Bei den Trends der Beauty-Branche kann man schon schnell den Überblick verlieren. Die neusten Seren, Toniken und Inhaltsstoffe sollen alles besser und schöner machen. Doch bei vielen weiß niemand so recht, was hinter dem Hype steckt. Wir nehmen uns heute deshalb einen Beauty-Trend vor, der sich mehr und mehr zum Allrounder mausert: Kaktusfeigenkernöl. Wir haben für dich die Fakten über das Öl herausgefunden und verraten dir, was das angebliche Wundermittel wirklich kann.

Kaktusfeigen
Aus diesen Früchten wird das Kaktusfeigenöl gewonnen. Credit: _laurent / getty via canva

Kaktusfeigenkernöl: Was ist das eigentlich?

Bevor wir uns die Inhaltsstoffe und die Anwendung des Öls anschauen, sollten wir erst einmal klären, worum es sich bei dem Beauty-Trend überhaupt handelt. Wie man dem Namen des Elixirs schon entnehmen kann, wird das Kaktusfeigenkernöl aus den Kernen der Kaktusfeige gewonnen. Diese Früchte gehören zu der Kakteenpflanze Opuntia ficus-indica, welche aus Mexiko stammt. Allerdings findet man diese Pflanze auch in Ländern wie Marokko oder Italien.

Die mit zahlreichen Stacheln übersäte Pflanze bildet an der Seite der grünen Sprosse rote und gelbe Blüten, aus denen bei Bestäubung die Kaktusfeige entsteht. Die Früchte sind essbar und schmecken, wie der Namen schon sagt, ähnlich wie Feigen. Das Fruchtfleisch und die Blätter der Kakteen wird in vielen traditionell-mexikanischen Gerichten verwendet, während durch das Auspressen der getrockneten Kerne das teure Öl entsteht.

Das mühselige Auspressen des Öls auch den kleinen Kernen der Pflanze hat seinen Preis, denn Kaktusfeigenkernöl gehört zu den teuersten Ölen der Welt. Durch die extrem aufwendige und zeitintensive Herstellung und den Fakt, dass für einen Liter Unmengen an Früchten benötigt wird, kann der Preis schon in die Höhe steigen. Hinzu kommt, dass die Ernte nur einmal im Jahr erfolgen kann.

Das sind die Inhaltsstoffe des Kaktusfeigenkernöls

Ja, das Kaktusfeigenkernöl ist teuer. Und doch können wir direkt sagen, dass sich alleine die Inhaltsstoffe lohnen, um das wertvolle Öl mit in die Beauty-Routine aufzunehmen. Die lange Liste an Inhaltsstoffen überzeugt schon seit letztem Jahr Benutzer:innen und Beauty-Expert:innen auf der ganzen Welt von diesem Elixier:

  • Omega-6-Fettsäuren: Kaktusfeigenkernöl ist reich an Linolsäure. Diese sorgt dafür, dass die Barrierefunktion der Haut sowie die Funktion des Wasser-Haushalts einwandfrei funktioniert. Bei äußerer Anwendung von Linolsäure werden Reizungen, Altersflecken und Lichtschädigungen der Haut vermindert.
  • Omega-9-Fettsäuren: Diese Fettsäuren sind auch bekannt als Ölsäure. Sie regulieren unter anderem den Blutdruck und kann den Cholesterinspiegel im Blut senken. Bei äußerer Anwendung fördert die Ölsäure Wundheilung und kann auch gegen sprödes Haar und eine trockene Kopfhaut helfen.
  • Tokopherole: Die Tokopherole gehören zur Gruppe der E-Vitamine und zählen damit zu den Antioxidantien. Diese stärken das Immunsystem und können helfen, Krankheiten abzuwenden. Außerdem helfen diese Antioxidantien im Kampf gegen freie Radikale, die unter anderem für den Hautalterungsprozess zuständig sind. Anti-Aging wird also mit dem Kaktusfeigenkernöl auch abgedeckt.
  • Beta-Sitosterol: Dieser Inhaltsstoff wirkt entzündungshemmend und kann im Zuge dessen helfen, Akne zu verbessern.
Frau mit Kaktusfeigenkernöl
Kaktusfeigenkernöl überzeugt durch seine vielen Inhaltsstoffe viele Nutzer:innen. Credit: puhhha / shutterstock

Die Anwendungsbereiche von Kaktusfeigenkernöl

Als wir sagten, dass das Kaktusfeigenkernöl ein Allrounder ist, dann meinten wir das auch so. Denn: Das teure Öl kann sich positiv auf Nägel, Haare, Haut und – als Speiseöl verzehrt – die gesamte Gesundheit auswirken. Wer jetzt von der Feuchtigkeitspflege, der Anti-Aging-Wirkung und der entzündungshemmenden Wirkung profitieren möchte, für den haben wir die Anwendung noch einmal ganz genau unter die Lupe genommen.

1. Hautpflege

Die Feuchtigkeitspflege wird beim Kaktusfeigenkernöl ganz groß geschrieben, denn es ist nicht komedogen. Das heißt, dass es die Poren nicht verstopft werden und das Öl dadurch täglich auf der Haut angewendet werden kann. Das Öl eignet sich für alle Hauttypen und wird aufgrund dessen besonders für Menschen mit empfindlicher Haut, die zu Hautirritationen und Austrocknung empfohlen. Das Kaktusfeigenkernöl schützt vor diesen Dingen und fördert gleichzeitig noch die Wundheilung, mindert Pigmentflecken und fördert die natürliche Zellerneuerung. Der Anti-Aging-Effekt und die damit einhergehende straffere Haut soll für viele der Ausschlag gewesen sein, um sich das Kaktusfeigenkernöl zuzulegen.

Die Anwendung auf der Haut ist auch gänzlich einfach: Massiere zwei Tropfen des Öles auf deine gereinigte Haut. Für den extra Feuchtigskeitsboost kannst du das Kaktusfeigenkernöl natürlich auch direkt in deine Tagescreme hinzufügen. Auch auf Händen und Hals kannst du das Öl zur Körpermassage anwenden. Diese Anwendungsmethode führst du am besten nach dem Duschen durch, wenn deine Haut noch feucht ist.

2. Haar- und Nagelpflege

Auch bei der Haar- und Nagelpflege wirkt das Kaktusfeigenkernöl kleine Wunder. Es sorgt dafür, dass die Haare geglättet werden und versorgt diese außerdem mit Glanz und Geschmeidigkeit. Auch eine trockene Kopfhaut freut sich über das Allroundtalent. Bei Fingernägeln kann dir das Öl zu einer glatteren Oberfläche verhelfen.

Darauf solltest du beim Kauf von Kaktusfeigenkernöl achten

Wenn man schon so viel Geld für dieses teure Öl ausgibt, dann sollte man beim Kauf auch auf gewisse Dinge achten, sodass man das volle Beauty-Erlebnis hat und die Wirkung des Kaktusfeigenkernöls vollkommen ausnutzen kann:

  • Bio-Siegel: Die Früchte, die für die Herstellung des Kaktusfeigenkernöls benutzt wurden, sollten aus biologischem Anbau stammen.
  • Kaltpressung: Die Kaltpressung ist besonders schonend und garantiert gleichzeitig die höchste Qualität. Denn dadurch werden die wertvollen Extrakte des Kaktusfeigenkernöls beibehalten und gehen bei der Herstellung nicht verloren.
  • Preis: Auch wenn wir Schnäppchen-Jäger:innen sind: Greif nicht zu einem auffällig günstigem Öl. Diese sind nämlich leider oft durch chemische Extraktion gewonnen und erweisen sich deshalb als weniger wirksam oder sogar schädlich.
  • Reines Öl: Das Kaktusfeigenkernöl sollte keine Zusatzstoffe enthalten.
Kaktusfeigenkernöl
Der Kauf des teuren Öls sollte gut bedacht werden. Credit: PicturePartners / getty via canva

Kaktusfeigenkernöl: Ein richtiges Allround-Talent

Wie du siehst, hat Kaktusfeigenkernöl fast nur Vorteile. Der einzige Nachteil, den das Öl mit sich bringt, ist der hohe Preis. Jedoch ist dieser auch gerechtfertigt durch die zahlreichen Inhaltsstoffe und die wirklich aufwendige Herstellung des kleinen Wunderelixiers. Es lohnt sich also, zu überlegen, ob man das Kaktusfeigenkernöl in seine Beauty-Routine mit einbauen sollte.

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