Eigentlich sollte es Konsens sein, dass es grundsätzlich keine Strafen für Kinder unter drei Jahren geben darf. Da sind die die Expert:innen einig. Und doch werden die Kleinen oftmals von ihren Eltern ausgeschimpft oder sogar angeschrien, weil sie angeblich etwas verkehrt gemacht haben. Dabei gibt es einen einfachen Trick den Kids beizubringen, was richtig und falsch ist. Lies hier mehr darüber.

Diese Strafe für Kinder ist eigentlich eine Erziehungsmaßnahme

Natürlich müssen Eltern ihre Kinder vor Gefahren schützen und ihnen klarmachen, dass sie nicht überall hingehen und alles anfassen können. Doch es gibt Alltagssituationen, bei denen die Erziehungsberechtigten einen anderen Weg einschlagen sollten als zu bestrafen. Das ist zumindest die Meinung von @lauralove5514. Auf TikTok hat sie ein Video geteilt, das ihre Art von „Strafe“ für Kinder zeigt.

In dem Clip sieht man ihren Sohn, der soeben einen Kaffeebecher umgestoßen hat. Doch statt ihren Kleinen dafür anzumeckern, wendet die Mutter die Montessori-Methode an, die sie sanfte Erziehung nennt. „Ist es die Schuld des Kindes, das in diesem Alter keine Kontrolle über solche Handlungen hat? Oder ist es nicht eher die Schuld der Eltern, die den Kaffee so hingestellt haben, dass das Kind dran kam?“, fragt sie in dem Video.

So können es Eltern besser machen

Denn laut ihrer Auffassung steckt hinter jeder Handlung des Kindes ein Bedürfnis. „In dem Fall will er mir sagen, dass er etwas erkunden möchte“. Die vermeintliche Strafe für Kinder wäre in dem Fall eine Konsequenz auszusprechen, die mit der Situation zu tun hat: den Kaffee aufzuwischen. „Und dann erkläre ich ihm, dass er einfach sagen soll ‚Mama, gießen bitte‘, wenn er mit Flüssigkeiten spielen möchte.“

Um den Entdeckerdrang ihres Kindes zu stillen, gibt die Mutter dem Kleinen Gefäße und Wasser, damit er ohne große Gefahr und Chaos mit Flüssigkeiten experimentieren kann.

Das sagen die User:innen zu der „Strafe für Kinder“

Die Reaktionen auf den Clip sind überwiegend positiv. „Solche Videos sind echt hilfreich“, schreibt beispielsweise eine Userin. Allerdings wundern sich viele auch darüber, dass man in solchen Situationen überhaupt laut werden muss. „Niemals würde ich wegen sowas rumschreien. Gibt es wirklich Eltern, die deswegen schimpfen?“, fragt beispielsweise eine andere Userin besorgt. „Ich schreie in solchen Situationen tatsächlich erstmal den Namen, bis ich begreife, dass es ein Unfall war und dann ändere ich meinen Ton“, analysiert eine weitere Person ihr Verhalten. Und wieder jemand schreibt: „Ich würde da niemals schimpfen. Ich sage nur: ‚Nicht schlimm. Das müssen wir jetzt putzen. Hilfst du mir?’“

Generell gilt: Konsequenzen oder „Strafen“ für Kinder sind nur sinnvoll, wenn sie sich direkt auf das unerwünschte Verhalten des Kindes beziehen. Zudem sollten Eltern die Kleinen mit ihrer Rüge nicht „klein machen“ und natürlich niemals körperlich oder seelisch verletzen.

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crlnmyr