Die Preise von Obst und Gemüse steigen rapide an. Auch im August waren enorme Preisanstiege zu verzeichnen. Hartz-IV-Empfänger:innen sollen ab Januar allerdings nur drei Euro mehr pro Monat bekommen. Der Sozialverband VdK Deutschland warnt nun, dass eine gesunde Ernährung unter diesen Voraussetzungen nicht gewährleistet werden kann. Obst sowie Gemüse könnten zum Luxusgut werden.

Obst & Gemüse wird immer teurer

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich die allgemeinen Preise für Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr im August um 4,6 % Prozent erhöht. Für Gemüse mussten Verbraucher:innen zuletzt 9 % mehr zahlen. Salat erlebte sogar einen Preisanstieg von 38 %.

Sozialverbände und Expert:innen für Ernährung warnen nun davor, dass diese Entwicklungen sowohl soziale als auch gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, meint gegenüber dem Tagesspiegel: „Obst und Gemüse werden für Geringverdiener und Menschen in Grundsicherung durch die Preissteigerungen endgültig zum Luxusgut, das sie sich nicht mehr leisten können.“

Ab Januar wird der Hartz-IV-Regelsatz um drei Euro erhöht

Weiter betont die VdK-Sprecherin, dass bereits die fünf Euro, die im Hartz-IV-Regelsatz täglich für Lebensmittel vorgesehen sind, nicht für eine ausgewogene Ernährung ausreichen würden. Dabei bezieht sie sich auf Studien, die diesen Umstand ausreichend bestätigen.

Bentele sieht vor allem die Regierung in der Verantwortung: „Dass der Regelsatz nun um lächerliche drei Euro erhöht wurde, bestätigt, wie konsequent die Regierung lebensnotwendige Bedürfnisse von Menschen in Grundsicherung ignoriert.“ Zwar soll der Hartz-IV-Regelsatz für alleinstehende Erwachsene im Januar um drei Euro erhöht werden. Doch die aktuell steigenden Verbraucherpreise wurden dabei nicht berücksichtigt. Das soll erst im Jahr 2023 erfolgen.

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