Müsli ist ein äußerst beliebtestes Frühstück hierzulande. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum von Müsli und Frühstückszerealien liegt in Deutschland schließlich bei über 2,5 Kilogramm pro Jahr. Ganz schön viel, wenn man mal darüber nachdenkt. Leider sind die meisten Müsli-Sorten dann auch noch alles andere als gesund. Doch warum eigentlich? In diesem Artikel erfährst du, woran das liegt, worauf du beim Kauf von Müsli achten solltest und wie du gesundes Müsli selber machen kannst.

Deshalb ist Müsli nicht so gesund, wie es scheint

Zwar werben viele Hersteller:innen damit, dass ihr Müsli der perfekte Start in den Tag sei, in der Realität sieht das allerdings anders aus. Die meisten Müslis sind nämlich alles andere als gesund. Zwar enthält Müsli auch gesunde Zutaten, wie beispielsweise Haferflocken, Samen oder Nüsse. Viele Sorten enthalten jedoch auch große Mengen an Zucker, ungesunden Fetten und Zusatzstoffen, die nicht unbedingt sein müssen.

Bei Knusper- oder Schokomüslis erkennt man den Zucker meist schon mit einem Blick auf die Verpackung, bei anderen Müsli-Sorten ist der Zucker dann jedoch eher versteckt. Damit du weißt, worauf du beim Kauf von Müsli achten musst, zeigen wir dir hier einige Tipps:

Frau Honig Zucker
In vielen Müslis ist eine große Menge Zucker enthalten. Foto: imago images/Addictive Stock [M]

1. Zucker – in allen Formen & Bezeichnungen

Beim Kauf von vermeintlich gesundem Müsli tappen leider noch immer sehr viele Menschen in die Zuckerfalle. Denn Zucker ist nicht immer gleich Zucker und leider wird dieser auch nur auf den wenigsten Verpackungen als solcher bezeichnet. Häufig stehen hier vielmehr Begriffe wie beispielsweise:

  • Dextrose
  • Glucose
  • Fructose
  • Maltodextrin
  • Saccharose
  • Glukosesirup
  • Karamell(zucker)sirup
  • Invertzuckersirup
  • Gerstenmalzextrakt
  • Reissirup
  • Honig

Bei so vielen Bezeichnungen verliert man schon mal den Überblick. Auch wenn die verschiedenen Zuckerarten teilweise unterschiedliche chemische Strukturen aufweisen, sind sie dennoch alle Zucker und somit in großen Mengen nicht sonderlich gesund.

Wenn du also ein gesundes Müsli kaufen möchtest, solltest du darauf achten, dass das Müsli am besten keinen oder nur sehr wenig Zucker enthält. Je weiter hinten der Zucker in der Zutatenliste steht, desto weniger ist davon im Müsli enthalten.

2. Palmöl

Besonders in Knuspermüslis ist häufig eine Menge extra zugesetztes Fett enthalten, damit die Haferflocken schön knusprig werden und zusammenkleben. Meist wird dafür Palmöl genutzt. Abgesehen davon, dass das Müsli so eine Menge Fett enthält, das es eigentlich nicht bräuchte, steht gerade das Palmöl stark in der Kritik.

Für die Palmölplantagen werden meist riesige Regenwaldflächen gerodet, damit man darauf anschließend Palmen in Monokulturen anbauen kann. Somit schadet der Palmölanbau sowohl dem Klima als auch der Artenvielfalt und den Menschen vor Ort.

Doch worauf kannst du jetzt beim Kauf achten? Achte am besten darauf, dass gar kein Palmöl in deinem Müsli enthalten ist, sondern stattdessen lieber kleinere Mengen von einem Fett, das aus einer Pflanze gewonnen wird, die zum Beispiel auch hier in Deutschland angebaut werden kann.

Wenn du auf Palmöl gar nicht verzichten kannst, solltest du darauf achten, ein Müsli zu wählen, welches Palmöl von Bio-Plantagen enthält. Diese sind meist deutlich nachhaltiger.

Frau Trockenfrüchte Zucker
Getrocknete Früchte enthalten deutlich mehr Zucker als frische Früchte. Foto: Getty Images Pro via Canva.com

3. Getrocknete Früchte

Mit etwas Obst im Müsli machst du grundsätzlich nichts falsch. Das Problem liegt vielmehr darin, dass die meisten handelsüblichen Müslis Unmengen an getrockneten Früchten wie Rosinen, Aprikosen, Kirschen oder Beeren enthalten. Diese Trockenfrüchte enthalten deutlich mehr Zucker als frisches Obst und haben daher in einem wirklich gesunden Müsli nichts zu suchen.

Achte beim Kauf daher unbedingt auf die Menge der enthaltenen Trockenfrüchte. Wenn du auf dein Obst im Müsli gar nicht verzichten kannst, aber ein gesundes Müsli haben möchtest, kannst du auch einfach ein normales Müsli ohne Zucker und ohne Früchte kaufen und anschließend selbst ein paar frische Früchte hinzugeben. Das schmeckt mindestens genauso gut, hat allerdings weniger Zucker und dafür noch mehr Vitamine.

So stellst du gesundes Müsli selber her

Wenn du dich schon etwas mit dem Thema gesundes Müsli beschäftigt hast, hast du sicherlich schon festgestellt, dass ein solches Müsli sehr schwer zu finden ist. Daher bietet es sich an, dass du dir einfach dein eigenes gesundes Müsli herstellst. So kannst du die Zutaten komplett an deinen Geschmack anpassen und weißt außerdem immer, was in deinem Müsli enthalten ist.

Für dein ganz persönliches Müsli kannst du einfach ein paar Haferflocken mit ein paar Nüssen und Samen und etwas Öl deiner Wahl im Backofen rösten und es anschließend abkühlen lassen. Bei Bedarf kannst du hier natürlich auch noch etwas Süße deiner Wahl oder ein paar frische Früchte hinzufügen. Und schon ist dein gesundes Müsli fertig.

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Mit einem gesunden Müsli gelingt dir wirklich ein guter Start in den Tag. Foto: imago images/Addictive Stock [M]

Fazit: Müsli kann gesund sein – aber nicht immer

Wie du siehst, wird Müsli sehr schnell zu einer echten Zuckerbombe. Das muss jedoch nicht der Fall sein, wenn du einmal weißt, worauf du beim Kauf von Müsli achten musst. Oder du stellst dir einfach dein ganz persönliches, gesundes Müsli zusammen. Guten Appetit!

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