Durch die Corona-Pandemie haben sich jede Menge Menschen ein Haustier angeschafft. Schließlich verbringen wir alle viel mehr Zeit zu Hause als vor der Pandemie. Nicht jeder, der ein Haustier möchte, kann auch eins haben, so ist das auch bei Katzen. Bevor du dir also eine Katze anschaffst, solltest du folgende Kriterien beachten.

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

Katze anschaffen: Das solltest du dich vor jedem Haustier fragen

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 haben sich zahlreiche Menschen ein Haustier angeschafft. Laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands leben 2020 eine Million mehr Haustiere in Deutschland als in dem Jahr zuvor.

Mit der Rückkehr zum Büro gehen jedoch viele Tierschützer:innen davon aus, dass es mehr Tiere in den Tierheimen geben wird. Dieser Trend war schon letztes Jahr zu beobachten. So gab es laut dem Tagesspiegel letztes Jahr im Tierheim Berlin und München mehr Abgaben zur Urlaubszeit.

Die große Hauptfrage, bevor du dir ein Tier anschaffst, ist also, ob du bereit bist, die Verantwortung für das Lebewesen zu übernehmen. Wenn du also bald kein Homeoffice mehr machen kannst oder in den Urlaub fliegst, musst du entweder eine Lösung parat haben oder überhaupt schauen, ob eine Katze für dich das richtige Tier ist. Manchmal übernimmst du viel mehr Verantwortung, wenn du dir dann doch kein Tier anschaffst, wenn du die entsprechenden Kriterien nicht erfüllst.

1. Warum will ich eine Katze?

Katzen können sehr unterschiedlich sein. Die einen sind ein wenig gemütlicher und kuschliger, die anderen wollen ein bisschen mehr herumtoben. Da das sehr von der Rasse und dem Geschlecht abhängig ist, solltest du dich selbst fragen, was du dir von deiner Katze versprichst. Hier findest du eine kleine Auswahl der beliebtesten Katzenrassen und ihre Charaktereigenschaften:

  • Europäisch Kurzhaar: Sind sehr aktiv, eignen sich als Familienkatze oder als Freigänger.
  • Britisch Kurzhaar: Die Katzen sind normalerweise etwas gemütlicher und kuscheliger.
  • Maine Coon: Die großen Samtpfötchen sind besonders anhänglich und freundlich.

Weiterlesen: Hier findest du heraus, welche Katzenrassen zu deinem Sternzeichen passen.

In der Regel sind zudem weibliche Katzen distanzierter, Kater ein wenig kuscheliger. Achte also bei der Auswahl nicht auf das Aussehen der Katze, sondern eher auf die Eigenschaften der Rasse, das Geschlecht und das Wesen der Katze an sich.

2. Habe ich genug Platz?

Ein Haustier braucht immer genug Platz, um artgerecht zu leben. Gerade Wohnungskatzen sollten nicht in kleinen Räumen gehalten werden. Der Tierschutz gibt die Faustregel ein zugängliches Zimmer pro Katze an. Also sollten es bei einer Dreizimmerwohnung maximal drei Katzen sein. Von Gesetzes wegen sollten mindestens sieben Quadratmeter für vier Katzen da sein, das heißt aber nicht, dass das besonders artgerecht ist.

Natürlich sollte auch genug Platz für das Katzenklo, Rückzugsmöglichkeiten, Kratzbaum und Co. da sein.

Katze Spielzeug
Katzen brauchen eine Menge Aufmerksamkeit und Spielzeug. Foto: nelyninell / Getty Images via Canva

3. Die finanziellen Mittel

Die Anschaffung einer Katze ist ganz schön kostspielig. Bei einer Tierheimkatze müssen eventuell Arztrechnungen übernommen werden. Die Katzen von Züchter:innen sind ebenfalls sehr teuer, da sie viele Ausgaben durch die kleinen Samtpfötchen haben und dabei auch etwas verdienen wollen. Daher solltest du eine Menge Geld angespart haben, wenn du dir eine Katze besorgst. Schließlich musst du auch viel Geld in die Erstausstattung stecken.

Weiterlesen: Finde hier heraus, wie viel Geld du für eine Katze im Laufe ihres Lebens ausgeben musst.

4. Tierheim vs. Züchter:innen

Wer sich eine Katze anschaffen möchte, steht vor einer weiteren großen Frage: Soll ich eine aus dem Tierheim oder eine von Züchter:innen nehmen? Diese Frage muss wahrscheinlich jeder für sich selbst beantworten. Jedoch haben Katzen von Züchter:innen eine weitaus größere Chance auf ein gutes zu Hause als die Katzen aus dem Tierheim. Trotzdem bleibt jedem und jeder die Entscheidung selbst überlassen.

5. Kitten oder erwachsene Katze?

Ein Kitten bedeutet meist jede Menge Arbeit, da sie noch eine Menge lernen müssen. Zudem sind Kitten sehr viel verspielter als erwachsene Katzen. Wer mehr Zeit hat und sich ein wenig mit Katzen auskennt, kann ein Kitten erwägen. Wenn du dich noch nicht so sehr mit Katzen auskennst oder nicht so viel toben möchtest, solltest du eher eine erwachsene Katze nehmen.

Achtung: Katzen müssen mindestens zwölf Wochen alt sein, bevor man sie von der Mutter trennen kann.

Kitten Anschaffung
Katzenbabys sind zwar unheimlich süß, jedoch bedeuten sie auch jede Menge Mehraufwand. Foto: alvarostock via Canva

6. Möglichkeiten zum Freigang

Bevor du dir eine Katze anschaffst, solltest du dir überlegen, ob du eine Freigänger-Katze oder eine Wohnungskatze haben möchtest. Wenn deine Katze ein Freigänger oder eine Freigängerin werden soll, brauchst du eine Katzenklappe, damit er oder sie jederzeit in das Haus kann.

7. Erlaubnis der Vermieter:in

Bevor du dir eine Katze anschaffst, solltest du das mit deinem Vermieter oder deiner Vermieterin klären. Bei Kleintieren wie z.B. Wellensittichen ist das nicht nötig, bei Katzen und Hunden schon. Wenn du keine Erlaubnis bekommst, kannst du auch keine Katze in deiner Wohnung halten.

8. Möglichst mehrere Katzen

Viele Menschen denken, dass Katzen Einzelgänger:innen sind. Das stimmt aber nicht. Die meisten Katzen brauchen die Gesellschaft von anderen Samtpfötchen. Gerade wenn du deine Katze oft alleine lassen wirst, solltest du mindestens eine zweite Katze anschaffen. Nur in wenigen Fällen sollte man eine Katze alleine halten.

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