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Traditionelle Weihnachtspezialitäten, die man heute nicht mehr essen würde

Was an Heiligabend auf den Tisch kommt, ist in jeder Familie anders. Doch manche traditionellen Weihnachtsgerichte will keiner mehr essen – und das aus gutem Grund.

traditionelle Weihnachtsgerichte
In vielen Ländern ist der Braten noch immer Festtagsessen Nr.1. Manche traditionellen Weihnachtsgerichte wurden jedoch abgelöst. Foto: Getty Images/Tijana87

Ob Kartoffelsalat und Würstchen, Gänsebraten oder Raclette: Essen spielt an Weihnachten eine ganz besondere Rolle! So hat jede Familie ihre ganz eigene Tradition, was das Festmahl an Heiligabend angeht. Zum Glück wurde mit der Zeit aber so manche „Spezialität“ durch modernes Essen ersetzt. Diese 3 traditionellen Weihnachtsgerichte landen heute wohl kaum mehr auf der Feiertagstafel.

Traditionelle Weihnachtsgerichte: Das kam an Heiligabend auf den Tisch

Essen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen hat eine besondere Tradition. Am 24. Dezember musste ein schnelles und unkompliziertes Mahl ausreichen, da die meisten Menschen die Weihnachtsmesse in der Kirche besuchen wollten. Deshalb sind Kartoffelsalat und Würstchen bis heute ein beliebtes Gericht am Heiligen Abend.

Nach christlicher Glaubenslehre ist der 24. Dezember der letzte Tag der 6-wöchigen Weihnachtsfastenzeit, auch Philippus-Fastenzeit genannt. Gläubige Christ:innen verzichteten in diesen 40 Tagen auf ein opulentes Mahl, manchmal sogar ganz auf Fleisch.

An den Feiertagen wurde hingegen groß aufgetischt. Oftmals gab es einen Braten, der mehrere Stunden Vorbereitungszeit benötigte. Diese Tradition ist bis heute geblieben.

Diese traditionellen Weihnachtsgerichte isst man heute kaum mehr

Nicht alle traditionellen Weihnachtsgerichte sind bis heute geblieben. Rezepte wurden abgeändert, Gerichte mit anderen Lebensmittel kombiniert oder komplett ausgetauscht. Diese 3 Weihnachtsspezialitäten landen heute nur noch selten auf dem Tisch.

1. Schweinekopf

Das Schwein hat im Christentum eine besondere Bedeutung. So gilt es beispielsweise als typische Opfergabe. Während heutzutage, wenn überhaupt noch, Schweinebraten auf den Festtagstisch kommt, wurde vor allem in Norddeutschland am 24. Dezember häufig Schweinekopf serviert. Diesen aß man mit Grünkohl nach der Weihnachtsmesse.

Das hatte auch einen praktischen Grund: Zur Weihnachtszeit waren die Schweine gut genährt und schlachtreif. Von dieser Tradition ist (zum Glück) nur der klassische Schweinebraten geblieben, der in vielen Familien aber längst vom Gänsebraten abgelöst worden ist.

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2. Lebender Truthahn

Andere Länder, andere Sitten: Viele Nationen, darunter die USA und Großbritannien, pflegen an Weihnachten einen großen gefüllten Truthahn zu verspeisen. Das ist auch heute noch so.

In Spanien ging die Tradition allerdings noch weiter: Die Truthähne wurden bei lebendigem Leibe auf Märkten verkauft. Die Familien nahmen sie mit nach Hause und lebten mit ihnen zusammen – bis zum Schlachttag. Am Weihnachtstag kam der Truthahn dann als Festmahl auf den Tisch. Ziemlich makaber!

fisch kann glücklich machen
In vielen Familien kommt an Heiligabend Fisch auf den Tisch. Foto: Gettyimages / Arman Zhenikeyev

3. Karpfen blau

Auch der Weihnachtskarpfen ist ein traditionelles Weihnachtsgericht, das bis heute fortbesteht. Wie schon erwähnt, dauerte die Weihnachtsfastenzeit bis zum 24. Dezember an. Da Gläubige in dieser Zeit auf Fleisch verzichteten, kam an Heiligabend traditionell Fisch auf den Tisch.

Auch das Blaufärben ist ein alter Brauch, der nur noch selten angewandt wird. Dabei wird der Karpfen vorsichtig ausgenommen, aber nicht abgeschuppt. Die Schleimschicht auf der Haut bleibt dadurch bestehen. Indem man dem Kochwasser Essig und Kräuter hinzugibt, färbt sich die Fischhaut leuchtend blau. Oft wird der Karpfen nur kurz pochiert und dann mit Meerrettich und Petersilienkartoffeln verspeist.

Traditionelle Weihnachtsgerichte: Hauptsache, es schmeckt!

Egal, ob bei dir zuhause ein traditionelles Weihnachtsgericht auf den Tisch kommt oder du dich beispielsweise an einem veganen Weihnachtsmenü versuchen willst: Im Mittelpunkt sollten Zeit mit der Familie, Spaß und Besinnlichkeit stehen.

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