Frau treibt Sport
Du bist auf der Suche nach den besten Sportarten zum Abnehmen? Wir zeigen dir 6 Sportarten, die Pfunde im Handumdrehen purzeln lassen.

Warum wir Sportsucht genauso ernst nehmen müssen wie eine Drogensucht

Eine Sportsucht heißt So viel Sport wie möglich zu treiben und dabei alles andere zu vernachlässigen.

Sportsucht ist ein Phänomen, das oft belächelt wird oder von Laien sogar als beneidenswert gilt. Sport ist doch gesund. Da müsste es doch je mehr Sport, desto gesünder heißen? Falsch. So einfach ist es leider nicht. Wenn Sport nämlich zu exzessiv betrieben wird, leiden Körper, Geist und Seele. Was genau bei einer Sportsucht passiert, erfährst du hier:

Wein & Weiber Podcast: Die Sportfolge

In unserem Podcast haben die drei Redakreurinnen Lisa, Njema und Mona darüber gesprochen, wie es sich wirklich anfühlt eine Sportsucht zu haben. Sie wenden die folgenden Anzeichen für eine Sportsucht auf sich selbst an und müssen Erstaunliches feststellen.

Bin ich sportsüchtig? Die 6 Anzeichen

Eine Sportsucht zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus. Wir zeigen dir 6 Anzeichen, bei denen du dir Sorgen um dein eigenes Sportverhalten machen solltest.

1. Kontrolle

Wenn Sport zu einer Sucht wird, ist es wie der Drogenrausch oder die Alkoholabhängigkeit. Betroffene geben die Kontrolle über ihr eigenes Leben ab und suchen stattdessen nach dem nächsten Kick. Mit selbstbestimmtem Handeln hat das herzlich wenig zutun. Eine Sucht nach Sport kann durch Erfolgserlebnisse getriggert werden, die einen rauschähnlichen Zustand hervorrufen. Ein Runners' High ist nur ein Beispiel.

2. Zwang

Süchtige können Sport nicht mehr aus bloßem Spaß an der Bewegung betreiben. Stattdessen wird es zu einer täglichen Erledigung, die ohne Freunde erledigt wird. Zwanghaftes Verhalten kann dabei auch andere Seiten des Lebens betreffen. Beispielsweise das Essverhalten der Betroffenen. Oft haben sie zu einer Sportsucht auch noch eine ausgewachsene Essstörung. Wie man intuitives Essen wieder erlernen kann, erfährst du hier.

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Die Latte muss bei Sportsüchtigen immer noch eine Stufe höher gelegt werden.

3. Aufbau einer Toleranz

Wirklich ruhig und zufrieden sind Süchtige selbst nach einer langen und anstrengenden Einheit nicht mehr. Immer krasser muss das Training sein, immer mehr Muskelkater muss man am nächsten Tag spüren. Die meisten Sportsüchtigen arbeiten daran, ihre anaerobe Schwelle um jeden Preis nach oben zu treiben.

4. Entzug

Ein kuscheliger Tag auf der Couch wird zum Albtraum. Eine romantische Städtereise wird zur Qual. Warum? Cold Turkey. Sportsüchtige sind nicht in der Lage, Freude zu empfinden, wenn sie keinen Sport treiben können. Auch Nervosität, Gereiztheit, Schuldgefühl, Schlafstörungen oder sogar Panikattacken können folgen.

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Sportsucht kann Frauen aller Größen und Formen betreffen.

5. Missbrauch

Über den Muskelkater wird drübertrainiert, über die Erkältung ebenfalls. Sportsüchtige haben es verlernt, die natürlichen Anzeichen des eigenen Körpers zu interpretieren und ihnen Folge zu leisten. Das kann schwere gesundheitliche Folgen haben.

6. Vernachlässigung

Das Leben wird hinten angestellt. Der Sport ist das Wichtigste. Sportsüchtige erleben eine sich ausbreitendes Desinteresse für ihre Mitmenschen. Das hat im Freundeskreis in der Familie und in einer Partnerschaft oft fatale Folgen. Auch die kleinen Freuden im Leben wie richtig guter Sex oder sogar das gesündeste Essen der Welt macht Sportsüchtige nicht mehr glücklich.

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Sport ist ein guter Ausgleich, wenn du gerade in Stress zu ersticken drohst. Es darf nur nicht Überhand nehmen.

Welche Folgen erwarten mich?

Ist die Sportsucht bereits weit ausgeprägt, wird auf allen Ebenen Raubbau mit dem Körper getrieben. Vor allem, wenn Krankheiten nicht auskuriert werden, sondern stattdessen weitertrainiert wird. Aus einer Erkältung kann durch zu viel Belastung nämlich sehr schnell eine Lungenentzündung werden.

Wenn Sportsüchtige Schmerzen spüren, nehmen sie Schmerztabletten, um weitertrainieren zu können. Schmerzen sind aber nun mal ein Zeichen des Körpers, dass er eine Pause braucht.

Schäden an Knochen, Sehnen, Gelenken und Bändern sind nicht auszuschließen. Auch der Hormonhaushalt spielt nach einiger Zeit verrückt. Die Regel bleibt aus und auch die Knochendichte nimmt ab. Wer es richtig bunt treibt, der wird nicht nur unter Mangelernährung leiden, sondern es kann sogar zum Herzstillstand und Schlaganfällen führen. Eine Sportsucht muss also ernst genommen werden. 

Wenn du dich bei diesem Artikel angesprochen gefühlt hast, oder jemanden in deinem Freundeskreis kennst, auf den die Symptome zutreffen, zögere nicht, um Hilfe zu bitten. Eine Therapie ist der beste Weg zur Besserung. 


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