Im Homeoffice zu arbeiten hat einige Vorteile. Du kannst dich nicht nur direkt im Jogger an den Schreibtisch setzen und losarbeiten. Es ist auch deutlich ruhiger und entspannter. Viele sind deswegen zu Hause auch deutlich produktiver als im Büro. Aber es gibt noch ein weiteres Argument, was für das Arbeiten in den eigenen vier Wänden spricht: Dein Homeoffice kannst du von der Steuer absetzen. Wie das genau geht, erklärt wmn dir hier.

Homeoffice von der Steuer absetzen: So gehts!

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt gehörig auf den Kopf gestellt. Das zeigen die jüngsten Zahlen der Studie zur Digitalisierung von Bitkom. Momentan sind 25 Prozent ausschließlich im Homeoffice. Weitere 20 Prozent arbeiten zumindest mehrmals die Woche von zu Hause aus. Heißt: Fast jede:r Zweite (45 Prozent) arbeitet zumindest teilweise im Homeoffice. Und genau diese 45 Prozent dürfen sich über eine ordentliche Steuer-Entlastung freuen. Für die Corona-Jahre 2020 und 2021 kann jede:r das Homeoffice von der Steuer absetzen. Also auch du!

Homeoffice am Schreibtisch oder auf der Couch? Egal!

Denn es spielt überhaupt keine Rolle, wie provisorisch dein Arbeitsplatz zu Hause aussieht – Geld vom Staat bekommst du auf jeden Fall. Während es bisher nur möglich war, ein eigenes Arbeitszimmer von der Steuer abzusetzen, spielt das für das letzte und dieses Jahr keine Rolle. Für jeden Tag, den du im Homeoffice arbeitest, kannst du pauschal 5 Euro als Werbungskosten absetzen – egal, ob du am Schreibtisch oder auf der Couch in die Tasten gehauen hast.

Allerdings kannst du dein Homeoffce maximal für 120 Tage im Jahr von der Steuer absetzen. Heißt: Du bekommst höchstens 600 Euro vom Staat zurück. Damit sind auch Miete, Strom usw. abgegolten.

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Noch mehr Kohle, wenn du ein Arbeitszimmer hast

Solltest du ein eigenes Arbeitszimmer haben, ist noch mehr steuerliche Entlastung drin. Dann nämlich kannst du statt der 5 Euro pro Tag die tatsächlichen Kosten anteilig an der Gesamtgröße deiner Wohnung absetzen. Dazu zählen Miete, Strom, Internet oder auch eine Hausratversicherung

Damit nicht genug: Hast du dein Arbeitszimmer in 2020 oder 2021 renoviert oder fürs Homeoffice umgestaltet, kannst du auch diese Kosten absetzen.

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So sollte dein Homeoffice Office aussehen

Aber aufgepasst: Das Arbeitszimmer muss ein separater, büromäßig eingerichteter Raum in Deiner Wohnung sein. Und: Er darf von dir fast nur beruflich genutzt werden. Das Finanzamt erlaubt nämlich nur eine private Nutzung von höchstens 10 Prozent. Wenn du also noch ein Sofa oder einen Fernseher in dem Zimmer hast, wird es schwer, die Kosten geltend zu machen.

Und: Solltest du dir das Arbeitszimmer mit deinem oder deiner Partner:in teilen, dürfen die Kosten natürlich nur einmalig abgesetzt werden. Dann gilt für euch jeweils die 1250-Euro-Grenze. Die greift dann, wenn das Arbeitszimmer nicht der Mittelpunkt ist, sondern nur ergänzend genutzt wird.

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