Weihnachten ist das Fest der Liebe, an welchem oft die Familie zusammenkommt. Doch genau das ist für viele das Problem. Der Weihnachtsstress dieser Tage kann sich schnell negativ auf die mentale Gesundheit auswirken und dir dadurch gehörig die Feiertage versauen. Dabei ist es vollkommen normal, wenn man sich ausgebrannt fühlt zu dieser Zeit. Wir haben ein paar Tipps und Tricks für dich, die dir helfen, Weihnachten entspannter zu überstehen.

Weihnachtsstress & Burnout: So schlimm kann es werden

Schon die Zeit vor Heiligabend ist für viele ein einziger Stress-Spießrutenlauf. Nachdem wir uns Wochen mit dem Shoppen des richtigen Geschenkes, dem Einpacken von diesen und der Suche nach dem perfekten Weihnachtsessen für Onkel, Tante und Co. beschäftigt haben, ist zu Weihnachten einfach die Luft raus. Und trotzdem wird erwartet, dass du nach all diesem Stress fröhlich bist und immer ein Lächeln auf den Lippen hast.

Eine Befragung von 2.000 Erwachsenen in Großbritannien ergab deshalb, dass viele Menschen sich in der Weihnachtszeit überfordert fühlen und Angst haben, dass sie die Erwartungen, die ihnen von Familie und Bekannten unbewusst auferlegt werden, nicht erfüllen können.

Gerade jetzt in der Pandemie wollen es viele ihren Lieben so schön wie möglich machen. Vier von zehn Befragten gaben in diesem Zusammenhang an, dass sie sich noch größeren Druck machen, ein besonderes Weihnachtsfest zu kreieren.

„Es dreht sich alles um den Druck, den wir in uns spüren“

Zoë Clews, Psychologin und Anxiety-Spezialistin sagt gegenüber tyla.com, dass sie immer wieder von ihren Klient:innen hört, dass sie sich diese besondere Art von Weihnachtsstress machen. „Es dreht sich alles um den Druck, den wir in uns spüren“, sagt sie, „Jedes Jahr gibt es aufs Neue die große Erwartung, dass Weihnachten diese wundervolle, funkelnde, magische Zeit ist, in welcher wir alle in einem Feelgood-Weihnachtsfilm leben.“

Doch Zoë weiß, dass so nicht das echte Leben aussieht. „Weihnachten ist selten perfekt. Wir schrauben unsere Erwartungen zu hoch, was zu Enttäuschungen und Ärger führt. Und bevor du es selbst merkst, sprudeln all diese unverarbeiteten Emotionen der Familien über.“

Zusätzlich zu diesen Problemen kommen noch weitere: toxische Familienmitglieder, Scheidungen, finanzielle Probleme etc. Andere haben auch mit Dingen wie Social Anxiety (zu Deutsch: Sozialphobien) zu kämpfen und fühlen sich in großen Gruppen einfach unwohl. Ein perfektes Weihnachten ist durch diese Bedingungen leider in weiter Ferne.

So kannst du dem Weihnachts-Burnout entgehen

Fakt ist: Wir machen uns alle zu viel Stress. Wenn du also mit Weihnachtsstress und einem Gefühl des Ausgebrannt-Seins in dieser Zeit zu kämpfen hast, bist du nicht allein. Es gibt allerdings ein paar Tipps, an die du dich halten kannst, um diesen Druck in dir ein wenig zu verringern und dieses Jahr vielleicht ein entspannteres Weihnachten zu verbringen.

  1. Halte deine eigens gesetzten Erwartungen machbar.
  2. Nimm dir Zeit für dich allein, sodass du deine Batterien wieder aufladen kannst.
  3. Verstehe, dass deine ‚Superkräfte‘ ein Limit haben. Es ist also okay, wenn du eine Party früher verlässt oder dich einfach nur mit einem schönen Weihnachtsfilm auf die Couch zurückziehst.
  4. Du bist deine Priorität Nummer eins. Versuche nicht in den People-Pleaser-Modus zu verfallen. Du solltest für dich selbst noch immer an erster Stelle stehen.

Wenn du dir diese Tipps zu Herzen nimmst, wird das diesjährige Weihnachtsfest vielleicht doch besinnlicher, als du es dir momentan vorstellen kannst. Denk nur immer daran, dass du die Nummer eins in deinem Leben bist und dass deine mentale Gesundheit vor allem anderen steht.

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