„Für mich bitte keinen Alkohol, ich faste“ – sicher kommt dir dieser Satz bekannt vor. Denn viele nutzen die Fastenzeit, um 40 Tage lang auf Alkohol, Süßes, Kaffee oder Fleisch zu verzichten. Oder eben auf ganz andere Dinge. Ab dem 17. Februar ist es wieder soweit. 

Falls du dem ganzen noch nicht so viel abgewinnen kannst oder noch auf der Suche nach einem geeigneten Fastenplan bist. Dann findest du hier genügend Inspiration.

Fastenplan: Warum überhaupt fasten?

Bei den Christen wird genau 40 Tage lang gefastet, nämlich von Aschermittwoch bis Ostermontag. Auch Jesus war 40 Tage lang in der Wüste und fastete dort. Er wurde dabei vom Heiligen Geist begleitet und musste seinen Glauben unter Beweis stellen, indem er verschiedenen Versuchungen widerstehen musste.

Frau, Kaffee to go
Fastenplan: Wenn du einen Fastenplan erstellst, dann hältst du genau fest, worauf du verzichten willst. Meist sind es Süßigkeiten, Alkohol oder Kaffee.(Photo: VITTA GALLERY/imago images/Westend61)

Fasten bedeutet somit, eine Zeit lang auf gewisse Dinge zu verzichten. Zum Beispiel auf Alkohol, Fleisch oder auch auf Süßigkeiten. Der Verzicht dieser Lebensmittel soll dazu führen, dass man mehr Zeit und Raum für Meditation oder Gebete findet.

Fasten heißt mit Mustern brechen

Außerdem geht es darum, alte Muster zu durchbrechen, Ordnung mit sich selber zu schaffen und den Körper und die Seele zu reinigen. Der Konsumverzicht in dieser Zeit stärkt die Disziplin und das Körperbewusstsein.

In diesem Jahr dauert die Fastenzeit vom 17. Februar bis zum 03. April 2021. Das sind genau 40 tage bzw. sechs Wochen, in denen man ruhig auf etwas wie Softdrinks, Plastik, Fleisch, Verpackungen oder das Handy verzichten kann.

Dabei ist es nicht wichtig, welchen Stellenwert dein Verzicht bei anderen hat, sondern nur, wie schwer es dir selbst fällt, darauf zu verzichten. Je schwerer es dir fällt, desto mehr Potenzial hat es für die Fastenzeit.

Redaktionstipp: Um nicht den Überblick zu verlieren, solltest du dir einen Fastenplan schreiben. In diesem legst du genau fest, was du Fasten willst, was nicht dazu gehört und bis wann dein Verzicht andauert. Wenn du dir noch nicht sicher bist, worauf du verzichten könntest, dann kommt hier etwas Inspiration.

1. Fastenplan: Medienfreie Fastenzeit

In der heutigen Zeit ist es kaum vorstellbar, auf Medien zu verzichten – und nicht selten bist du sogar aus beruflichen Gründen auf sie angewiesen. Dennoch könntest du auf deine geliebten Serien am Abend oder den Fernseher verzichten. 

Es sollte zwar nicht etwas sein, dass dich in Schwierigkeiten bringt, aber es sollte für dich schon eine Herausforderung sein.

2. Fastenplan: Social-Media-Verzicht

Wie oft scrollst du durch Instagram & Co. und fühlst dich danach nicht gerade besser als vorher. Denn Fake-Instagram-Fotos beeinflussen uns. Gerade deshalb ist die Fastenzeit der perfekte Zeitpunkt für ein bisschen Digital Detox. Verzichte sechs Wochen lang auf Instagram, Facebook, Twitter, TikTok oder Snapchat. Du wirst dich wundern, wie wenig es dir fehlen wird.

3. Fastenplan: Wasser Fasten

Statt Brause, Alkohol und literweise Kaffee zu trinken, könntest du die nächsten Wochen zum Wasser greifen. 

Paar, Wasser
Deinem Körper wird es guttun, wenn du eine Zeitlang auf süße Getränke verzichtest.(Photo: Sara Monika/Imagoimages/Westend61)

Wenn du ausschließlich Wasser trinkst, dann wird nach der Fastenzeit ein kaltes Bier umso besser schmecken und dich der Kaffee auch endlich mal wieder richtig wach machen. In deinem Fastenplan kannst du außerdem festhalten wie viel Wasser du täglich trinken willst. Denn es wird empfohlen mindestens 1,5 Liter pro Tag zu trinken.

Redaktionstipp: Wenn dir der Geschmack in deinem Wasser fehlt, dann kannst du ein wenig variieren. Denn ob Gurkenwasser, Wasser mit Zitrone oder Honig-Zimt-Wasser, du bleibst deinem Ziel treu und verzichtest auf Softdrinks & Co. – aber eben mit Geschmack.

4. Fastenplan: Verpackungs-Fasten

Eine spannende Idee kam im letzten Jahr von der Deutschen Umwelthilfe: Sie rief unter dem Hashtag #Verpackungsfasten dazu auf, während der Fastenzeit Verpackungsmüll zu vermeiden. Da wir die Idee großartig finden, sollte sie auch in diesem Jahr thematisiert werden.

Dazu gehören:

  • Einwegflaschen,
  • Wegwerf-Kaffeekapseln,
  • in Plastik verpackten Gurken und Bananen,
  • Coffee-to-go-Bechern,
  • Plastikboxen und Co.!

Du wirst merken: Plastik lässt sich ganz leicht vermeiden.

5. Fastenplan: Fleischverzicht

Fleisch ist bei vielen noch immer fest im Speiseplan integriert. Es lässt sich jedoch erkennen, dass immer mehr Menschen weniger Fleisch essen und stattdessen auf Ersatzprodukte zurückgreifen. Denn ob Hähnchen, Hack oder Aufschnitt, du findest für jedes Produkt eine fleischlose Alternative. Und wer weiß, vielleicht fehlt dir das Fleisch am Ende weniger als zuvor vermutet.

Fazit: Ein Fastenplan für dich & die Umwelt

Obwohl Fasten eigentlich seinen Ursprung in der Religion hat, wird es gleichzeitig auch dir und der Umwelt guttun. Da es nicht immer leicht ist, auf die Dinge zu verzichten, die dir am liebsten sind, solltest du einen Fastenplan aufstellen. Indem du festhältst, was du genau fastest und wie lange. Du wirst merken, dass es dir mit der Zeit immer leichter fallen wird. Und eines können wir dir versprechen: Wenn du sechs Wochen lang darauf verzichtet hast, dann wirst du danach verdammt stolz auf dich sein!

Ganz anderes Fasten: Hast du schon einmal etwas von Sex-Fasten gehört?