Andere Länder, andere Sitten – das gilt besonders an Weihnachten und definitiv für die USA. Denn so groß und vielseitig das Land ist, so breit gefächert sind auch die Weihnachtsbräuche. Alles, was du über Weihnachten in den USA wissen musst, erfährst du jetzt!

Weihnachtsessen mit der Familie
Das Weihnachtsessen ist den US-Amerikaner:innen heilig. Meistens gibt es Truthahn. Foto: IMAGO/ Westend61

Die Hardfacts über Weihnachten in den USA

Anders als bei uns werden die Weihnachtsgeschenke erst am Morgen des 25. Dezembers geöffnet. Die Familien essen am Abend des 24. lediglich zusammen, das eigentliche Fest beginnt allerdings erst am 25. Dann springen die Kinder direkt aus dem Bett und packen noch im Schlafanzug die Weihnachtsgeschenke aus. Diese liegen meistens unter dem Weihnachtsbaum, denn den stellen die meisten Familien in den USA ebenfalls auf. Viele Familien haben außerdem noch die traditionellen Christmas Stockings, die am Kamin hängen. Darin werden aber höchstens Kleinigkeiten versteckt.

Von dem Christkind haben die meisten US-Amerikaner:innen noch nie etwas gehört, denn stattdessen dort kommt Santa Claus. Der ist vergleichbar mit dem Weihnachtsmann und hat vor allem durch die Coca-Cola Weihnachtswerbung sein heute bekanntes Aussehen verliehen bekommen. Santa Claus reist nach amerikanischer Tradition mit seinen Rentieren durch das Land und bringt allen Kindern durch den Schornstein die Geschenke.

Traditionen, die uns komisch verkommen!

1. Weihnachtsspiele der NBA

Die bekannteste Basketball-Liga der Welt hat seit Jahrzehnten eine Tradition – die Christmas Games. Am 25. Dezember können US-Amerikaner:innen 13 Stunden lang hochklassigen Basketball im Fernsehen verfolgen. Alle Topstars laufen auf und das Event wird zelebriert wie kaum etwas anderes. Allerdings nicht ganz ohne Kritik. Der Trainer der Orlando Magic sagte einmal: „Mir tun die Leute leid, die nichts Besseres an Weihnachten vorhaben als Basketball zu schauen. Dieses Fest ist für die Familie da.“ Dafür wurde ihm eine saftige Geldstrafe auferlegt

NBA Weihnachten in den USA
Das Weihnachtsspiel der NBA ist seit Jahrzehnten Tradition. Foto: IMAGO / UPI Photo

2. Christmas Pickle

Eine weitere Tradition, die hierzulande auf Stirnrunzeln trifft, ist die Christmas Pickle. Das ist eine grüne Essiggurke aus Glas oder Plastik, die neben Kugeln und Schleifen im Weihnachtsbaum versteckt wird. Wer die Gurke an Weihnachten findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk. Das spornt gerade Kinder an, den Baum ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

3. Keine „Merry Christmas“-Karten

Die USA sind ein Land, das so von Einwanderung und verschiedenen Kulturen geprägt ist, wie kaum ein anderes. Verschiedene Religionen bedeuten auch, dass nicht alle Menschen Weihnachten feiern. In den USA wirst du deshalb kaum eine Karte finden, auf der „Merry Christmas“ geschrieben steht. Dort werden ausschließlich Karten mit der Aufschrift „Season Greetings“ verschickt. So wird Rücksicht auf alle Kulturen genommen und die politische Korrektheit gewahrt.

USA & Deutschland: Uns verbindet mehr, als uns trennt

Auch wenn uns die USA weit weg erscheinen und wir über manche Traditionen nur den Kopf schütteln, sind wir uns in vielen Dingen doch ähnlicher als gedacht. Sei es der Weihnachtsbaum, der geschmückt wird, die Zeit mit der Familie, ein pompöses Weihnachtsessen oder die Musik, die inzwischen zu uns rübergeschwappt ist. Wie so oft, sollten wir uns auf die Dinge besinnen, die uns verbinden und gerade an Weihnachten, ist das eine ganze Menge.

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