Im Zuge der Coronapandemie und den dadurch ausgelösten Krisen, hat Deutschland und die deutschen Staatsbürger:innen sehr unter fehlendem Kapital gelitten. Viele von uns haben lange Zeit in Kurzarbeit gesteckt, andere haben komplett ihre Jobs und ihre Existenz verloren. Auch die Schulden des deutschen Staatshaushaltes sind auf ein Rekordniveau angestiegen: Zu Beginn des Jahres 2021 hatte Deutschland 2172,9 Milliarden Euro Schulden.

Vor allem bestimmte Branchen und Berufsgruppen haben unter der Krise mehr gelitten als andere. Diese Berufsgruppen werden im März 2022 einen Coronabonus erhalten, der ihnen einen Teil der Geldlast von ihren Schultern herunternehmen soll.

Bis zum 31. März 2022 soll ein Coronabonus von bis zu 1.500 Euro an bestimmte Berufsgruppen gezahlt werden. Welche das sind und wie das abläuft, erfährst du hier.

Corona-Bonus: Diese Berufsgruppen profitieren

Arbeitgeber:innen dürfen ihren Mitarbeiter:innen einen steuerfreien Corona-Bonus in Höhe von bis zu 1.500 Euro zahlen. Die gute Nachricht ist, dass sich nicht nur Festangestellte über diesen Bonus freuen dürfen, sondern auch Minijobber:innen. Die folgenden Berufsgruppen können 2022 die schöne Sonderzahlung erwarten.

1. Öffentlicher Dienst

Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Bundesländer (außer Hessen) bekommen bis spätestens März eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro ausbezahlt.

Für Azubis, Praktikant:innen und studentische Beschäftigte beträgt der Corona-Bonus 650 Euro. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind von dieser Sonderzahlung mehr als eine Million Beschäftigte betroffen.

Das Bundesland Hessen zahlt nach separaten Verhandlung von Gewerkschaften und Arbeitgeber:innen einen Corona-Bonus von 1.000 Euro an die Beschäftigten seines Landes.

Lehrerin mit Kindern
Auch Lehrer:innen sind von dem Corona-Bonus betroffen. Foto: Katerina Holmes / pexels via canva

2. Beamt:innen in Bayern

Wer in Bayern verbeamtet ist, darf sich 2022 auch über den Corona-Bonus freuen. Diese erhalten eine Sonderzahlung von 1.300 Euro. Das Bundesland möchte das Ergebnis des Tarifabschlusses 1:1 auf die Beamt:innen in Bayern übertragen, so der Finanzminister Albert Füracker laut dpa.

Coronavirus Frau lehnt Kopf an Wand im Krankenhaus
Ärzt:innen wollen Deutschland besser auf künftige Pandemien vorbereiten. Foto: FangXiaNuo / iStock

3. Pflegekräfte

Für diese Berufsgruppe ist noch nicht hundertprozentig sicher, ob es 2022 einen Corona-Bonus geben wird. Jedoch hat sich die Ampel-Koalition aufgrund der besonderen Belastungen in der Corona-Krise für eine weitere Sonderzahlung für alle Pflegekräfte ausgesprochen. Dies gilt für Krankenhäuser sowie für Pflegeheime. Dafür soll eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden.

4. Corona-Bonus für bestimmte Unternehmen

Laut Informationen des BR.de soll ein Corona-Bonus auch für bestimmte Unternehmen geplant sein. Dazu gehören die Folgenden:

  • Deutsche Post: Umfang von rund 200 Millionen Euro für insgesamt 550.000 Mitarbeiter:innen
  • Siemens: bis zu 1.000 Euro
  • Adidas: weltweit bis zu 1.000 Euro, abhängig von der Kaufkraft im jeweiligen Land

Auch die Firmen Volkswagen (VW) und Eon sowie RWE sollen eine Corona-Prämie im dreistelligen bis vierstelligen Bereich erhalten haben. Laut einem dpa-Bericht wurden auch die Mitarbeiter:innen von Lidl und Kaufland im Jahr 2020 und 2021 mit mehreren Corona-Prämien bedacht. Aldi Süd soll schon dreimal bestimmte Sonderzahlungen und Warengutscheine ausgezahlt haben, wobei Mitarbeiter:innen im Verkauf und Logistik von diesen Boni am meisten profitierten.

Aldi Nord spendierte seinen Beschäftigten 2020 einen Warengutschein in Höhe von 250 Euro, während dm seinen Mitarbeitenden einen 400 Euro-Warengutschein zukommen ließ und eine weitere Sonderzahlung.

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