Nee, einfach wird das nicht. Selbstdisziplin zu lernen ist langer Prozess, der nur mit viel Stamina und echte Willensstärke zu bewältigen ist. Das Gute ist aber: Es ist zu bewältigen. Wie es funktioniert sich selbst immer wieder zu motivieren und welche Tipps du dir unbedingt merken solltest.

1. Keiner braucht Selbstdisziplin, wenn Leidenschaft im Spiel ist

Disziplin brauchst du eigentlich nur dann, wenn du das, was du tun musst, in dem Moment gar nicht tun möchtest. Du brauchst Selbstdisziplin, um dich zum Sport zu motivieren? Vielleicht ist es die falsche Sportart. Du brauchst Disziplin, um deiner Arbeit nachzugehen? Vielleicht solltest du mal über einen Jobwechsel nachdenken. Wenn du etwas wirklich gerne tust, dann musst du dich dazu nicht disziplinieren.

2. Erstmal anfangen

Einer der größten Fehler bei jeder Disziplin-Challenge ist es, nicht sofort damit anzufangen. Immer wieder sagt man sich: “Wenn die Phase vorbei ist, dann werde ich disziplinierter.” Aber so wird das nichts. Das ist Aufschieberei und bringt niemandem etwas. Vor allem nicht dir selbst. Wenn du beispielsweise mit dem Rauchen aufhören willst, dann nimm dir nicht monatelang vor es zu tun. Tu es einfach. Wenn die erste Hürde genommen ist, wird die zweite gar nicht mehr so schlimm wirken.

3. Ein Ziel vor Augen

Natürlich reicht es hinten und vorne nicht, dass du einer Tätigkeit theoretisch gerne nachgehst. Irgendwann schleicht sich immer ein Schlendrian ein und du wirst lieber auf der Couch herumlungern wollen, als dich beispielsweise aktiv in deiner Profession zu engagieren. 

Deswegen brauchst du ein Ziel vor Augen. Stelle dir vor, was du mit dieser Tätigkeit innerhalb des nächsten Jahres erreichen könntest, wenn du durchhältst. Du willst im nächsten Jahr die Beförderung haben? Dann gib 100 % auf der Arbeit. Du willst dich nächstes Jahr im Spanienurlaub mit den Locals unterhalten? Dann rein in den Sprachkurs!

Frau Arbeit Büro
Eine neue Idee wird zum Mittelpunkt deines Lebens.(Photo: G-Stock Studio/Shutterstock)

4. Müssen klappt besser als Wollen

Jeder, der schon einmal eine Hausarbeit im Studium schreiben musste, der weiß, dass man eigentlich erst dann konzentriert bei der Sache ist, wenn es kurz vor knapp ist und das Ding in 2 Tagen abgegeben werden muss. 

Wenn du also deine Selbstdisziplin verbessern willst, dann darf es für dein Ziel kein Zurück geben. Du willst einen Marathon laufen? Dann melde dich JETZT an und beginne zu trainieren. Du willst Spanisch lernen? Dann kaufe JETZT den Kurs und buche deinen Urlaub auf den Balearen.

5. Lass dich nicht entmutigen

Disziplin ist ein Marathon und kein Sprint. Dieser Satz ist so ausgelutscht und altbacken, dass man brechen möchte. Und trotzdem stimmt es. Selbst wenn du einmal einen “Rückfall” hast und undiszipliniert herumlungerst, ist das überhaupt nicht schlimm. 

Solange du deine Ziele langfristig nicht aus den Augen verlierst, kannst du auch zwischendurch mal eine kleine Reise ins Schlendrianleben unternehmen. Niemand ist die ganze Zeit voller Motivation und Disziplin. Außer vielleicht Pamela Reif mit ihrem Fitness Challenges. Der clue ist, sich nach einer kleinen Auszeit wieder in die Disziplin zurückzukämpfen.

Sport Motivation
Du bist der beste Grund von allen, um an dir zu arbeiten.(Photo: gabi Moisa/ shutterstock)

6. Für wen tust du das eigentlich?

Einer der wichtigsten Faktoren deiner Selbstdisziplin ist die Frage, für wen du das Ganze eigentlich tust? Willst du mit deinen neuen Spanischkenntnissen eigentlich nur deine Freunde beeindrucken? Dann kann das nichts werden. Willst du die Klausur nur deshalb gut schreiben, weil “man das eben so macht”? Dann hast du schon verloren. 

Tu das, was du tust, für dich selbst. Ob es bessere Karrierechancen, ein gesünderer Körper oder einfach nur themenbezogenes Interesse ist. 

7. Freud & Leid

Disziplin kann superviel Spaß machen, wenn du eine Tätigkeit ausübst, die du liebst. Sei dir aber darüber im Klaren, dass immer Leid mit dem Lebensstil der Disziplinierten einhergeht. Vielleicht hast du dir als Ziel vorgenommen, einen Monat keinen Alkohol zu trinken und mindestens 8 Stunden am Tag zu schlafen? Dann kannst du eben heute Abend nicht mit den Mädels auf die Rolle gehen. Dieses Leid wird erst dann erträglich, wenn du deinen einmonatigen Erfolg feiern kannst.

glücklich sein
Geld spielt auch eine Rolle, wenn es ums glücklich sein geht.(Photo: undrey istock)

8. Erfolgserlebnisse

Wo wir gerade von Erfolg sprechen: Erfolgserlebnisse sind der Antrieb für jeden disziplinierten Menschen. Denn wer erst einmal erntet, was er einst gesät hat, wird ein echtes Hochgefühl spüren können. Je mehr gesät wird, desto mehr kann geerntet werden.

9. Nicht zu viel vornehmen

Wenn du gerade erst damit anfängst deine Disziplin auszubauen und dich um dich selbst zu kümmern, dann lass es langsam angehen. Wenn du dir direkt zu viel vornimmst, dann wirst du nur von dir selbst enttäuscht sein. Denn alles schaffen, kannst du nicht. 

Um Erfolgserlebnisse verzeichnen zu können und weiterzukommen, müssen deine Ziele erreichbar bleiben. Vielleicht ist es dein Ziel, dich öfter bei Oma zu melden? Dann nimm dir vor sie einmal in der Woche anzurufen und nicht jeden Tag.

10. Durchhaltevermögen

Durchhaltevermögen und die Fähigkeit an sich selbst zu arbeiten kann dir die Haut retten, wenn du disziplinierter werden willst. Dazu gehört es, deine Ziele Geduldig auf dich zukommen zu lassen.

Glaube ja nicht, dass du das große Ganze innerhalb weniger Tage verbessern und erreichen kannst. Es werden dir bestimmt Steine in den Weg gelegt, die du erst zur Seite räumen musst, um dann wieder bei dem Punkt zu beginnen, wo du davor warst. Es ist ein wesentlicher Faktor der Selbstdiziplin diese Steine erfolgreich handlen zu können.

Eltern Baby glücklich
Du willst eine gute Mama sein? Dann beginne damit, ein Babybuch zu lesen.(Photo: Shutterstock/Flamingo Images)

11. Ein großes Ziel sind 100 kleine Ziele

Dein Ziel erscheint auf den ersten Blick so riesig und unschaffbar, dass du selbst eigentlich nicht daran glaubst es erreichen zu können. Deswegen solltest du dir deine Ziele in mehrer kleine Errungenschaften unterteilen. Natürlich kannst du dir heute noch nicht vorstellen einen Marathon zu laufen. Was du dir aber vorstellen kannst, ist heute eine Stunde zu trainieren. Somit kommst du deinem Ziel jeden Tag ein Stück näher.

Selbstdisziplin ist in jeder Lebenslage existenziell

Die oben genannten 11 Tipps für mehr Selbstdisziplin sind auf alle Lebenslagen anwendbar. Im Studium hast du zwar andere Ziele als in der Fitness oder der Familie. Trotzdem greifen hier die selben Mechanismen.

Wenn du wissen möchtest, wie du dich sonst noch besser strukturieren kannst, schau dir an, wie du ganz einfach effektive To Do Listen erstellst.

Prüfungsstress ist für Studenten jedes Semester ein Downer. So überwindest du ihn.

Auch beim Geld sparen ist richtig Selbstdisziplin gefragt. Mit dem Latte Faktor oder einer der 4 Money Challenges wird es einfacher.