Ich denke viel und oft darüber nach, was meine Eltern gut und was sie schlecht in meiner Erziehung gemacht haben. Für eines bin ich ihnen jedes Mal aufs Neue dankbar: Das sie mich frech, laut und voller Selbstbewusstsein großgezogen haben. Denn von diesen Eigenschaften profitiere ich bis heute.
Expert:innen sind sich sicher, dass Selbstvertrauen bereits früh erlernt wird. Doch wie sollte die Kindererziehung dafür beschaffen sein? In diesem Artikel findest du sieben Tipps, um das Selbstvertrauen von Kindern zu stärken.

Kennst du schon den Wein & Weiber Podcast vom wmn-Magazin? In dieser Folge sprechen Mona & Lisa über mangelndes Selbstvertrauen & wie man es wiedererlangen kann.

7 Tipps, um das Selbstvertrauen von Kindern zu stärken

Wer möchte nicht gern, dass das eigene Kind nur so vor Selbstbewusstsein strotzt? Immerhin ist es auf diese Weise bestens für die Welt vorbereitet und kann sich in ihr behaupten. Um das Selbstvertrauen von Kindern zu stärken, bedarf es vor allem zweier Dinge: Zeit und Liebe. Was es außerdem braucht…

1. Sichere Räume

Um das Selbstvertrauen von Kindern zu stärken, muss man ihnen einen Raum dafür geben, ihre Gefühle zu ergründen. Man sollte ihnen bestenfalls das Gefühl geben, dass sie jederzeit sicher, also ohne Konsequenzen zu fürchten, ihren Emotionen Ausdruck verleihen können. Das gelingt, indem man sein Kind regelmäßig danach fragt, wie es ihm geht und was es denkt. Wichtig ist dann das richtige Zuhören und dass man sich auf die Gedankenwelt des Kindes einlässt.

2. Interesse zeigen

Es kann mitunter schwer sein, sich voll auf die Themen einzulassen, die Kinder bewegen. Gerade wer seinem Kind jedoch regelmäßig Wertschätzung entgegenbringt, indem er es beispielsweise fragt, was am Tag wichtig und schön war, stärkt das Selbstvertrauen des Kindes.

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Wer sich regelmäßig nach den Gefühlen & Gedanken des Kindes erkundigt, zeigt Interesse und Wertschätzung. Credit: imago images/Westend61

3. Regelmäßig loben

Neben regelmäßigen Nachfragen und der Wertschätzung ist es für die Stärkung des Selbstbewusstseins ebenso wichtig, das Kind regelmäßig zu loben. Allerdings sollte es sich um authentisches Lob handeln. Es sollte nur positives Verhalten oder Bemühungen hervorgehoben werden. Schulnoten sollten beim Loben zudem außen vor bleiben. Auf diese Weise kann man langfristig das Selbstvertrauen von Kindern stärken.

4. Neues ausprobieren

Was macht selbstbewusster als regelmäßig Erfolge verzeichnen zu können? Dafür muss man Kindern allerdings erlauben, sich öfter an neuen Dingen auszuprobieren. Scheitern Kinder zunächst an der Aufgabe, sollte man sie ermutigen, dranzubleiben und kleinste Erfolge loben.

Man sollte seine Kinder also regelmäßig ermutigen, Neues auszuprobieren. Außerdem sollte man sie wissen lassen, dass man immer da ist, um zu helfen. Doch sollte man sich als Elternteil eher im Hintergrund halten und das Kind machen lassen, bis es nach Hilfe fragt.

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Kinder brauchen immer neue Herausforderungen an denen sie wachsen können und die zu Erfolgen sowie zu einem gestärkten Selbstwert führen. Credit: imago images/Westend61

5. Liebe zeigen

An dem Satz „Kinder brauchen Liebe und eine warme Mahlzeit“ ist schon was dran. Vor allem, wer das Selbstvertrauen des Kindes stärken möchte, sollte dem Kind täglich Liebe zeigen. Ob durch ein „Ich hab dich lieb!“, eine Umarmung oder einen gemeinsamen Tanz. Wichtig dabei ist, dass diese Liebesbekundung nicht als Belohnung, sondern als Selbstverständlichkeit vom Kind verstanden wird.

Selbstvertrauen stärken bei Kindern bedeutet vor allem eines: da sein.

Wer seinem Kind Raum für Gefühle gibt, regelmäßig Wertschätzung, Interesse und Liebe ausdrückt und wer sein Kind zudem bestärkt, Neues auszuprobieren, tut bereits einiges dafür, dass das Kind selbstbewusst wird. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem die kleinen und die großen Erfolge mit dem Kind festhalten – und zwar in einem Dankbarkeitstagebuch. Hier können sie vor dem Einschlafen gemeinsam aufschreiben, worauf sie stolz und wofür sie dankbar sind. Das stärkt im Übrigen nicht nur das Selbstvertrauen von Kindern, sondern auch das von Erwachsenen.

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