Katzen sind zwar sehr unabhängige Tiere, jedoch haben sie oft ein großes Mitteilungsbedürfnis. Da sie nun mal leider keine Menschensprache sprechen, drücken sie sich über andere Dinge aus. Wie bei uns auch, spielt Körpersprache eine große Rolle. Hier erfährst du, wie du deine Katze verstehen kannst!

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

Das bedeutet die Körpersprache deiner Samtpfote

Deine Katze kommuniziert oft mit Lauten, wenn sie etwas von dir möchte. Dabei sagt die Körpersprache deiner Samtpfote viel mehr aus. Künftige und neue Katzenbesitzer:innen sollten also wissen, was die Haltung der Ohren, die Augen oder der Schwanz zu bedeuten hat.

Das Ohren

An den Ohren deiner Katze erkennst du, wenn sie starke Gefühle hat. Daher solltest du bei der Körpersprache zuerst auf die Ohren schauen. Wenn die Ohren ganz nah an den Kopf gelehnt sind, heißt das, dass deine Katze Angst vor etwas hat. Es kann aber auch bedeuten, dass sie sehr aggressiv oder abwehrend gegenüber etwas ist.

Wenn die Ohren zur Seite gedreht sind, möchte sie dich vor etwas warnen. Wenn du diese Ohren-Stellungen an deiner Katze siehst, solltest du schleunigst etwas ändern.

Wenn deine Katze ihre Ohren nach vorne richtet, ist alles in Ordnung.

Katze wütend
Wenn die Ohren deiner Katze zur Seite gerichtet sind, ist sie wahrscheinlich sehr wütend, pass lieber auf. Foto: seraficus / Getty Images via Canva

Der Schwanz

Der Schwanz einer Katze kann vieles aussagen. Auch wenn deine Katze auf den ersten Blick keine starken Gefühle hat, kannst du am Schwanz meistens erkennen, wie sie sich fühlt. Auf diese Stellungen solltest du acht geben:

  • Nach oben gerichtet: Hier hast du nichts zu befürchten. Deine Samtpfote ist neugierig und du kannst sie streicheln.
  • Aufgerichtet und zitternd / buschig: Achtung! Hier solltest du dein Haustier lieber in Ruhe lassen. Deine Katze ist besonders aufgeregt oder sogar wütend. Achte auf andere Zeichen, um genau zu bestimmen, wie es deiner Katze geht.
  • Waagerecht: Deine Samtpfote ist anscheinend gerade besonders zutraulich. Wenn sie auch noch ihren Kopf an dir reibt, ist das eine Einladung zum Schmusen.
  • Hängt nach unten: Wenn der Schwanz nach unten gerichtet ist, ist deine Katze wahrscheinlich sehr entspannt.
  • Eingezogen: Ähnlich wie bei Hunden heißt der eingezogene Schwanz vor allem eins: Angst. Das kann man auch an den Ohren erkennen.
  • Schräg nach unten: Hier solltest du ebenfalls vorsichtig sein: Im Regelfall ist deine Katze hier besonders angriffslustig. Achte auf die Augen, um zu erkennen, ob deine Katze gerade auf der Jagd ist.
  • Nach unten gerichtet und peitschend: Anfassen solltest du deine Katze gerade auf gar keinen Fall. Sie ist nämlich in großer Alarmbereitschaft, da ihr etwas nicht gefällt.

Die Augen

Nicht nur die Ohren und der Schwanz deiner Katze sagt eine Menge über deine Katze aus, sondern auch wie die Augen deiner Katze aussehen. Auf diese Zeichen solltest du achten.

Du solltest unbedingt bei einer aufgeregten Haltung auf die Pupillen achten. Wenn sie sehr geweitet sind, solltest du mit deiner Katze spielen und ihr nicht im Weg sein. Sonst greift sie vielleicht noch deine Hände oder Füße an.

Deine Samtpfote ist wahrscheinlich sehr sauer, wenn ihre Augen sich zu einem Schlitz formen.

Wenn deine Katze eine normale Augenhaltung einnimmt, solltest du auf die anderen Zeichen achten. Wenn sie jedoch dir zublinzelt, kannst du das als Kuss verstehen. So zeigt sie, dass sie sich in deiner Nähe entspannt fühlt.

Augen Katzen
Wenn die Augen deiner Katze komplett schwarz sind, solltest du Hände und Füße sofort wegnehmen, sonst beißen sie zu. Foto: Nora_Kelemen / Getty Images via Canva

Die Körperhaltung

Die Körperhaltung an sich sagt ebenfalls eine Menge aus. Das möchte dir deine Katze mit ihrem Körper sagen:

  • Wenn deine Katze auf der Seite liegt, dann ist die Samtpfote ziemlich entspannt. Schau auf ihren Schanz und die Öhrchen, um mehr aus der Körpersprache herauszulesen.
  • Nach unten geduckt: Hier solltest du was ändern. Gerade wenn der Schwanz dazu ein geduckt ist oder sogar zittert, hat deine Katze eine Menge Angst.
  • Kontakt suchend: Hier ist Kraulen ist hier definitiv erwünscht. Das ist eine offene Einladung zum Schmusen.
  • Mit allen Vieren nach oben: Das ist keine Einladung zum Bauch kraulen! Deine Katze möchte entweder mit dir spielen oder ist hier in allerhöchster Alarmbereitschaft. So kann deine Katze nämlich sehr schnell reagieren.
  • Buckel, gesträubtes Fell: Hier solltest du auf keinen Fall mit deiner Katze interagieren. Deine Katze ist sehr wütend und aggressiv.
Katze Jagd
Katzen legen sich auf den Rücken, um jederzeit bereit für einen Angriff zu sein. So können sie am schnellsten reagieren. Foto: Nils Jacobi / Getty Images via Canva

Das bedeuten die verschiedenen Katzenlaute

Deine Katze kann zwar nicht direkt mit dir in deiner Sprache sprechen, jedoch spricht sie in ihrer Sprache mit dir. Ihre Laute sind relativ einfach zu verstehen, wenn du weißt, was die verschiedenen Laute bedeuten.

  • Miauen: Ein Miau kann viele Bedeutungen haben. Mit der Zeit und der Körpersprache wirst du merken, welches Miau was zu bedeuten hat. Wenn deine Katze zum Beispiel ein kleines Miau von sich gibt, wenn du sie kraulst, dann ist das ein gutes Zeichen. Wenn deine Katze kurz vor der Futterzeit miaut, dann möchte sie etwas essen.
  • Schnurren: Anders als viele denken, kann das Schnurren einer Katze zwei Bedeutungen haben. Entweder deine Katze ist sehr entspannt oder sie möchte sich selbst beruhigen, hat also vor etwas Angst. Achte hier besonders auf andere Zeichen.
  • Morsegeräusche: Das komische Geräusch wird deine Katze nur von sich geben, wenn sie etwas jagen möchte. Vielleicht hat sie einen Vogel gesehen.
  • Fauchen: Ein klares Zeichen wiederum gibt dir deine Katze, wenn sie dich anfaucht. Sie warnt dich und möchte dir sagen, dass dein Verhalten ihr überhaupt nicht passt.
  • Jaulen: Hier befindet die Samtpfote sich in einem negativen Gefühlszustand. Deine Katze kann hier mitunter Angst vor etwas haben, gestresst oder dir sogar drohen.
  • Schreien / Zähne zeigen: Gehe nicht zu nah an deine Katze heran! Deine Katze ist sehr sauer über dein Verhalten und könnte dich vielleicht sogar kratzen.

Nice to know: Wenn deine Katze nichts sagt, aber den Mund aufhält, nennt man das „Flehmen“. Deine Katze wittert einen intensiven Geruch, den sie so besser aufnehmen kann.

Fazit: Die Zeichen insgesamt betrachten

Es ist das A und O für Katzenhalter:innen, die Sprache ihrer Samtpfötchen zu verstehen. So weißt du nämlich, wie du mit ihr umgehen musst. Achte am besten auf das Zusammenspiel aller Zeichen, um besser zu verstehen, was genau deine Katze von dir möchte.

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