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Studie zeigt, ob du morgens, mittags oder abends essen solltest

Ist unser Stoffwechsel tageszeitabhängig? Das wollten Forscher:innen der University of Aberdeen wissen und untersuchten, wann man am besten essen sollte, um abzunehmen.

Wer abnehmen möchte, zählt Kalorien, folgt einer bestimmten Diät oder lässt bestimmte Lebensmittel weg. Wie eine Studie zeigt, kommt es aber nicht nur darauf an, was wir essen – sondern auch wann wir essen. Wir verraten dir, wie die Tageszeit deinen Körper beeinflusst.

Wann man essen sollte, um abzunehmen

Manche lassen das Frühstück ausfallen, andere essen mittags nichts und wieder andere sind Anhänger:innen von Dinner Cancelling. Insbesondere durch den Trend des Intervallfastens ist die Frage, wann man essen sollte, noch mehr in den Fokus gerückt. Doch zu welcher Tageszeit darf man sich denn nun den Bauch vollschlagen und wann ist Verzicht angesagt?

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Frühstück Frau
Ist das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages? Foto: stock_colors / Getty Images

Morgens wie ein Kaiser, …

Der Volksmund empfiehlt, morgens ausgiebig zu speisen. Das Mittagessen sollte etwas kleiner ausfallen. Am Abend gibt es dafür nur einen Snack.

Dahinter steckt die Annahme, dass die aufgenommenen Kalorien über den Tag verbrannt werden müssen. Morgens benötigt man Kalorien, die in Energie umgewandelt werden können, daher ist das die beste Tageszeit, um sich richtig satt zu essen. Am Abend, kurz vor dem Zubettgehen, braucht der Körper kaum mehr Energie. Werden ihm jetzt Kalorien zugeführt, so setzen diese – laut der Theorie – sofort an. Ist das wirklich so?

Studie sucht besten Zeitpunkt zum Essen

Forscher:innen der University of Aberdeen wollte es genauer wissen. Die Studie sollte ermitteln, wie die Tageszeit den Stoffwechsel beeinflusst.

Dafür wurden 30 Frauen und Männer mit moderatem bis starkem Übergewicht untersucht. Sie alle bekamen 2 Monate lang täglich 3 Mahlzeiten. Eine Gruppe erhielt morgens die Hauptmahlzeit, das entspricht 45 Prozent der Gesamtkalorien des Tages, die andere Gruppe abends. Nach einem Monat wechselten die Gruppen, sodass jede:r Proband:in seine eigene Testperson war.

Während der gesamten Zeit wurden der Energieverbrauch und der Grundumsatz der Studienteilnehmer:innen gemessen. Außerdem überprüfte man täglich Blutzuckermesswerte und den Blutdruck. Das Körpergewicht wurde dreimal wöchentlich festgehalten.

Fazit: Es ist egal, wann wir essen

Das Ergebnis: Die Personen in beiden Gruppen nahmen innerhalb von 4 Wochen etwa 3 Kilogramm ab. Die Wissenschaftler:innen gehen also davon aus, dass es egal ist, wann wir essen. Im Hinblick auf die Kalorienaufnahme ist die Tageszeit irrelevant.

Jedoch berichteten die Teilnehmer:innen, dass ihnen ein ausgiebiges Frühstück dabei geholfen habe, Essanfälle vorzubeugen und Gelüsten entgegenzuwirken. Der Hunger sei am Tag weniger ausgeprägt, wenn man bereits morgens eine üppige Mahlzeit gehabt habe.