Jetzt steht es offenbar fest! Der Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert. Doch obwohl die Mehrheit der Deutschen hinter den Corona-Maßnahmen steht und sich viele sogar Verschärfungen wünschen, hagelt es Kritik von Lockdown-Gegnern. So diskutieren gerade mehrere EinzelhändlerInnen in der Telegram-Gruppe „Wir machen auf – Kein Lockdown mehr“ über einen Ausstieg aus dem Lockdown. 

Wir machen auf: Ab dem 11. Januar sollen die Türen wieder geöffnet werden

Und auch auf Twitter ist die Diskussion schon angekommen. Unter dem Hashtag #Wirmachenauf erklären UnternehmerInnen, dass sie ab dem 11. Januar wieder öffnen – und das trotz Lockdown. Außerdem werden auch andere Selbstständige dazu aufgerufen, sich selbstermächtigt über die Lockdown-Verordnungen hinwegzusetzen. 

Auf Twitter wird bereits über das Thema diskutiert.

Zahlreiche Beiträge zeigen, wie wütend und verzweifelt viele Ladenbesitzer sind, dass der Lockdown verlängert werden soll. So heißt es in der Gruppe zum Beispiel: „Was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?“ Andere hingegen formulieren noch drastischer: „Die Rechtslage sollte und darf kein Grund sein, bei dieser Aktion nicht mitzumachen“.

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Das Thema kocht hoch – Konsequenzen drohen

Auf Twitter wurde das Thema sofort heiß diskutiert. Der Hashtag #WirmachenAuf trendete am Wochenende. Und während die einen sofort darauf reagierten und für Verständnis warben, kritisierten die anderen den Protest und starteten eine Gegenaktion

So deuteten Lockdown-Befürworter den Hashtag absichtlich um und verwiesen damit auf die menschenverachtenden Lebensbedingungen von Flüchtlingen auf Lesbos und anderen Lagern. Zudem wurde auch der Hashtag #WirmacheneuchDicht ins Leben gerufen.

Der Hashtag wird genutzt, um auf die menschenunwürdigen Lebensbedingungen von Flüchtlingen aufmerksam zu machen.

Der Anwalt Chan-jo Jun warnt unterdessen vor den Konsequenzen: Wer seinen Laden trotz Lockdown öffnet, kann mit Bußgeldern von 5.000 bis 25.000 Euro rechnen. Aber auch ein Entzug der Gewerbeerlaubnis soll drohen. Und auch wer sich auf Twitter an den Regelbrecher-Aufrufen beteiligt, könnte sich laut ihm schon strafbar machen.

Das können wir ab dem 11. Januar erwarten

Trotz des lautstarken Protests werden die meisten Läden ihre Türen auch am 11. Januar geschlossen halten. Denn die meisten Gewerbetreibenden werden wahrscheinlich nicht die rechtlichen Konsequenzen in Kauf nehmen. 

Und auch potenzielle KundInnen werden die Geschäfte wahrscheinlich nicht in ihrem Vorhaben unterstützen. Abgesehen davon ist den Protestlern aber eines schon einmal geglückt: Sie sind mit ihrer Kritik ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

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