Bewerbungsgespräche sind zum Teil nervenaufreibender als Prüfungen in der Schule oder an der Uni. Denn hier kann man sich nie ganz sicher sein, was einen erwartet. Improvisation wird hier zur Königsklasse. Ganz so stimmt das allerdings nicht. Einiges kann und sollte man nämlich in jedem Fall vorbereiten: die Fragen am Ende zum Beispiel, die man selbst an das Unternehmen hat. Wir zeigen dir fünf Fragen, mit denen du jede:n Personaler:in vom Hocker haust.

In dieser Podcastfolge geben Mona & Lisa ihre liebsten Businesstipps zum Besten.

Bewerbungsgespräche – die Büchse der Pandora

Vor Bewerbungsgesprächen überfällt mich jedes Mal ein Wechselbad an Gefühlen: Ich schwanke zwischen überfürsorglicher Recherche über das Unternehmen und dem Wissen, dass ich am Ende doch auf meine Improvisationskünste angewiesen bin. Wenn ich bisher eines auf dem Jobmarkt gelernt habe, dann, dass kein Bewerbungsgespräch dem anderen gleicht. Mal hat sich die saubere Recherche ausgezahlt, mal hätte ich sie mir komplett sparen können.

Dennoch lasse ich es mir vor keinem Jobinterview nehmen, mich für alle Eventualitäten zu wappnen. Ich arbeite an meiner Körpersprache, übe einen Pitch ein, warum ich die beste für diese Stelle wäre und schreibe mir mögliche Fragen auf, die mich erwarten könnten. Was ich dabei immer im Blick habe? Die Fragen am Ende eines jeden Bewerbungsgesprächs, die nicht mir gestellt werden, sondern die ich stellen darf!

Frau Schreibtisch
Du willst einen neuen Job ergattern? Dann setze unbedingt auf die Fragen am Ende! Foto: IMAGO / Addictive Stock Credit: IMAGO / Addictive Stock

Einer der größten Fehler ist es, nicht mindestens drei Fragen vorzubereiten. Denn hiermit zeigt man nicht nur, dass man perfekt vorbereitet ist und wirklich Interesse an der Stelle hat. Auch entgeht einem sonst die Möglichkeit, selbst wichtige Einblicke zu gewinnen.

Ich frage beispielsweise gerne, wie die Arbeitsatmosphäre in meinem Team ist. Und diese Frage empfehle ich auch allen anderen, die bereits an toxischen Arbeitsplätzen gearbeitet haben. Das kleinste Zögern bei dieser Frage würde mich bereits skeptisch gegenüber dem Unternehmen stimmen.

TikTokerin gibt wertvolle Businesstipps

Allerdings gibt es noch zahlreiche andere Fragen, die man am Ende eines Bewerbungsgesprächs stellen sollte – übrigens auch proaktiv, also wenn man nicht danach gefragt wird. Die TikTokerin @shadezahrai gibt auf ihrem Kanal wertvolle Businesstipps. Unter anderem haben wir von ihr bereits gelernt, wie man im Job Nein sagen kann und was gegen Konzentrationsprobleme hilft.

In diesem Video gibt Shadé ihre Tipps für die fünf Fragen am Ende.

In einem ihrer jüngsten Videos, das mittlerweile über 156.000 Mal geklickt wurde, gibt sie fünf Fragen zum Besten, die man für ein gelungenes Bewerbungsgespräch parat haben sollte…

  1. Wie verläuft ein typischer Tag in meiner Position? Mit dieser Frage bekommt man einen realistischen Eindruck von einem normalen Arbeitstag, kann den Workload besser abschätzen und erfährt beispielsweise viel über die Meeting- und Pausenkultur des Unternehmens.
  2. Warum sind Sie in diesem Unternehmen und was hält Sie hier? Stellt man dem Chef oder der Chefin diese Frage, wird schnell klar, wie viel Passion und Vision dahintersteckt. Man zeigt außerdem, wie wichtig einem selbst der Fit in ein Unternehmen ist.
  3. Wie wirken sich kürzliche Firmenentwicklungen auf die Unternehmenskultur aus? Gab es kürzlich Berichte über die Firma in der Presse? Dann kannst du auch Fragen dazu stellen, was das für Auswirkungen auf deine jetzige Stelle haben könnte. Das zeigt, dass du dich gut informiert hast.
  4. Wo sehen Sie das Unternehmen in 5 Jahren? Mit dieser Frage stellst du sicher, dass das Unternehmen eine Zukunft hat. Diese Frage ist vor allem bei Start-ups interessant, da diese oft eine kurze Verweildauer haben, bis sie verkaufen.
  5. Winning Question laut Shadé: Kam im Laufe des Gesprächs etwas auf, dass mich unpassend für die Stelle wirken ließ? Diese Frage ist entwaffnend. Denn sobald du eine Antwort erhältst, kannst du direkt gegen die Bedenken argumentieren. Außerdem fährst du so nicht mit dem nagenden Gefühl nach Hause, wie das Gespräch gelaufen ist.

Auch das Unternehmen muss sich im Bewerbungsgespräch beweisen

Eines solltest du während deiner Aufregung vor einem Bewerbungsgespräch nicht vergessen: Nicht nur du solltest zu dem Unternehmen passen, auch das Unternehmen sollte zu dir passen. Nutze die Fragen am Ende also auch für dich, um zu sehen, ob das wirklich dein Traumjob ist!

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