche Produkte, die sich wunderbar eignen, um abgestorbene Hautschüppchen loszuwerden. Eine Alternative zum körnigen Peeling ist das Säurepeeling mit Glykol- oder Milchsäure. Flüssige Säurepeelings können zudem bei eingewachsenen Härchen helfen, roten Pickelchen vorbeugen und sind für empfindliche Haut geeignet.

Schritt 2: Die richtige Wassertemperatur

Nicht eiskalt, nicht brütend heiß. Vor der Haarentfernung mit einem Rasierer empfiehlt es sich, die Beine mit warmem, nicht heißem Wasser nass zu machen. Die warmen Wassertemperaturen sorgen dafür, dass die Poren der Haut sich öffnen und die Rasur dadurch angenehmer und effektiver ist.

Zu heißes Wasser verschließt die Poren und kann einen Rasurbrand begünstigen. Zu kalt sollte das Wasser jedoch auch nicht sein, da Gänsehaut eine Rasur erschwert und Verletzungen begünstigt.

Beine rasieren
Wähle das Wasser weder zu warm noch zu kalt, um eine optimale Rasur zu ermöglichen. Foto: shutterstock/ Tetiana Ch /

Schritt 3: Rasierschaum

Trocken oder nur mit Wasser zu rasieren kann die sogenannte Erdbeerhaut begünstigen, die sich wie ein Ausschlag als kleine Pünktchen auf der Beinhaut zeigt. Rasierschaum ist daher ideal, damit der Rasierer problemlos über die Haut gleiten kann. Außerdem sollte man nie zu viel Schaum benutzen, da sonst die Klinge verstopfen kann. In Drogeriemärkten finden sich allerlei Rasierschaum-Sorten, für empfindliche Haut eignen sich Sensitiv-Versionen und Schäume ohne Duftstoffe.

Sollte mal kein Rasierschaum verfügbar sein, lässt sich alternativ Haarspülung zum Rasieren verwenden. Sie sorgt nicht nur für weiche Haare, sondern auch dafür, dass die Klinge gut über das Bein gleiten kann.

Schritt 4: Die richtige Technik

Schritt für Schritt: Die Beine haben viel Fläche und sollten nicht mit einer Linie vom Knöchel bis zum Knie rasiert werden. So kann man leicht Haare auslassen und muss im Nachhinein erneut ran. Besser ist es, sich in kleinen Abschnitten nach oben zu arbeiten und den Rasierer zwischendurch immer kurz mit lauwarmem Wasser abzuwaschen.

An den Beinen sollte zudem stets gegen die Haarwuchsrichtung rasiert werden. Also von unten nach oben. So können Stoppeln vermieden werden, die Härchen können sich heben und anschließend ohne viel Aufwand entfernt werden.

Schritt 5: Die Pflege danach

Für den perfekten Look ist eine gute Hautpflege unumgänglich, denn wer hat schon gerne sichtbar trockene Haut? Damit das glatte Gefühl auch erst einmal bleibt, sollten die Beine unmittelbar nach der Rasur mit einem Handtuch vorsichtig trocken getupft werden. Nicht rubbeln oder reiben, denn das reizt die Haut unnötig!

Danach sollten die Beine mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Wer zu trockener Haut neigt, kann zu reichhaltigeren Cremes greifen. Ein besonders bewährter Wirkstoff ist Urea. Er bindet das Wasser und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Anschließend die Sonnencreme nicht vergessen, denn gerade nach Säurepeelings ist die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlen. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. Ein toller Nebeneffekt: Sonnenschutz beugt sichtbare Hautalterung vor.

Glatte Beine können, aber müssen nicht

Beim Lesen dieser ganzen Tipps für glatte Beine atmest du bereits schwerer, weil du keine Lust hast, diesen Aufwand zu betrieben und deine wertvolle Zeit für diese Beautyroutine zu opfern? Völlig verständlich. Daher lass dir gesagt sein, dass der Rasierer ruhig liegen bleiben darf. Körperhaare sind völlig natürlich und müssen nicht entfernt werden. Setzt du den Rasierer an, solltest du das allein tun, weil du es möchtest.