Es ist schon ziemlich ungerecht. Da freut man sich, dass der Test endlich zwei Balken anzeigt und man sich auf ein Baby freuen darf – doch dann beginnen sie meistens schon: Die Schwangerschaftsbeschwerden. Vor allem in den ersten Monaten sind viele werdende Mütter oft müde und müssen sich zudem mit Übelkeit herumschlagen. Doch nach der kritischen Zeit der ersten zwölf Wochen können Frauen die Schwangerschaft doch genießen. Oder doch etwa nicht?! Wir haben uns bei Müttern einmal umgehört, was denn tatsächlich das Schlimmste für sie in den neun Monaten als Schwangere war. Die Antworten sind ziemlich überraschend …

Schwangerschaftsbeschwerden: Diese Symptome kommen auf häufigsten vor

Doch erstmal klären wir noch, warum es überhaupt so oft zu Schwangerschaftsbeschwerden kommt. Grund dafür ist, dass sich der Körper der Frau komplett darauf einstellt, ein neues Lebewesen zu versorgen. Die Folge: Der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und andere Organsysteme stellen sich auf die neue Situation ein. Und das kann eben zu jede Menge Begleiterscheinungen führen.

Diese sind nur einige davon:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Krampfadern
  • Hämorrhoiden
  • Hautunreinheiten
  • Geschwollene Beine
  • Kurzatmigkeit
  • Schwindel und Kreislaufprobleme
  • Inkontinenz
  • Haarausfall
  • Schwangerschaftsstreifen
  • Rückenschmerzen
  • Wadenkrämpfe

Oftmals klingen diese Schwangerschaftsbeschwerden im Laufe der Monate wieder ab. Doch natürlich wird der Bauch mit Fortschreiten der Gravidität immer großer und damit nimmt auch das Unwohlsein zu. Doch das ist nicht unbedingt das, was die von uns befragten Frauen am schlimmsten fanden.

Sechs Frauen nehmen in Sachen Schwangerschaftsbeschwerden kein Blatt vor den Mund

Tatsächlich ist eine Schwangerschaft nicht für alle Frauen ein Zustand, den sie besonders lange aushalten können. Denn nicht jede Schwangere hat den so oft beschriebenen Baby-Glow und fühlt sich “so wohl wie noch nie” in ihrer Haut.

Oft plagen die Frauen Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Rückenschmerzen, Kurzatmigkeit oder sogar Krampfadern. Doch das ist nicht alles. Manchmal können auch äußere Einflüsse dazu führen, die Schwangerschaft nicht ausschließlich schön zu finden. Wir haben sechs Frauen befragt, was sie an ihren anderen Umständen nicht mochten …

Hannah, 27: „Meine Ärztin hat mir unnötig Angst gemacht.“

„… dass mir von Außen so viel Angst gemacht wurde. Ich bin leider bei einer Ärztin gelandet, die mir permanent ein schlechtes Gewissen einreden wollte, wenn ich nicht diese und jene Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme. Dann wäre ich laut ihrer Meinung selbst Schuld, wenn das Kind Allergien oder andere Krankheiten bekäme.

Ich war so unbefangen an die Schwangerschaft herangegangen, doch dieses Erlebnis hat mir die Vorfreude ein wenig genommen. Ich hab dann die Ärztin gewechselt und konnte den Rest der Zeit genießen und habe ein kerngesundes Baby geboren – ganz ohne unnötige Tabletten.“

Anja, 32: „Kein rohes Fleisch essen zu dürfen war hart!“

„… dass ich so sehr aufs Essen achten musste – und das, obwohl ich Essen doch so liebe. Gerade auf Salami, Schinken & Co. hatte ich mega Lust, durfte aber wegen der Toxoplasmose-Gefahr kein rohes Fleisch zu mir nehmen.

Nach der Geburt war mein sehnlichster Wunsch ne Salami-Stulle. Hätte ich mir vor der Schwangerschaft auch nicht träumen lassen.“

Maskne, Frau Spiegel, Haut
In der Schwangerschaft kann sich das Hautbild verbessern und verschlechtern. Credit: Pexels/Andrea Piacquadio

Carla, 36: „Ich sah wieder so aus wie in der Pubertät.“

“… dass mein Körper wegen der Hormone komplett durchgedreht ist. Meine App erzählte mir irgendwas von ‚Vollem Haar und praller Haut‘, aber mein Spiegelbild zeigte mir das komplette Gegenteil.

Ich sah wieder aus wie in der Pubertät und fühlte mich überhaupt nicht wie ich selbst. Von wegen “noch nie so weiblich gefühlt”, wie es oft heißt! Zum Glück ging dieses Gefühl mit der Geburt wieder weg.

Melli, 42: „Ich war ständig müde!“

“… dass ich am Anfang so krass müde war. Ich konnte mich wirklich kaum auf den Beinen halten, bin ständig weggenickt. Dazu kam, dass es ja in den ersten drei Monaten keiner wissen sollte und ich aber schon einen sehr auffällig großen Bauch hatte. Das waren definitiv die schlimmsten Schwangerschaftsbeschwerden.

An viel mehr kann ich mich glücklicherweise nicht erinnern. Die Schwangerschaftsdemenz lässt grüßen!

Jutta, 51: „Nicht mehr auf dem Bauch schlafen zu können.“

“…dass ich nicht mehr auf dem Bauch schlafen konnte. Ich habe mir nichts sehnlicher gewünscht als eine Lochmatratze, um meinen dicken Babybauch da durchstecken zu können.

Ich habe es immer wieder versucht mich auf den Bauch zu rollen, aber mir ist dann immer direkt die Luft weggeblieben.”

Conny, 54: „Mein Mann wollte kein Kind!“

“…dass mein Mann kein Kind wollte. Ich habe es trotzdem bekommen und heute bin ich sehr glücklich darüber.

Doch während der Schwangerschaft hat mir die Unterstützung und die gemeinsame Freude aus das erste gemeinsame Kind gefehlt.”

Fazit: Manchmal nerven nicht nur die Schwangerschaftsbeschwerden

Wie du siehst, gibt es viele Dinge, die sich auf die Schwangerschaft auswirken. Zu den klassischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit können werdende Mütter auch z.B. von Personen dazu gebracht werden, die besonderen Monate nicht genießen zu können. Manchmal fühlen sich Frauen auch einfach generell nicht wohl in ihrem Körper, wenn sie schwanger sind. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Schwangeren, die so empfinden, schlechte Mütter oder ihr Baby weniger lieben werden. Und es bedeutet noch weniger, dass sie nicht dankbar dafür sind, schwanger zu sein.

Es heißt einfach nur, dass die Schwangerschaftsbeschwerden sie nerven. Und das ist vollkommen okay. Genauso wie nicht stillen zu wollen.

crlnmyr