Das Hochwasser hat ganz Deutschland im Griff. Besonders hart getroffen hat es jedoch die Eifel und den Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, aber auch das in NRW liegende Oberbergische Land mit den Städten Wuppertal und Hagen. Noch können die Spätfolgen nicht komplett errechnet werden, denn die Aufräumarbeiten in Kreisen wie Ahrweiler, Köln und Wuppertal sind noch nicht abgeschlossen. Genau eine Woche nach der ersten Hochwasserkatastrophe in NRW hat es andere Teile Deutschlands wie Berlin und Bayern getroffen.

Hier zeigen wir euch, welche Gebiete in der Zweiten Hochwasserkatastrophe betroffen sind.

Doch welche Auswirkungen hat das Hochwasser auf unser tägliches Leben? Außer, dass die Keller vieler Häuser nun nach Moder und Gammel stinken, haben die Otto-Normalverbrauchenden noch ein weiteres Riesenproblem: Viele Felder der Landwirtschaft sind mit den Fluten, die aus dem Himmel kamen, abgesoffen. Dabei wurden ganze Ernten zerstört, die die deutsche Nahrungsmittelindustrie gebraucht hätte.

In Deutschen Supermärkten ist Regionalität Trumpf

Bei Lidl, Aldi und Co. wird derzeit sehr viel auf Produkte aus regionaler Herstellung gesetzt, um die Umwelt zu entlasten. Wer regional einkauft, der hat einen geringeren CO2-Ausstoß als diejenigen, die sich ihre Produkte zunächst aus fernen Ländern einfliegen lassen. Das ist gerade für große Supermärkte und Discounter wichtig, da sie einen Großteil der deutschen Bevölkerung ernähren.

Aldi und Lidl sind beispielsweise schon jetzt große Verfechtende regionaler Produkte. Die beiden Discounter haben es bis jetzt geschafft, ihre Produkte trotz Regionalität sehr günstig zu halten. Das liegt auch daran, dass Obst und Gemüse in Deutschland gut wächst und gedeiht. So können die Bäuer:innen viel ernten und die Produkte recht preisgünstig verkaufen.

Das Jahr 2021: Viel zu kalt & viel zu heiß

Das Jahr 2021 ist allerdings gerad für die Landwirtschaft wirklich tricky. Schon im Frühling dieses Jahres kam es teilweise zu Ernteausfällen beim Spargel, da der Boden viel zu kalt war. Es war der kälteste April seit dem Jahr 1929. Auch danach blieb es in Deutschland noch sehr kalt und die Erdbeerernte viel Dank des unterkühlten Bodens sehr mager aus. Bis heute werden Spargel und Erdbeeren viel teurer verkauft als es normalweise der Fall wäre.

Nach der Aprilkälte erhitzte sich das Wetter in Deutschland rasant schnell und im Juni und Juli konnten wir Temperaturen von bis zu 39 ° Celsius verzeichnen. Die Unwetter, die im Juli folgten und noch immer folgen, sind nun das Tüpfelchen auf dem I eines sehr unbeständigen Jahres 2021.

Wird alles teurer durch die Hochwasser?

Durch das Hochwasser hat es in Deutschland durchaus Ernteausfälle gegeben, denn die Fluten waren nicht nur in den Städten heruntergekommn und hatten Flüsse wie den Rhein oder die Wupper zum Überlaufen gebracht. Auch die Wiesen und Felder der Bauern und Bäuerinnen haben mehr Wasser abbekommen als sie eigentlich sollten.

Kein Wunder, dass bei mehr als 50 Liter Niederschlag pro Quadratkilometer die eine oder andere Pflanze den Geist aufgibt. Es seien allein in NRW, berichtete die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 75 bis 100 Höfe derart gravierend betroffen. Das sind gut 15.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen, die heute unter Überschwemmungsschäden leiden.

Bei Aldi und bei Lidl werden im Juli und August folgende Produkte regional angebaut:

  1. Blumenkohl
  2. Brokkoli
  3. Kohlrabi
  4. Gurke
  5. Möhren
  6. Porree
  7. Lauch
  8. Rotkohl
  9. Zucchini
  10. Salat
  11. Erdbeeren
  12. Äpfel
  13. Himbeeren

Diese Lebensmittel aus regionalem Anbau könnten es dieses Jahr besonders schwer haben zu überleben. Die Hochwasser und der Niederschlag der letzten Wochen hat bereits gezeigt, dass es auch in Deutschland möglich ist, dass Unwetter unsere Ernte zerstören. Nun kommt es darauf an, wie sich das Wetter in der Zukunft entwickelt. Sollte es noch mehr regnen, müssen wir mit noch mehr Ausfällen rechnen.

Sollte dies der Fall sein, müssen auch die Discounter in den sauren Apfel beißen und ihre Waren bei den Händlern, die noch immer Obst und Gemüse produzieren können, teurer einkaufen. Somit würden auch die Preise für Verbraucher:innen steigen. Die 15.000 Hektar, die durch die Katastrophe zerstört wurden, seien allerdings nur ein kleiner Teil des gesamten Landwirtschaftlichen Fläche, so erklärte es die Landwirtschaftskammer. Doch wenn es so weitergeht und ganz Deutschland vom Unwetter heimgesucht würd, wäre das sehr schnell erreicht.