Lebensmittel- und Getränkeunternehmen machen es Veganer:innen beim Einkauf schwer. Ein Übeltäter ist Milchpulver. Den tierischen Zusatz findest du beispielsweise in Backwaren und Fertigsoßen. Deswegen ist ein Blick auf die Zutatenliste ein Muss. Leider sind diese Angaben das Ende der offenen Transparenz. Nur wenige Verpackungen verraten, ob bei der Herstellung Stoffe tierischen Ursprungs eingesetzt wurden. Zum Beispiel enthalten Getränke nur selten eine Kennzeichnung. Das gilt auch für den beliebtesten Softdrink: Cola. Wir haben uns die Cola-Hersteller genauer angeschaut und uns gefragt: Ist Cola wirklich vegan?

Cola ungesund
Vegan oder nicht? Darum kommt es auch auf die Herstellung. Foto: tongpatong/ Getty Images Credit: tongpatong/ Getty Images

Warum sind Getränke nicht immer vegan?

Wenige Hersteller deklarieren ihre Hilfsstoffe für die Herstellung. Nichtsdestotrotz spielen diese Stoffe bei der Filterung eine große Rolle. Fruchtfleischstückchen oder Schwebstoffe stören nicht im naturtrüben Apfelsaft, wohingegen andere Säfte und vor allem Softdrinks klar sein sollten.

Ein Beispiel für ein tierisches Filtermittel ist Speisegelatine. Diese wabbelige Masse enthält Kollagen. Das Eiweiß bindet die gröberen Schwebstoffe. Danach wird die Gelatine mitsamt der nicht-klaren Stoffe entfernt. Zwar klingt das bereits etwas eklig, jedoch wird das Verfahren von der Weinherstellung noch getoppt. Mitunter werden getrocknete Schwimmblasen von Fischen eingesetzt, die zu 70 Prozent aus Kollagen bestehen.

Ist Cola vegan?

Die Zutatenlisten der Cola-Hersteller ähneln sich stark. Meist besteht der Softdrink aus Wasser, Zucker, Kohlensäure, Farbstoff E150d, Säuerungsmittel E338, natürliche Aromen und Koffein. Auf den ersten Blick ist alles vegan, obwohl beim Herstellungsprozess alles anders aussieht. In Coca Cola wurden vor einigen Jahren Spuren von Fischgelatine entdeckt. Die Gelatine diente als Träger des Farbstoffs Carotine.

Die Herstellung veränderte sich in den vergangenen Jahren stark. Die meisten Hersteller verzichten mittlerweile auf den Einsatz von Gelatine. Heute sind die meisten bekannten Cola-Marken vegan. Das gilt für Coca Cola, Vita Cola, sowie für Fritz Kola.

Die Ausnahme ist Pepsi. Laut deren Homepage sind die Standard-Produkte vegan. Die Diätalternativen nicht. Sowohl die normale als auch die koffeinfreie Variante sind nicht für Veganer:innen geeignet.

Selbst Zucker ist nicht immer vegan!

Wie undurchsichtig der Einsatz tierischer Produkte im Herstellungsprozess ist, zeigt auch das Beispiel Zucker. Als rein pflanzliches Produkt aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gehen wir von einem rein-veganen Produkt aus. Trotzdem kam und kommt bei der Raffination Tierkohle, beziehungsweise Tierknochen-Kohle zum Einsatz, allerdings nicht bei den großen Zuckerherstellern. Zucker ist hierzulande eigentlich immer vegan.

So erkennst du vegane Getränke

Normalerweise werden Hersteller veganer Produkte offensiv mit entsprechenden Siegeln. Dennoch sind die meisten Cola-Getränke nicht als vegan gekennzeichnet. Deswegen sind Einkaufshilfen nützlich. Zum Beispiel der Einkaufsguide von Peta. Dazu kannst du auf den meisten Webseiten unter den FAQ’s nachlesen, ob bestimmte Produkte für Veganer:innen geeignet sind.

Das könnte dich auch interessieren: