Wir alle beschäftigen uns mit unserer Sterblichkeit und haben auch schon des Öfteren daran gedacht, wie lange wir eigentlich noch leben. Viele Wissenschaftler:innen haben sich natürlich auch mit diesen Themen befasst. Beispielsweise wurde bis jetzt von einigen Forscher:innen belegt, dass Männer früher als Frauen sterben.

Dies kann daran liegen, dass Frauen zwei X-Chromosomen haben, während Männer nur jeweils ein X- und ein Y-Chromosom haben. Laut Daten des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention sterben US-Männer im Durchschnitt fünf Jahre früher als Frauen.

Warum sterben Männer angeblich früher?

Eine Studie der amerikanischen University of Virgina hat jetzt belegt, dass der Verlust des Geschlechtschromosoms ein Grund für das frühere Sterben von Männern sein kann. Der Verlust des Chromosoms kann nämlich zu einer Vernarbung des Herzmuskels und dann zu einem tödlichen Herzversagen führen.

Männer ohne Y-Chromosom können also in einem jüngeren Alter sterben. Zusätzlich können sie an altersbedingten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer leiden. Da der Verlust des Y-Chromosoms jedoch nicht in männlichen Fortpflanzungszellen auftritt, wird es nicht genetisch vererbt.

Die Studie hat auch festgestellt, dass Männer, die einen Verlust des Y-Chromosoms aufweisen, von einer Behandlung mit dem Medikament Pirfenidon profitieren können. Pirfenidon ist in Deutschland seit 2011 zugelassen. Es wird meistens zur Behandlung einer idiopathischen Lungenfibrose (Art von Lungenvernarbung) verwendet. Die Wissenschaftler:innen sagen allerdings, dass es hierfür noch weitere Forschungen und Studien brauche.

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