Du bist ständig auf der Suche nach der perfekten Hautpflege? Dann hast du bestimmt schon einmal etwas von dem Wirkstoff Niacinamid gehört. Dieser liegt nun schon länger im Trend und befindet sich in vielen Gesichtspflegprodukten, wie zum Beispiel in Niacinamid-Seren. Aber warum wird der Wirkstoff so häufig verwendet und was ist so besonders daran?  

Was ist Niacinamid?  

Niacinamid ist auch als Vitamin B3 oder Nicotamid bekannt. Es handelt sich dabei um ein wasserlösliches Vitamin, das mit den in der Haut natürlich vorkommenden Substanzen in Wechselwirkung tritt. Es verfeinert und reduziert vergrößerte Poren sichtbar, glättet feine Linien und Fältchen, verbessert einen unebenen Hautton, gibt fahler Haut ihr Strahlen zurück und stärkt die natürliche Hautbarriere. 

Darüber hinaus hilft es der Haut, sich von vergangenen Schäden zu erholen und zu regenerieren. Dadurch soll die Haut langfristig jünger und strahlender aussehen

Warum du Niacinamid-Seren verwenden solltest! 

Den richtigen Wirkstoff für die Hautpflege zu finden, ist nicht immer leicht. Meistens stehen wir stundenlang vor dem Drogerieregal und können uns nicht entscheiden. Ein bisschen Recherche vorab kann also nicht schaden. Die gute Nachricht: Niacinamid ist ein echtes Talent, was unsere Haut angeht, denn es hilft uns in verschiedenen Bereichen. Niacinamide sind sehr verträglich und geben uns einen natürlichen Glow. Du kannst damit nicht viel falsch machen.  

Frau trägt Serum auf
Seren gehören zur Hautpflege dazu. Foto: Pexels / Ron Lach

1. Keine Reizungen 

Niacinamide sind sehr verträglich. Es besteht kein Risiko zu Überreaktionen oder Reizungen, da Vitamin B für alle Hauttypen gut geeignet und verträglich ist.  

2. Regt Produktion von Ceramiden an 

Ein weiterer Vorteil von Niacinamid/Vitamin B3 für die Haut besteht darin, dass es die Erneuerung und Wiederherstellung der Hautoberfläche unterstützt. Es verhindert auch den Feuchtigkeitsverlust und damit eine Austrocknung der Haut, da es die natürliche Produktion von hautstärkenden Ceramiden anregt. Wenn du einen Mangel an Ceramiden hast, macht dies deine Haut verwundbar und kann Hautprobleme verursachen. So hast du vielleicht trockene, schuppige oder empfindliche Haut. 

Nicinamide in deiner Tages- und Nachtpflege können die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften verstärken. Denn: Niacinamid ist gut mit vielen feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen kombinierbar. Diese sind zum Beispiel Glycerin, unparfümierte Pflanzenöle, Cholesterin, Natrium PCA und Natriumhyaluronat. 

3. Verfeinert Poren 

Kann Niacinamid auch die Poren verfeinern? Die Forschung weiß noch nicht, wie genau sich Niacinamid auf Poren auswirkt, aber es soll optisch die Poren verfeinern. Das passiert dadurch, dass es die Ansammlung von Schmutz verhindert und damit auch die Verstopfung der Poren. Wenn eine Pore verstopft, wird sie gedehnt und vergrößert sich.

Indem der Normalzustand der Haut beibehalten wird, können auch sich die Poren nicht weiter ausdehnen und gehen optisch in einen Normalzustand zurück. Wichtig ist aber, dass ausgedehnte Poren sich nicht wieder dauerhaft zusammenziehen können, die Wirkung passiert deshalb vor allem optisch. 

Viele Marken bieten mittlerweile Niacinamid-Seren an.

4. Hilft gegen Pickel  

Auch wenn du ab und zu mit Pickeln zu kämpfen hast, haben wir gute Nachrichten: Untersuchungen haben gezeigt, dass Niacinamid schon ab einer Konzentration von 2 % wirksam gegen Pickel ist. Zudem soll es hautberuhigend wirken. 

5. Anti-Aging-Effekt  

Das Vitamin B3 Derivat hat antioxidative Eigenschaften und schützt so die Haut vor freien Radikalen. Dadurch wird vorzeitiger Hautalterung vorgebeugt. Zudem regt der Stoff die Lipidproduktion sowie die körpereigene Kollagen- und Elastinbildung an. Dadurch wird dem Wirkstoff eine hautstraffende Wirkung nachgesagt, die nachhaltig zu einem Anti-Aging-Effekt führen soll. 

Aufgepasst: Darauf solltest du bei der Verwendung von Niacinamid-Seren achten:  

Niacinamid hat viele Vorteile, allerdings musst du zwei kleine Aspekte bei der Nutzung beachten.  

  • Eine zu hohe Konzentration an Niacinamid kann vorübergehend zu unerwünschten Hautrötungen führen, da das Vitamin die Blutgefäße kurzzeitig erweitert. Einsteiger benutzen am besten eine Konzentration von 1-5 % Niacinamid. Erfahrene und reifere Hauttypen können auf Seren mit bis zu 10 % Niacinamid-Gehalt zurückgreifen. 
  • Außerdem solltest du bei der Verwendung von Niacinamid in Kombination mit Vitamin C ein wenig vorsichtig sein. Niacinamid kann sich in Kombination mit sauren pH-Werten nämlich zu Niacin (Nikotinsäure) umwandeln. Dies kann bei empfindlichen Hauttypen ebenfalls zu Rötungen führen. Deshalb solltest du, falls du beide Produkte benutzen möchtest, 15-30 Minuten zwischen den Anwendungen vergehen lassen, um deiner Haut Zeit zu geben, ihren pH-Wert einpendeln zu lassen. 
Hände mit Serum
Schon einmal Niacinamid ausprobiert? Foto: Pexels / Shiny Diamond

Niacinamid-Serum als Allrounder 

Du kannst Niacinamid weitestgehend bedenkenlos in deine tägliche Hautpflege aufnehmen. Denn das vielseitige Vitamin B gibt dir eine strahlende Haut und ist gut verträglich. Trotzdem solltest du nicht vergessen, deine Haut täglich mit mindestens LSF 30 vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Das schützt nicht nur deine Haut, sondern hilft dem Niacinamid-Serum sowie anderen Wirkstoffen sich zu entfalten. 

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