Wir verbringen jeden Tag acht bis neun Stunden auf der Arbeit – Überstunden nicht mit eingerechnet. Im Durchschnitt werden wir so am Ende unseres Lebens ein Drittel unserer Zeit auf der Arbeit verbracht haben. Stößt dir der Gedanke an deinen Job jetzt übel auf? Vielleicht ist es dann an deiner Zeit für einen Jobwechsel.

Fakt ist: Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, immerhin richten wir unser Privatleben danach aus und erheben unseren Job oft zu einem wichtigen Teil unserer Persönlichkeit.

Das Leben ist daher zu kurz für einen Job, der uns nicht glücklich macht. Solltest du momentan unglücklich in deinem Job sein, dann kannst du auf Strategien für mehr Zufriedenheit zurückgreifen. Doch wenn diese Strategien nicht mehr greifen und das Unwohlsein Überhand gewinnt, ist es vielleicht an der Zeit für einen Jobwechsel. Wir haben zehn Gründe gesammelt, die dich bei deiner Entscheidungsfindung unterstützen.

Wann ist es Zeit für einen Jobwechsel?

Wer meint, Arbeit sei Arbeit, der hatte vielleicht noch nicht genügend Vergleiche auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch fürchtest du dich davor, dass häufige Jobwechsel negativ auf dich zurückfallen könnten? Heute ist es völlig normal und sogar gewünscht, dass man nicht nur bei einem einzigen Arbeitgeber tätig war. 

Wer in seinem glatten Lebenslauf nur eine berufliche Station listet, unterliegt schnell dem Verdacht, wenig flexibel zu sein und es sich zu gemütlich zu machen. Die Faustregel lautet, dass man sich alle drei Jahre nach neuen Herausforderungen umsehen sollte.

Natürlich sollte die Entscheidung für den Jobwechsel nicht dieser einfachen Faustregel oder einem schnellen Impuls folgen. Ein neuer Job sollte durchdacht sein und gute Gründe haben. Welche Gründe sprechen also dafür?

Frau in Büro
Ein Jobwechsel sollte nicht aus einer Laune heraus geschehen. Vorher solltest du deiner Unzufriedenheit auf dem Grund gehen.

1. Dein Job zeigt dir keine Perspektive

Wo siehst du dich in fünf Jahren? Diese tiefsinnige Frage zieht nicht nur beim ersten Date, sondern sollte dich auch privat beschäftigen – vor allem im Jobkontext. Weißt du jetzt schon, dass sich beruflich nicht viel ändern wird in den nächsten fünf Jahren?

Beförderungen bleiben bei dir aus, weil es keine bessere Position gibt oder du immer wieder übergangen wirst? Bleibe nicht unter deinen Möglichkeiten. Wenn dein jetziger Arbeitgeber dein Potenzial nicht zu schätzen weiß, suche dir einfach einen neuen.

2. Dein Gehalt lässt zu Wünschen übrig

Du hattest schon viel zu lange keine Gehaltserhöhung mehr, obwohl du wie immer alles gegeben hast? In Gehaltsverhandlungen wirst du mit vagen Aussagen abgespeist? Du solltest in jedem Fall einfordern, was dir zusteht. Immerhin verdienen Frauen laut dem Wage Index noch immer weniger als Männer. Dein neuer Arbeitgeber wird hoffentlich deinen Wert erkennen.

3. Deinem Job fehlt der tiefere Sinn

Du gehörst der Generation Y oder Z an und das Gehalt ist dir gar nicht so wichtig? Dann doch aber sicher der Sinn deiner Arbeit. Frag dich einfach öfter mal: Was mache ich hier eigentlich? Sobald du keinen tieferen Sinn hinter deiner Tätigkeit siehst, ist es vielleicht an der Zeit für einen Jobwechsel.

4. Deiner Firma geht es nicht gut

Wie geht’s deiner Firma eigentlich so? Werden vielleicht immer mehr Benefits gestrichen? Kommt dein Gehalt noch pünktlich? Werden befristete Verträge noch verlängert? Wenn nicht, solltest du vielleicht beruflich umdenken. Auch ein fragwürdiger Unternehmenskurs, der deinen eigenen Prinzipien widerspricht, könnte der zündende Funke für deinen Unternehmenswechsel sein.

Frau am PC
Du ziehst die Arbeit im Home Office vor, weil deine Kollegin dir gehörig auf die Nerven gehen? Vielleicht ist es an der Zeit, deinen Job zu wechseln.

5. Deine Kollegen bereiten dir keine Freude

Du fühlst dich nicht angemessen im Team integriert, deine Vorschläge werden ignoriert oder du wirst im Worst Case sogar schikaniert? Auch sich häufende unangemessene Sprüche vom Chef, die unter die Gürtellinie gehen, sind dein persönlicher Startschuss für den Jobwechsel. Denn auf Dauer kann ein solches Arbeitsklima dich krank machen. Immerhin verbringst du mit deinen Kollegen mehr Zeit als mit deiner Familie.

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